Chef-Interview – Torsten Müller-Kramp von Abicor Binzel über technische Standards
Buseck. Produkte von Alexander Binzel Schweisstechnik in Buseck bei Gießen sind unter dem Markennamen Abicor Binzel bei Schweißern in der ganzen Welt bekannt. Der Technologie- und Weltmarktführer der Branche wurde nun vor Kurzem mit dem Innovations- und Wachstumspreis Hessenchampion ausgezeichnet. Mit dem langjährigen Geschäftsführer Torsten Müller-Kramp sprach aktiv über die Anerkennung von Leistung, technische Standards und die Kunst, die Nase vorne zu behalten.
Wie fühlt man sich als frisch gekürter Hessenchampion?
Gut, wirklich gut. Mit dieser Ehrung haben wir sogar einen Triple geschafft: Die IHK Gießen-Friedberg zeichnete uns mit dem Unternehmenspreis 2018 aus, dann kam 2019 der begehrte Wirtschaftspreis „Großer Preis des Mittelstandes“, und jetzt wurden wir Hessenchampion in der Kategorie Weltmarktführer. Auf all das sind wir sehr stolz.
Wie wird man Weltmarktführer?
Mit harter Arbeit, guten Ideen, Mut und sicher auch, indem man seinen Mitarbeitern eine lange Leine lässt. Als ich 1999 gefragt wurde, ob ich hier Geschäftsführer werden möchte, kannte ich das Unternehmen nicht. Aber meine Ausbildung und meine Erfahrung passten perfekt. Damals produzierte Abicor Binzel 230.000 Schweißbrenner. Inzwischen sind es über 600.000, und wir beschäftigen 1.250 Mitarbeiter weltweit, davon 419 hier in der Zentrale in Buseck.