Herr Wildschütz, mit Ihren Produkten tragen Sie zum sicheren Fliegen bei. Fliegen Sie gerne und ganz entspannt?
Solange ich an einem Flughafen starte, bei dem wie hier in Deutschland internationale Standards eingehalten werden, fliege ich gerne. Wir entwickeln und produzieren die wohl besten und zum Teil sogar einzigartigen Filtrationslösungen, also Behälter, Filterelemente und Sensoren, die man zum Reinigen von Kerosin vor dem Flug braucht. Sie sind nicht im Flugzeug selbst dabei, aber im Vorfeld. Wenn ich weiß, dass die dort im Einsatz sind, bin ich sehr entspannt.
Sind diese Filtersysteme an jedem Flughafen zu finden?
Nicht an jedem, aber an vielen. Sie kommen in Terminals und Flughafendepots zum Einsatz, auf dem Rollfeld bei Betankungssystemen und -fahrzeugen und sogar schon in den Raffinerien. Unsere Lösungen findet man auch auf einfachen Flugplätzen, denn auch die Piloten von Kleinstflugzeugen gehen gerne auf Nummer sicher.
Warum muss man Luftfahrtkraftstoffe wie Kerosin filtern?
Das ist wichtig, um die Sicherheit und Effizienz der Betankung zu gewährleisten. Feststoffe und auch Wasser aus dem Kraftstoff muss man entfernen, damit nur sauberes, trockenes Kerosin in die Tanks gelangt. Kleine Partikel wie Rost, Staub oder Sand könnten in Pumpen, Leitungen und den Triebwerken Schäden verursachen. Wasser im Kerosin kann die Verbrennung im Triebwerk stören und sogar zum Ausfall führen, weil es in großen Höhen gefriert und die Eiskristalle, wie Schmutzpartikel, alles verstopfen. Deshalb gelten in der internationalen Luftfahrt strenge Standards für die Kraftstoffqualität. Das Filtern beim Betanken ist eine dieser vorgeschriebenen Maßnahmen.