Regionale Ausbildungsumfrage: Übernahmequote in Rhein-Main liegt bei 90 Prozent
Die Metall-, Elektro- und IT-Industrie im Rhein-Main-Gebiet hält trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen an der Ausbildung ihres Fachkräftenachwuchses fest.
Die duale Ausbildung bleibt für die Fachkräftesicherung eine zentrale Säule: In der Metropolregion Rhein-Main übernehmen 90 Prozent der befragten Mitgliedsunternehmen ihre Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss. Für das Ausbildungsjahr 2027/2028 planen über 76 Prozent der Betriebe mit gleich vielen Ausbildungsplätzen und rund sechs Prozent mit mehr Ausbildungsplätzen.
Die Firmen suchen weiterhin intensiv, denn 61 Prozent der befragten Unternehmen konnten ihre Plätze für das Ausbildungsjahr 2026/2027 bislang nicht vollständig besetzen. Von diesen Betrieben sind Zweidrittel weiterhin auf der Suche nach geeigneten Interessierten. Als eine der größten Herausforderungen der dualen Berufsausbildung wird nämlich das Finden von geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern genannt.
Besonderen Nachholbedarf sehen die heimischen Industrietriebe zudem beim Arbeits- und Sozialverhalten der Auszubildenden. Dazu zählen Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Selbstorganisation und Teamfähigkeit.
Etliche Unternehmen haben bereits Erfahrungen mit der Auslandsakquise gemacht, die jedoch durch bürokratische Hürden bei der Einreise und beim Aufenthalt ausgebremst wird.