Rückblick: STARTUPS X HESSENMETALL 2026

Hot, Hotter, STARTUPS X HESSENMETALL 2026

Trotz 38 Grad volles Haus: Über 250 Teilnehmende erlebten ein vielseitiges Programm, angeregte Gespräche und eine spannende StartXPO, die zeigte, was Hessen an Innovation zu bieten hat.

Wo könnte Innovation besser sichtbar und erlebbar werden als im German Innovation Center von Procter & Gamble in Kronberg? Genau dort fand am 24. Juni 2026 „STARTUPS X HESSENMETALL“ statt – an einem Ort, der wie kaum ein anderer für die Verbindung von industrieller Anwendung und neuen technologischen Lösungen steht. Über 50 Startups und Jungunternehmen waren mit aktivem Beitrag auf der Bühne oder in der StartXPO vertreten und acht Industrieunternehmen stellten ihre Herausforderungen und Bedarfe dem Publikum vor. Zu den weiteren Programmhighlights zählten ein Blitzlicht-Talk rund um die Frage, wie Industrie, Kapital und Startups gemeinsam Verantwortung für Innovation übernehmen und skalieren, sowie ein Abschlusspanel, in dem diskutiert wurde, warum sicherheitsnahe Technologien und  Dual-Use für die Wettbewerbsfähigkeit und strategische Souveränität der Wirtschaft zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Bereits zum fünften Mal kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Startups, Industrieunternehmen, Investoren, Forschung und Förderinstitutionen zusammen, um konkrete Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen der Industrie zu diskutieren und sich für weitere Schritte zu vernetzen. „Aus den Erfahrungen der letzten Jahre wissen wir: Genau hier entstehen Kooperationen, die weit über diesen Tag hinaus wirken und Früchte tragen“, eröffnete Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer von HESSENMETALL, die Veranstaltung.

Im Anschluss hieß Jochen Brenner, Vice President Human Resources Procter & Gamble, DACH, die Teilnehmenden und Gäste auf dem Campus Kronberg willkommen. Er betonte die Bedeutung externer Partnerschaften mit Startups, Hochschulen und Technologiepartnern und hob hervor, dass Formate wie STARTUPS X HESSENMETALL neue Kooperationen ermöglichen und den Transfer von Ideen in marktfähige Lösungen beschleunigen.

Dann wurde es kompakt und abwechslungsreich: Der anschließende Programmpunkt Neu im Netzwerk bot einen Einblick in die Innovationen aus unserer HESSENMETALL-Community. In 60 Sekunden zeigten zehn spannende Startup-Teams ihre smarten Geschäftsideen und interessanten Lösungen dem Publikum.
Bei den mit viel Spannung erwarteten Meet Our Industry-Pitches präsentierten acht etablierte Unternehmen stellvertretend für die Industrie ihre Herausforderungen und Angebote an die Startups. Den Auftakt machten Matthias Hauß, Geschäftsführer der Werner Schmid GmbH gemeinsam mit Dr. Jörg Stahlmann, Geschäftsführer von ConSenses. Die beiden zeigten anhand ihrer langjährigen Zusammenarbeit auf, welche Faktoren erfolgreiche Kooperationen zwischen etablierten Unternehmen und Startups auszeichnen und für welche neue Ideen sie offen sind. Andreas Rainer, Consultant bei Allianz Pension Partners, gab anschließend Einblicke in die Angebote der Allianz als Partner für Innovation. Wie erfolgreiche Zusammenarbeit in der Praxis aussehen kann, zeigten danach Andreas Bechtel, Technical Support Manager bei ABB in Frankfurt, gemeinsam mit Erik Kaiser, CEO von Summetix. Grahita Anggana, Vize President tk accelis Supply Chain Solutions stellte die Perspektive eines internationalen Industrieunternehmens auf Innovation und Zusammenarbeit vor. Darauf folgte Andreas Becker, Geschäftsführer von EPHYMESS, der aktuelle Anforderungen an Innovationsprozessen in Unternehmen beleuchtete. Den Abschluss bildete Tanja Hengst, Geschäftsführerin von Hengst Technik, die an ihren Beitrag aus dem Vorjahr anknüpfte und von den Erfahrungen und Mehrwerten berichtete, die Sie seit Ihrem Auftritt letztes Jahr gewonnen hat.

Die anschließende Coffee Break in der StartXPO bot Gelegenheit, die Themen der ersten Programmhälfte im direkten Austausch zu vertiefen. Gleichzeitig präsentierten weitere 28 Startups ihre Produkte und Services an eigenen Meeting Points. Ganz neu in diesem Jahr waren die geführten Audio-Touren, bei denen die Teilnehmenden in moderierten Rundgängen die Meeting Points und die dort präsentierten Lösungen kennenlernen konnten.

