M+E Konjunkturentwicklung

Wir geben einen Überblick über die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge, Umsätze und Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie und Vergleichsdaten für das Verarbeitende Gewerbe. Es werden in die Datenerhebung der amtlichen Statistik lediglich Industriebetriebe mit 50 und mehr tätigen Personen („Abschneidegrenze“) einbezogen.

Nachfolgend finden Sie grafische Darstellungen der Auftragseingänge, Umsatzentwicklung und Beschäftigungslage nach Monaten sortiert.

1. Quartal 2019

Überblick:

Die Entwicklungslinien für die hessische M+E-Industrie im ersten Quartal 2019 sind überaus zwiespältig ausgefallen: Auf der einen Seite steht die negative Entwicklung des „Zukunftsindikators“ Auftragseingänge, der im Quartalsverlauf besorgniserregende Schwächetendenzen aufgezeigt hat, auf der anderen der seit Jahresbeginn weiterhin positive Verlauf der Umsätze – mit steigender Tendenz. Dabei haben sich bei den Auftragseingängen die Auslandsgeschäfte schlechter, bei den Umsätzen deutlich besser als im Vergleichsquartal des Vorjahres entwickelt. Die Beschäftigung hat im ersten Quartal ihre positive Entwicklung aus dem letzten Jahr fortgesetzt – wenn auch mit einer kontinuierlich zunehmenden Schwächetendenz.

Auftragseingänge:

Die gesamten Auftragseingänge in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie sind im Durchschnitt des ersten Quartals 2019 gegenüber dem ent-sprechenden Vorjahresquartal um 10,9 Prozent zurückgefallen; die Wachstumsschwäche hat sich dabei von Monat zu Monat verstärkt. Allein die Auslandsorders sind im Quartalsdurchschnitt besonders deutlich – um 14,7 Prozent eingebrochen, gleichzeitig hat die Inlandsnachfrage einen Rückgang um 6,5 Prozent gemeldet. Bis auf die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen, die ihr Auftrags-niveau auf dem Stand des entsprechenden Vorjahresquartals gehalten haben, sind aus allen großen M+E-Branchen im Quartalsdurchschnitt Rückgänge gemeldet worden: – an erster Stelle die beiden Schwergewichte Kraftfahrzeughersteller mit einem Minus von 17,5 Prozent und Maschinenbau mit minus 12,4 Prozent.

Umsätze:

Im Gegensatz zu den Auftragseingängen haben sich die hessischen M+E-Umsätze im ersten Quartal 2019 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal positiv entwickelt: sie sind insgesamt um 4,2 Prozent auf monatsdurchschnittlich 5,650 Mrd. € gestiegen. Damit sind im ersten Quartal 2019 insgesamt 16,949 Mrd. € umgesetzt worden. Die Inlandsumsätze haben dabei allerdings lediglich um 0,8 Prozent auf monatsdurchschnittlich 2,274 Mrd. € zugelegt, so dass der Umsatzzuwachs mit ausländischen Geschäftspartnern um 6,7 Prozent auf monatsdurchschnittlich 3,375 Mrd. € für das positive Gesamtergebnis ausschlaggebend gewesen ist. Die Exportquote ist damit im Quartalsdurchschnitt auf 59,7 Prozent gestiegen – sie hat zuletzt sogar die 60-Prozent-Schwelle überschritten.

Beschäftigung:

Im Durchschnitt des ersten Quartals 2019 haben die Unternehmen der hessi-schen M+E-Industrie mit knapp 219.120 Personen um 0,5 Prozent oder 1.110 Mitarbeiter mehr als im ersten Quartal 2018 beschäftigt. Damit hat sich die insgesamt positive Beschäftigungsentwicklung des vergangenen Jahres auch zu Beginn des Jahres 2019 weiter deutlich abgeschwächt.

März 2019

Im März 2019 sind die Wirtschaftsdaten in der hessischen M+E-Industrie insgesamt geprägt gewesen von weiteren – mittlerweile zweistelligen – Einbrüchen beim „Zukunftsindikator“ Auftragseingänge. Dennoch haben sich die Umsätze erholt: deutliche Impulse sind hierbei insbesondere aus dem Ausland zu verzeichnen gewesen. Die Zuwachsraten bei der M+E-Beschäftigung bewegen sich mittlerweile nur noch knapp über der Null-Linie.

