Tarifrunde 2026

Die Metall- und Elektro-Industrie braucht wieder eine wirtschaftliche Perspektive am Standort Deutschland. Seit Gründung der Bundesrepublik hat die Branche keine so lange Krise erlebt. Die Produktion liegt inzwischen 15 Prozent unter dem Vorkrisenniveau. Im selben Zeitraum sind bereits 340.000 Arbeitsplätze verloren gegangen – und jeden Monat kommen weitere 10.000 hinzu. Für 2026 droht der M+E-Industrie damit das dritte Rezessionsjahr in Folge.

Hinter dieser Entwicklung steht vor allem ein massives Kostenproblem. Hohe Belastungen durch Energie, Bürokratie, Steuern und Abgaben sowie Arbeitskosten erschweren es vielen Unternehmen, in Deutschland rentabel zu produzieren. Häufig bleiben nur geringe Renditen oder sogar Verluste. Im internationalen Wettbewerb gerät der Standort dadurch zunehmend ins Hintertreffen.

Weltweite Krisen und wachsende Handelsbarrieren verschärfen die Lage zusätzlich. Unter diesen Bedingungen werden Investitionen zurückgestellt, Produktionskapazitäten reduziert und Fertigungsprozesse ins Ausland verlagert oder ganz aufgegeben. Damit gehen auch Arbeitsplätze und industrielle Wertschöpfung verloren.

Wer Beschäftigung sichern und neue Investitionen ermöglichen will, muss dafür sorgen, dass sich Produktion in Deutschland wieder lohnt. Hier kommt der M+E-Tarifrunde 2026 eine entscheidende Bedeutung zu: Die Tarifparteien sind gefordert, in ihrem Verantwortungsbereich verlässliche Lösungen zur Verringerung des Kostendrucks zu vereinbaren. Zugleich muss die Politik die Unternehmen bei Energiekosten, Steuern und Abgaben spürbar entlasten und bürokratische Hürden abbauen.

Die Stärken, auf denen ein erfolgreicher Industriestandort aufbauen kann, sind weiterhin vorhanden: qualifizierte und engagierte Beschäftigte, innovationsstarke Unternehmen mit regionalen Wurzeln und eine bewährte Sozialpartnerschaft. Diese Grundlagen haben uns schon durch schwierige Zeiten getragen. Mit den richtigen Entscheidungen können daraus auch künftig neue Produkte, tragfähige Geschäftsmodelle und sichere Arbeitsplätze entstehen.

Dafür müssen wir jetzt die Kostenbelastung senken und die Wettbewerbsfähigkeit der Produktion stärken. Damit Industrie Zukunft hat.

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Auf der Kampagnenwebsite finden Sie ausführliche Informationen, aktuelle Kennzahlen, Antworten auf häufig gestellte Fragen sowie Videos und weitere Hintergrundinformationen zur Lage der Metall- und Elektro-Industrie.

Zur Kampagne „Damit Industrie Zukunft hat“: https://www.damit-industrie-zukunft-hat.de/

Weiterführende Informationen

Porträt von Peter Hampel
Peter Hampel

Stellv. Hauptgeschäftsführer

Porträt von Patrick Schulze
Patrick Schulze

Geschäftsführer Kommunikation