Transformation steht auf jeder Agenda. Die entscheidende Frage lautet aber: Wie gelingt sie?
Mit genau dieser Frage beschäftigten sich mehr als 40 Teilnehmerinnen des Netzwerks HESSENMETALL Frauen in Führung beim Workshop „TRANSFORMATION erleben & gestalten“.
Transformation ist kein Selbstzweck. Sie entscheidet darüber, wie wettbewerbsfähig Unternehmen morgen sind. Gleichzeitig eröffnet sie enorme Chancen – für Innovation, neue Geschäftsmodelle und nachhaltiges Wachstum. Genau deshalb wollen wir Führungskräfte zusammenbringen, die Veränderung aktiv gestalten und voneinander lernen“, eröffnete Isabelle Himbert den Workshop.
Als Expertinnen waren Dinah Erdmann (Geschäftsführerin IW Medien), Julia Lenz (Marketingleiterin IW Medien), Sarah Schlieper (Geschäftsführerin 3k TRANSFORMATION) und Marleen Cassee (Transformation Managerin 3k TRANSFORMATION) eingeladen. Beide Agenturen gehören zum Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln und begleiten Unternehmen bei Veränderungsprozessen.
Veränderung beginnt nicht im Organigramm, sondern im Kopf.
Nach einer Einführung in bewährte Change-Modelle wurde schnell klar: Transformation lässt sich nicht einfach beschließen. Sie muss verstanden, kommuniziert und vorgelebt werden.
Dinah Erdmann zeigte am Beispiel der strategischen Neuausrichtung von IW Medien, wie konsequente Veränderung sichtbar werden kann, bis hin zum neuen Claim „IW Medien – Wir leb3n] Veränderung.“
„Der bewusst eingesetzte vermeintliche Tippfehler soll irritieren, neugierig machen und zeigen: Veränderung beginnt dort, wo wir gewohnte Denkmuster verlassen“, erklärte Erdmann.
Sarah Schlieper machte deutlich, dass erfolgreiche Transformation immer auch Führungsarbeit bedeutet.
„Menschen reagieren unterschiedlich auf Veränderung. Gute Führung schafft Orientierung, gibt Sicherheit und nimmt unterschiedliche Perspektiven ernst. Genau darin liegt der Schlüssel erfolgreicher Transformation.“
Marleen Cassee ergänzte anhand der sieben Reaktionstypen nach Dietmar Vahs, warum Führungskräfte ihre Mitarbeitenden unterschiedlich abholen müssen.
„Nicht jeder braucht das Gleiche. Manche suchen Stabilität, andere lieben Neues. Erfolgreiche Führung erkennt diese Unterschiede und nutzt sie bewusst.“
Die wichtigste Erkenntnis des Tages? Change endet nicht mit der Entscheidung, sondern beginnt dort erst.
Julia Lenz gab anhand konkreter Erfahrungen aus der Transformation von IW Medien Einblicke in erfolgreiche Kommunikationsstrategien und die größten Learnings aus der Praxis.
Ihr Fazit brachte den Kern des Workshops auf den Punkt: Transformation braucht Ausdauer. Wer Menschen mitnehmen will, muss dranbleiben – kommunikativ, authentisch und mit einer klaren Haltung.
Die Teilnehmerinnen nutzten die Gelegenheit zum Austausch, diskutierten eigene Herausforderungen aus ihrem Führungsalltag und nahmen zahlreiche Impulse für ihre Unternehmen mit.
Unser aller Take-Away dieses Nachmittags: Transformation ist kein Sprint. Sie ist Führung in Bewegung.