Finanzpolitische Prioritäten 2025 im Zeichen von Sicherheit, Modernisierung und Transformation
Fördermittel für größeres Wachstum und eine stärkere Wirtschaft
Der Entwurf für den Bundeshaushalt 2025 liegt auf dem Tisch – und er hat es in sich: Mit Rekordinvestitionen von über 115 Milliarden Euro will die Bundesregierung wichtige Impulse setzen, speziell für für Digitalisierung, Klimaschutz, Bildung, Mobilität und Sicherheit. Das klare Ziel: Wachstum fördern und unsere Wirtschaft langfristig stärken. Diese Entwicklungen bieten auch für Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie neue Chancen, sei es durch direkte Förderprogramme oder durch Beteiligung an Infrastrukturprojekten. Doch noch ist nichts in richtig trockenen Tüchern.
Die Verabschiedung durch Bundestag und Bundesrat ist nach jetzigem Stand für Ende September geplant. Die vorläufige Haushaltsführung gilt bis zur offiziellen Verkündung durch den Bundespräsidenten. Die Bundesregierung schafft mit diesem Maßnahmenpaket neue Impulse – für Innovation, Klimaschutz und wirtschaftliche Stärke. Gerade für mittelständische Unternehmen ergeben sich Möglichkeiten, die es in den nächsten Wochen und Monaten zu erschließen gilt.
Investitionen auf Rekordniveau – wo jetzt investiert wird
Noch nie zuvor hat der Bund so viel in die Zukunft investiert. Der Schwerpunkt der Investitionen liegt auf:
- Moderner Mobilität: Mit über 22 Mrd. € wird der Bahnverkehr modernisiert
- Bildung & Betreuung: 6,5 Mrd. € fließen in Kitas, Schulen und digitale Bildung
- Bezahlbares Wohnen: Mehr als 4 Mrd. € jährlich gehen in den sozialen Wohnungsbau
- Digitalisierung: Breitbandausbau und E-Government erhalten zunächst mindestens 4 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen
- Klimaschutz & Transformation: Der Klima- und Transformationsfonds wird massiv mit insgesamt 100 Milliarden Euro durch eine jährliche Zuweisung in Höhe von 10 Milliarden Euro gestärkt, u.a. für Wasserstoffprojekte und CO2-arme Industrieprozesse
- Verteidigung: Das Etat steigt 2025 auf rund 62,4 Mrd. € und auch europäische Fördermöglichkeiten werden aufgebaut
Fördertipps für sicherheitsnahe Innovationen
Europäischer Verteidigungsfonds – Perspektiven für technologieorientierte Unternehmen und Startups
Das neue Arbeitsprogramm 2025 des Europäischen Verteidigungsfonds (EDF) bietet mit einem Budget von 1,065 Milliarden Euro eine zentrale Förderkulisse für Forschung, Entwicklung und Innovation im Verteidigungsbereich. Das aktuelle Arbeitsprogramm 2025 umfasst 33 Themen in neun Ausschreibungen: von Bodenkampf über Cyberabwehr bis hin zu umweltfreundlichen Technologien. Schwerpunkte sind beispielsweise Projekte zu Cyberverteidigung, Marine- und Unterwasserfähigkeit sowie Sensorsystemen. Besonders interessant für Neueinsteiger: 4% des Budgets sind für "disruptive" Technologien und weitere 6% für innovative Projekte mit Fokus auf KMU reserviert.
Defence Equity Facility – Kapital für innovative Startups
Besonders hervorzuheben ist die gezielte Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) durch das EU Defence Innovation Scheme (EUDIS), das mit 336,6 Millionen Euro dotiert ist. EUDIS bietet KMU und Startups Zugang zu Finanzierungsinstrumenten wie Hackathons, Business-Coaching und einem Business Accelerator, um innovative Ideen in marktfähige Lösungen zu überführen. Die Einreichungsfrist für Projektvorschläge endet am 16. Oktober 2025.
ZIM & KMU-innovativ
Auch zivil ausgerichtete Programme wie das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) oder KMU-innovativ bieten Chancen für sicherheitsnahe oder dual-use-Projekte. ZIM ist technologieoffen: förderfähig sind zivil verwertbare Entwicklungen etwa in Materialtechnik, KI oder Elektronik. Auch KMU-innovativ ermöglicht Förderzugänge in Bereichen wie IT-Sicherheit, Robotik oder digitale Technologien. Klassische Rüstungsprojekte sind ausgeschlossen, aber Anwendungen für kritische Infrastrukturen, Katastrophenschutz oder Resilienz sind relevant.