Auftragseingang:
Im März 2019 ist die seit Mitte letzten Jahres anhaltende preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Gütern der hessischen M+E-Industrie mit einem Minus von 17,2 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat weiter deutlich zurückgegangen. Dabei ist insbesondere die Auslandsnachfrage um 19,8 Prozent eingebrochen. Aber auch die Inlandsaufträge haben mit ihrem ebenfalls zweistelligen Minus um 14,2 Prozent zu diesem Ergebnis beigetragen. Im März 2019 haben alle großen M+E-Branchen Auftragsverluste zu verkraften gehabt: Allen voran der Maschinenbau mit einem Rückgang um 18,5 Prozent, gefolgt von den Kraftfahrzeugherstellern mit 15,4 Prozent und der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 11,8 Prozent – alle geprägt von einem drastischen Einbruch der Auslandsnachfrage. Im einstelligen Negativ-Feld bewegen sich die Hersteller von Metallerzeugnissen mit 9,6 Prozent, die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 6,3 Prozent und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit einem Rückgang von 2,8 Prozent.






Umsatz:
Trotz der Einbrüche bei den Auftragseingängen haben sich die M+E-Umsätze im März 2019 seit Jahresbeginn weiter erholt: Insgesamt melden die hessischen M+E-Unternehmen ein Vorjahres-Plus von 6,6 Prozent auf 6,193 Mrd. €. Getragen wird diese Entwicklung erneut von den Auslandsumsätzen, die um 9,9 Prozent auf 3,778 Mrd. € gestiegen sind. Die Inlandsumsätze haben ihren Vorjahresstand mit 2,415 Mrd. € um 1,9 Prozent übertroffen. Die M+E-Exportquote hat im März 2019 mit 61,0 Prozent den höchsten Monats-Wert der vergangen Jahre erreicht. Unter den großen M+E-Branchen hat erneut die Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem Umsatz-Plus von 49,1 Prozent einen ungewöhnlich hohen Zuwachs erzielt. Entgegen ihrer Auftragsentwicklung haben der Maschinenbau um 5,5 Prozent und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen um 2,4 Prozent über ihren Vorjahresergebnissen gelegen. Die Kraftfahrzeughersteller haben dagegen ihre Vorjahresumsätze um 0,9 Prozent verfehlt. Bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen ist diese Lücke mit einem Minus von 1,6 Prozent noch größer ausgefallen und die Hersteller von Metallerzeugnissen haben um 6,8 Prozent unter ihrem Vorjahresstand gelegen.








Beschäftigung:
Auch im März 2019 hat die hessische M+E-Industrie ihre Beschäftigtenzahl steigern können; allerdings lediglich noch um 0,2 Prozent auf 219.175 Personen – und damit um den schwächsten Wert seit Anfang 2017. Dennoch sind damit um 460 M+E-Beschäftigte mehr als vor einem Jahr registriert worden. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr hatte die Zuwachsrate noch bei 2,3 Prozent gelegen. Überdurchschnittlich ausgefallen ist der Beschäftigungszuwachs mit 4,0 Prozent im Maschinenbau, mit 2,0 Prozent bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie mit 0,8 Prozent in der Metallerzeugung. Bei den Kraftfahrzeugherstellern – bisher an der Spitze der Beschäftigungszuwächse – ist die Beschäftigung dagegen deutlich um 2,5 Prozent zurückgegangen.





Februar 2019

Auftragseingang:

Im Februar 2019 ist die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Gütern der hessischen M+E-Industrie mit einem Minus von 8,6 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat weiter erheblich zurückgegangen. Mit einem zweistelligen Einbruch um 14,4 Prozent hat dabei insbesondere die Auslandsnachfrage zu diesem Negativ-Ergebnis beigetragen. Aber auch die Inlandsaufträge sind um 2,1 Prozent rückläufig gewesen. Neben dem vergleichsweise kleinen und volatilen Sonstigen Fahrzeugbau sind es lediglich die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit einem inlandsdominierten Zuwachs von 2,8 Prozent und die Hersteller von Metallerzeugnissen mit einer Zunahme von 2,1 Prozent gewesen, die gegenüber dem Vorjahr ihre Auftragseingänge insgesamt verbessert haben. Mit einem Minus von 5,9 Prozent führt die Metallerzeugung und -bearbeitung die Liste der M+E-Branchen mit Auftragsrückgängen an, gefolgt vom Maschinenbau mit minus 11,1 Prozent, den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit einem Rückgang von 14,8 Prozent und den Kraftfahrzeugherstellern mit einem dramatischen Nachfrageeinbruch von 20,7 Prozent – vor allem wegen einer um mehr als ein Viertel niedrigeren Auslandsnachfrage.





