Rückblick: InnovationsRadar 2026

Robotik & Autonome Systeme sowie Frühphasen-Finanzierungsoptionen

Innovationen brauchen Industrie und Kapital // HESSENMETALL und Business Angels FrankfurtRheinMain vernetzen Startups, Industrie und Investoren

Frankfurt am Main. Robotik, Künstliche Intelligenz und autonome Systeme verändern Produktion und industrielle Wertschöpfung. Wie neue Technologien schneller in die industrielle Anwendung gelangen und zugleich das notwendige Wachstumskapital finden können, stand im Mittelpunkt des InnovationsRadars „Robotik & Autonome Systeme“ am 22. Oktober 2026 im Haus der Wirtschaft Hessen. HESSENMETALL und die Business Angels FrankfurtRheinMain brachten dafür Technologie-Startups, Unternehmen der Metall-, Elektro- und IT-Industrie sowie Investoren zusammen.

„Robotik und autonome Systeme werden darüber mitbestimmen, wie wettbewerbsfähig unsere Industrie in den kommenden Jahren bleibt. Entscheidend ist, neue Technologien nicht nur zu beobachten, sondern sie schneller in Produktion, Logistik und industrielle Prozesse zu bringen. Startups können dabei wichtige Impulse geben, weil sie neue Lösungswege entwickeln und sehr konkret an technologischen Herausforderungen arbeiten“, sagte Thomas Frey, Geschäftsführer HESSENMETALL Rhein-Main

Kineticad, Telekinesis AI, Wingcopter und InMotion Robotic präsentierten Lösungen für automatisierte Fertigungsplanung, Robotik, Drohnentechnologie und autonome industrielle Systeme. Pilotarc, Klag Robotics, Panacular AI und AutonomIQ zeigten Technologien vom industriellen Plasmaschneiden und der KI-gestützten Robotik mit optischer Prüfung über multimodale KI auf Edge-Geräten bis zur KI-basierten CAM-Software für die CNC-Fertigung.

Das InnovationsRadar verband dabei zwei Perspektiven, die für erfolgreichen Technologietransfer zusammengehören: industrielle Vernetzung und Kapitalvernetzung. Industrieunternehmen erhielten Einblicke in neue Lösungen und mögliche Kooperationspartner. Die Startups konnten ihre Technologien mit potenziellen Anwendern diskutieren und Kontakte zu strategischen sowie Finanzinvestoren knüpfen.

Heike Spiller, Vorstand Business Angels FrankfurtRheinMain:„Damit technologieintensive Startups wachsen und ihre Innovationen in den Markt bringen können, braucht es mehr als eine gute Technologie. Entscheidend ist vor allem der Zugang zu Kapital und zu Investoren, die sowohl die technologischen Herausforderungen als auch die Anforderungen der industriellen Skalierung verstehen. Wenn Kapitalgeber frühzeitig mit Startups und potenziellen Industriepartnern zusammenkommen, entstehen die Voraussetzungen, um aus innovativen Ansätzen erfolgreiche industrielle Anwendungen zu entwickeln.“

Prof. Dr. Oskar von Stryk von der TU Darmstadt ordnete KI-Robotik und autonome Systeme als nächste Entwicklungsstufe der Industrie 4.0 ein. Neben den Technologie- und Investment-Showcases beleuchtete die Veranstaltung auch Beteiligungschancen und Kooperationsmodelle für Corporate Venture Capital. Philipp Weber, Partner bei Momentum, zeigte in seinem Impuls auf, welche Kooperationsmodelle Unternehmen und Startups nutzen können und welche Beteiligungsmöglichkeiten sich daraus ergeben. Der direkte Austausch bot Raum für Gespräche über Anwendungen, Pilotprojekte, Kooperationen und Beteiligungen.

„Für ein Technologie-Startup ist der direkte Austausch mit der Industrie enorm wertvoll. Entscheidend ist nicht nur, eine leistungsfähige Technologie zu entwickeln, sondern genau zu verstehen, wo sie im industriellen Alltag konkreten Nutzen schafft. Der Kontakt zu Unternehmen und Investoren kann aus einer guten Technologie eine skalierbare industrielle Lösung machen“, sagte Henrik Klag, Geschäftsführer, Klag Robotics GmbH.

Porträt von Katja Farfan
Katja Farfan

Leiterin Digitales, Technologietransfer und Startups

Linda Brocke

Referentin Digitales, Technologietransfer und Startups