Unternehmen in Südhessen setzen weiter auf Nachwuchs – Übernahmequote liegt bei 94 Prozent
Zum Ausbildungsstart am 01. September sind noch Ausbildungsplätze in Südhessen unbesetzt
Darmstadt. Trotz anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Ausbildung für die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Südhessen ein zentraler Baustein der Fachkräftesicherung. Das zeigt die aktuelle Ausbildungsumfrage von HESSENMETALL Südhessen. Besonders erfreulich: 94 Prozent der Auszubildenden werden von den Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Südhessen nach erfolgreichem Abschluss übernommen – deutlich mehr als im hessenweiten Durchschnitt von 85 Prozent. „Die hohe Übernahmequote ist ein starkes Signal für die Attraktivität der dualen Ausbildung und das nachhaltige Engagement unserer Mitgliedsunternehmen“, sagt Dirk Widuch, Geschäftsführer von HESSENMETALL Südhessen. „Wer heute eine Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie beginnt, hat hervorragende Perspektiven für eine langfristige berufliche Zukunft.“
Ausbildungsbereitschaft bleibt hoch
Auch beim Ausbildungsangebot zeigt sich die Region insgesamt stabil: 78,3 Prozent der befragten Unternehmen wollen ihr Ausbildungsplatzangebot im kommenden Jahr unverändert fortführen. Lediglich 21,7 Prozent planen eine Reduzierung der Ausbildungsplätze, wobei hierfür vor allem die angespannte wirtschaftliche Lage verantwortlich ist. „Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es bemerkenswert, dass die überwiegende Mehrheit der Unternehmen an ihrem Ausbildungsengagement festhält. Das zeigt, dass Ausbildung weiterhin als strategische Investition in die Zukunft verstanden wird“, so Dirk Widuch.
Viele Ausbildungsplätze noch unbesetzt
Gleichzeitig bleibt die Besetzung der Ausbildungsplätze eine große Herausforderung. Auch kurz vor dem Ausbildungsstart am 01. September sind noch Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Betriebe hoffen jedoch, offenen Stellen noch besetzen zu können.
HESSENMETALL Südhessen appelliert daher an Jugendliche und ihre Eltern, die Chancen einer Ausbildung in der Metall- und Elektroindustrie stärker in den Blick zu nehmen. Die Branche bietet moderne Berufsbilder, ausgezeichnete Entwicklungsmöglichkeiten und langfristige Beschäftigungsperspektiven.
Fachliche Qualifikation allein reicht nicht aus
Neben der Gewinnung geeigneter Bewerberinnen und Bewerber sehen die Unternehmen zunehmend Herausforderungen im Bereich der persönlichen Kompetenzen. Besonders häufig genannt werden Defizite beim Arbeits- und Sozialverhalten, insbesondere bei Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit. „Neben fachlichen Kenntnissen gewinnen persönliche Kompetenzen immer stärker an Bedeutung. Ausbildungsbetriebe investieren viel Zeit und Engagement in die Entwicklung junger Menschen. Dafür braucht es auf beiden Seiten Verlässlichkeit und Motivation“, betont Widuch.
Ausbildung bleibt der Schlüssel gegen den Fachkräftemangel
Die Ergebnisse der Ausbildungsumfrage machen deutlich: Die Unternehmen in Südhessen stehen weiterhin zu ihrer Verantwortung für die Fachkräftesicherung. Gleichzeitig sind gemeinsame Anstrengungen von Wirtschaft, Schulen, Elternhaus und Politik notwendig, um mehr junge Menschen für eine duale Ausbildung zu gewinnen und sie bestmöglich auf den Berufseinstieg vorzubereiten.