Bundesprogramme im Überblick
Ein echtes Novum im Bundeshaushalt 2025 ist der sogenannte Wachstumsbooster. Dieses Investitions-Sofortprogramm schafft neue steuerliche Anreize: Unternehmen können bewegliche Wirtschaftsgüter wie Maschinen oder digitale Infrastruktur künftig deutlich schneller abschreiben – bis zu 30 % degressiv, und das befristet bis Ende 2027. Für viele KMU, die in neue Anlagen, Fahrzeuge oder IT investieren wollen, ist das ein handfester Vorteil, da sich Investitionen schneller in der Bilanz bemerkbar machen. Darüber hinaus verändert sich der steuerliche Rahmen insgesamt: Neben dem Wachstumsbooster sind mittelfristig weitere Erleichterungen geplant, etwa eine Senkung der Körperschaftsteuer in Stufen bis hin zu 10 %. Für KMU bedeutet das mehr Planungssicherheit und langfristig niedrigere Steuerlasten – besonders attraktiv für wachstumsorientierte Betriebe.
Auch die Forschungszulage soll attraktiver werden: Die Bemessungsgrundlage steigt ab dem 01.01.2026 von bislang 10 auf künftig 12 Millionen Euro. Für Startups und forschungsintensive Mittelständler soll das mehr Spielraum eröffnen, Personal- und Entwicklungskosten steuerlich geltend zu machen. Meine Erfahrung ist allerdings, dass die Antragstellung gegenüber den Vorjahren deutlich aufwendiger und schwieriger geworden ist. Hier sollten Sie sich Expertise in der Antragstellung hinzuziehen.
Der Klima- und Transformationsfonds (KTF) bleibt das Herzstück der Förderlandschaft, allerdings mit verschobenen Prioritäten. Während manche Zuschüsse – etwa im Gebäudebereich – gekürzt wurden, fließen erhebliche Mittel in Wasserstoffprojekte, CO₂-arme Industrieprozesse und die Energieinfrastruktur. Für Unternehmen in der Metall- und Elektroindustrie eröffnen sich dadurch weiterhin große Chancen, allerdings in einem Umfeld mit deutlich größerem Wettbewerb.
Programme wie die Start-up-Strategie der Bundesregierung oder die WIN-Initiative für mehr Wagniskapital laufen hingegen weiter, wurden aber mit zusätzlichen Budgets ausgestattet und sollen in den kommenden Jahren schrittweise ausgebaut werden. Sie sind also keine völlig neuen Instrumente, wohl aber neu akzentuiert, um den aktuellen Herausforderungen von Finanzierungslücken und Innovationsdruck zu begegnen.
Die Botschaft des Bundes ist klar: Gefördert wird, was Transformation bewirkt. Für KMU und Startups heißt das, dass Projekte einen klaren Bezug zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit oder technologischer Innovation haben müssen, um erfolgreich gefördert zu werden.