Umsatz:

Entgegen der negativen Entwicklung des „Zukunftsindikators“ Auftragseingänge haben sich die Umsätze im Februar 2019 seit Jahresbeginn weiter erholt: Insgesamt melden die hessischen M+E-Unternehmen ein Vorjahres-Plus von 3,1 Prozent auf 5,367 Mrd. €. Getragen wird diese Entwicklung von den Auslandsumsätzen, die um 6,2 Prozent auf 3,148 Mrd. € gestiegen sind. Die Inlandsumsätze haben dagegen ihren Vorjahresstand mit 2,219 Mrd. € um 1,1 Prozent verfehlt. Die M+E-Exportquote hat im Februar 2019 bei 58,7 Prozent gelegen. Unter den großen M+E-Branchen hat erneut lediglich die Metallerzeugung und -bearbeitung ein nennenswertes Plus von 20,9 Prozent erzielt. Entgegen ihrer Auftragsentwicklung haben die Kraftfahrzeughersteller – trotz einbrechender Inlandsgeschäfte – noch immer um insgesamt 4,6 Prozent zunehmende Umsätze gemeldet. Auch die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen haben ihre Umsätze um 2,2 Prozent verbessern können. Dagegen sind die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen leicht um 0,2 Prozent unter ihrem Vorjahresstand geblieben. Auch der Maschinenbau hat mit einem Rückgang von 1,1 Prozent sein Vorjahres-Ergebnis nicht erreichen können und bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ist das Minus mit 2,7 Prozent noch deutlicher ausgefallen.





Beschäftigung:

Nach wie vor – so auch im Februar 2019 – verzeichnet die hessische M+E-Industrie eine positive Beschäftigungsentwicklung – allerdings mit deutlich rückläufigen Zuwächsen: So sind zuletzt mit 219.150 lediglich noch um 0,4 Prozent mehr Beschäftigte als vor einem Jahr registriert worden. Zur Erinnerung: Vor einem Jahr hatte die Zuwachsrate noch bei 2,7 Prozent gelegen. Überdurchschnittlich ausgefallen ist der Beschäftigungszuwachs mit 4,0 Prozent im Maschinenbau, mit 1,8 Prozent in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 1,7 Prozent bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie mit 1,2 Prozent bei den Herstellern von Metallerzeugnissen. Bei den Kraftfahrzeugherstellern – Treiber bisheriger Beschäftigungszuwächse – ist die Beschäftigung dagegen deutlich um 2,9 Prozent zurückgegangen.





Januar 2019

Zum Jahresauftakt haben die Unternehmen in der hessischen M+E-Industrie mit einer anhaltenden Nachfrageschwäche zu kämpfen gehabt; insbesondere die Auslandsaufträge sind deutlich rückläufig gewesen. Die Umsätze haben sich dagegen wieder erholt – dabei haben vor allem die guten Auslandsgeschäfte den Ausschlag gegeben. Die M+E-Beschäftigungszuwächse sind allerdings deutlich schwächer ausgefallen.

Auftragseingang:

Im Januar 2019 ist die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Gütern der hessischen M+E-Industrie mit einem Minus von 5,8 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat erheblich zurückgefallen. Mit einem besonders heftigen Einbruch um 9,2 Prozent hat dabei die Auslandsnachfrage zu diesem Negativ-Ergebnis beigetragen. Auch die Inlandsaufträge sind gleichzeitig um 1,8 Prozent rückläufig gewesen. Lediglich die Metallerzeugung und -bearbeitung hat mit einem zweistelligen Plus von 13,3 Prozent ihr Vorjahresniveau deutlich verbessern können; bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sind die Auftragseingänge um 1,2 Prozent gestiegen und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen haben ihren Vorjahresstand leicht um 0,4 Prozent überschritten. Die anderen großen M+E-Branchen haben dagegen negative Ergebnisse gemeldet: Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen sind die Aufträge um 5,2 Prozent zurückgegangen, im Maschinenbau um 6,0 Prozent. Bei den Kraftfahrzeugherstellern ist die Nachfrage – vor allem wegen einer um ein Viertel niedrigeren Auslandsnachfrage – um 16,6 Prozent eingebrochen.



Umsatz:

Die Entwicklung der Umsätze hat sich dagegen zum Jahresauftakt etwas aufgehellt: Insgesamt melden die hessischen M+E-Unternehmen ein Plus von 2,7 Prozent auf 5,388 Mrd. €. Dabei haben die Auslandsumsätze um 3,5 Prozent auf 3,199 Mrd. €, die Inlandsumsätze um 1,6 Prozent auf 2,189 Mrd. € zugenommen. Die M+E-Exportquote hat im Januar 2019 mit 59,4 Prozent erneut knapp unter der 60-Prozent-Schwelle gelegen. Unter den großen M+E-Branchen hat lediglich die Metallerzeugung und -bearbeitung ein nennenswertes Plus von 19,3 Prozent erzielt. Die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben sich mit 4,9 Prozent ebenfalls im positiven Bereich positioniert, bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ist der Anstieg mit 0,4 Prozent allerdings nur sehr knapp ausgefallen. Der Maschinenbau hat sein Vorjahresergebnis dagegen um 0,8 Prozent verfehlt, bei den Kraftfahrzeugherstellern sind die Vorjahresumsätze um 1,3 Prozent zurückgegangen und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen haben um 1,5 Prozent unter ihrem Vorjahresergebnis gelegen.





