Wolf Matthias Mang: „Deutschland steht als Industriestandort unter Druck“
Gleich zu Beginn setzte der wiedergewählte HESSENMETALL-Vorstandsvorsitzende Wolf Matthias Mang den Ton. Er forderte eine ernsthafte Standortdebatte und machte klar: „Unsere Unternehmen sind stärker als die Bedingungen, unter denen sie arbeiten müssen. Doch ohne Reformen der Bundesregierung wird selbst die beste industrielle Substanz Tag für Tag geschwächt.“
Mang warnte davor, industrielle Stärke als Selbstverständlichkeit zu behandeln. Deutschland und Hessen stünden nicht nur im Wettbewerb mit Unternehmen aus Amerika oder Asien, sondern auch mit deren Strompreisen, deren Planungstempo, deren Genehmigungsdauer, deren Steuern und Abgaben. „Wer Resilienz von Unternehmen verlangt, muss Verlässlichkeit bieten“, sagte Mang.
Der Strukturwandel sei nicht nur Bedrohung, sondern könne auch Chance sein, wenn Politik und Unternehmen schnell genug handelten. Weltmärkte, Technologien und Resilienz seien keine Schlagworte für Sonntagsreden, sondern entscheidende Faktoren dafür, ob Hessen ein Industrieland bleibe. Mang brachte es zugespitzt auf den Punkt: „Wir brauchen wieder Lust auf industrielle Stärke und endlich den politischen Mut, sie möglich zu machen.“