Frisch gestärkt und mit den ersten interessanten Gesprächen ging es aus der StartXPO direkt in das erste Panel des Nachmittags. In der Blitzlicht-Diskussionsrunde: „Von Bedarf zu Wirkung“ diskutierten Vertreter und Vertreterinnen aus Industrie, Kapital und Startup-Ökosystem über Voraussetzungen für Skalierung und erfolgreiche Zusammenarbeit. Moderiert wurde die Diskussion von Dr. Francesco Pisani, Director bei Deloitte und langjähriger Begleiter des Formats. Hansjörg Reick, Senior Director Global Business Development bei Procter & Gamble und Fabienne Fries, Head of Startups Programs bei FUTURY eröffneten die Runde und boten aus Sicht eines Unternehmens und eines Ökosystempartners eine Antwort auf die Frage, wie Unternehmen von einem klaren Bedarf zur passenden externen Lösung kommen. Anschließend gaben stellvertretend für die Sicht eines realen Startup-Corporate-Use-Cases Dennis Kohl, CEO & Founder von Inheaden gemeinsam mit Grahita P. Anggana, Vize President tk accelis Supply Chain Solutions und Davide Sangiuliano, Head of Digital Supply Chain Platform bei tk accelis, einen Einblick darin, wie aus einem ersten Bedarf ein konkretes Projekt wird und was eine solche Zusammenarbeit belastbar und nachhaltig macht. Die Perspektive von Kapitalgebern und Business Angels brachten abschließend Ricarda Cramer, Geschäftsführerin der Business Angels FrankfurtRheinMain, gemeinsam mit Felix Hamann, Geschäftsführer der Business Angels Mittelhessen. Sie diskutierten darüber, wie aus einer Lösung ein tragfähiges, investierbares Wachstumsmodell wird. Die Diskussion führte zu drei zentralen Erkenntnissen:

  1. Innovation beginnt nicht bei der Idee, sondern bei einem klar benannten Bedarf.
  2. Wirkung entsteht dort, wo Unternehmen, Startups und Kapital Verantwortung übernehmen – jeweils aus ihrer Rolle heraus.
  3. Skalierung gelingt dann, wenn Bedarf, Umsetzung und Investierbarkeit zusammenkommen

In bereits guter Tradition stellten im darauf folgenden Programmpunkt zwei herausragende Vernetzerinnen des Ökosystems – Elisabeth Neumann, Projektleiterin Hessischen Gründerpreis (Partner der Veranstaltung), und Carola Heyn-Benedikt, Innovationsmanagerin beim Innovations- & Gründungszentrum HIGHEST der TU Darmstadt 13 Frische Impulse aus dem Ökosystem vor. In kurzen Pitches präsentierten Startups, die bislang noch nicht Mitglied im Verband sind, ihre innovativen Ideen. Auch hier nutzten die Gründerinnen und Gründer die Gelegenheit, einen starken Eindruck bei der Industrie zu hinterlassen und das HESSENMETALL-Netzwerk kennenzulernen.

Den Abschluss des Bühnenprogramms bildete das Panel „Resilience Drives Innovation“. Unter der Moderation von Frank Christian Sprengel, Subject Matter Expert Defense, diskutierten die Teilnehmenden, warum Resilienz zunehmend zu einem Innovations- und Wettbewerbsfaktor für Unternehmen wird. Zu Beginn ordnete Ulf Häußler, Ministerialrat im Bundesministerium der Verteidigung, die wachsende Bedeutung von Innovationen im sicherheitsrelevanten Umfeld und die Anforderungen an eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit öffentlichen Bedarfsträgern ein. Anschließend zeigte Ansgar Kadura, CSO & Co-Founder von Wingcopter, das Potenzial von Dual-Use-Technologien für zivile und sicherheitsnahe Anwendungen auf. Darauf folgend erläuterte Sven Steingräber, CSO von ARGUS Interception, die industriellen Einsatzmöglichkeiten sicherheitsrelevanter Technologien. Stéphane Foulard, CEO von COMPREDICT, sprach im Anschluss über die Übertragbarkeit von Dual-Use-Technologien auf unterschiedliche Anwendungsfelder. Andreas Höher, Geschäftsleitung Defense & Aerospace bei msg systems, beleuchtete anschließend die Integration und Skalierung neuer Technologien in industriellen Prozessen. Den Abschluss machte Michael Zeber, Partner bei Sentris Capital, mit Einblicken in die Anforderungen von Investoren an technologieorientierte Unternehmen. Als zentrales Fazit des Panels blieb festzuhalten:

  1. Resilienz entwickelt sich zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor
  2. Dual-Use-Technologien eröffnen neue Chancen für Industrie und Wirtschaft
  3. Der Erfolg innovativer Lösungen hängt maßgeblich davon ab, Technologie, konkreten Bedarf, Kapital und Umsetzung zusammenzuführen.

Abschließend wurde bei leckerem Essen und kühlen Getränken bis in den späten Abend in der StartXPO genetzwerkt.

Wir danken Procter & Gambel ganz herzlich für die wunderbare Gastfreundschaft und allen Beteiligten für ein hochspannendes Event bei herausfordernden Temperaturen.

Auf Wiedersehen bei SXHM2027!

Porträt von Katja Farfan
Katja Farfan

Leiterin Digitales, Technologietransfer und Startups

Porträt von Lisanne Müller
Lisanne Müller

Referentin Digitales, Technologietransfer und Startups