Chef-Interview: Carmelo Bonanno von frabona über traditionelle Werte, Innovation und Kaffeekultur
Frankfurt am Main. Ein Familienbetrieb mit deutsch-italienischen Wurzeln: frabona in Frankfurt ist ein Spezialist für industrielle Metallverarbeitung. aktiv sprach mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Carmelo Bonanno über den guten Mix aus traditionellen Werten und modernster Technik.
Was bedeutet Ihnen Ihr Familienunternehmen?
Mein Bruder und ich leben hier Verantwortung und es macht uns stolz, das Familienunternehmen weiterführen zu dürfen. Als Francesco 1987 geboren wurde, war ich drei Jahre alt und frabona gab es erst wenige Tage. Mein Vater hat die Firma damals gemeinsam mit seinen beiden Brüdern gegründet. Der Name ergab sich aus einer Wortkreuzung von Fratelli, dem italienischen Wort für Brüder sowie dem Familiennamen. Der Leitgedanke von Verbundenheit ist demnach früh in unserer Unternehmenskultur verankert worden und wird heute noch gelebt.
Woher nahmen Ihr Vater und Ihre Onkel den Mut, frabona zu gründen?
Alle drei haben vor allem auf ihr Können als ausgebildete Industriemeister aus der Metall- und Elektroindustrie vertraut. Sie wollten freier sein, selbstbestimmter arbeiten und hatten den nötigen Unternehmergeist. Die einhergehenden Risiken nimmt man dann entsprechend in Kauf. Den Grundstein legte jedoch mein italienischer Großvater, der vor 60 Jahren aus Sizilien als Gastarbeiter nach Deutschland kam. Auch dafür braucht man Mut. Harte Arbeit und Fleiß zahlten sich aus, sodass die restliche Familie folgte. Mein Vater Antonio war zum damaligen Zeitpunkt des Neubeginns gerade einmal 5 Jahre alt.
Was können Sie besonders gut?
Wir sind als mittelständisches Familienunternehmen mit 20 Beschäftigten spezialisiert auf CNC-Fertigung, Aluminium-Profiltechnik und Baugruppen-Fertigung. Wir produzieren von der Serienfertigung mit beispielsweise 50.000 Teilen im Jahr bis hin zum Einzelstück für den Prototypenbau. Wir versuchen im steten Wandel der Moderne unsere traditionellen Werte beizubehalten und dort, wo es sinnvoll oder notwendig ist, innovative Brücken zu bauen. Das kommt an bei der Belegschaft und unseren Kunden aus dem aus dem Maschinenbau, Medizintechnik, Automotive-, oder der optischen Industrie. Diese sind selbst auch den VUKA-Umwelteinflüssen ausgesetzt. Was uns hervorhebt ist sicher unser Innovationsgeist und der hohe Grad der Digitalisierung in unseren Prozessen.