Beschäftigung:

Auch im Januar 2019 hat die Beschäftigung in der hessischen M+E-Industrie weiter zugenommen: – sie ist aber im Vorjahresvergleich lediglich noch um 0,9 Prozent auf fast 219.030 Personen gestiegen – der niedrigste Wert seit Mitte 2017. Gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat sind dennoch über 2.000 Personen mehr beschäftigt gewesen. Überdurchschnittlich ausgefallen ist der Beschäftigungszuwachs mit 4,5 Prozent im Maschinenbau, mit 2,3 Prozent bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen, mit 2,0 Prozent in der Metallerzeugung und -bearbeitung und mit jeweils 1,5 Prozent bei den Herstellern von Metallerzeugnissen und den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen. Bei den Kraftfahrzeugherstellern ist die Beschäftigung dagegen deutlich um 2,6 Prozent zurückgegangen.





4. Quartal/Jahr 2018

Im Verlauf des Jahres 2018 hat die wirtschaftliche Entwicklung in der hessischen Metall- und Elektroindustrie einen deutlichen Dämpfer erfahren. Bereits in der zweiten Jahreshälfte, aber insbesondere im vierten Quartal sind zunächst die Auftragseingänge und in der Folge die Umsätze eingebrochen. Die Beschäftigung als „nachlaufender Indikator“ hat sich dagegen zunächst weiter auf dem bereits im Vorjahr eingeschlagenen Wachstumspfad bewegt; auch hier sind allerdings zum Jahresende rückläufige Steigerungsraten zu beobachten gewesen.

Auftragseingänge:

Im Durchschnitt des vierten Quartals 2018 haben die Auslandsaufträge in der hessischen M+E-Industrie mit einem zweistelligen Minus von 14,6 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahres­quartal die Inlandsnachfrage – mit einem moderateren Rückgang von 2,9 Prozent – erheblich unterschritten, so dass die gesamten preisbereinigten Auftragseingänge um 9,2 Pro­zent unter ihrem Vorjahreswert gelegen haben.

Wegen der hohen Steigerungsraten zu Beginn des Jahres haben die preisbereinigten Auftrags­eingänge insgesamt im Jahresdurchschnitt 2018 noch leicht – um 0,7 Prozent – über ihrem Vorjahresdurchschnitt gelegen. Dies ist vor allem der Nachfrage aus dem Ausland zu verdanken, die noch mit einem Plus von 1,5 Prozent über ihrem Vorjahresniveau gelegen hat. Die ent­sprechende Inlandsnachfrage hat sich dagegen im Jahresverlauf schwächer entwickelt und ihren Vorjahresstand um 0,4 Prozent verfehlt.



Umsätze:

Nachdem die M+E-Umsätze zu Beginn des vierten Quartals 2018 noch zweistellige Wachstums­werte ausgewiesen hatten, sind sie bis zum Quartalsende deutlich rückläufig gewesen: Dennoch haben sie im Quartalsdurchschnitt im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum noch um insgesamt 4,1 Prozent auf 17,441 Mrd. € (monatsdurchschnittlich: 5,814 Mrd. €) zulegen können. Dabei haben die Steigerungsraten der Auslandsgeschäfte mit einem Plus von 4,9 Prozent auf 10,381 Mrd. € (monatsdurchschnittlich: 3,460 Mrd. €) dominiert. Die entsprechenden Inlandsumsätze sind dage­gen mit 7,059 Mrd. € (monatsdurchschnittlich: 2,253 Mrd. €) lediglich um 3,0 Prozent gestiegen. Die Exportquote hat im Quartalsdurchschnitt bei 59,5 Prozent gelegen.

Nach einem kräftigen Start in den ersten beiden Quartalen 2018 hat die Umsatzentwicklung für die hessischen M+E-Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte erkennbar nachgelassen. Auch bei diesem Indikator sind die Umsätze mit ausländischen Geschäftspartnern mit einem Plus von 9,2 Prozent auf 38,190 Mrd. € ausschlaggebend für das noch immer gute Gesamtbild im Jahr 2018 gewesen, denn die Inlandsumsätze haben lediglich um 2,2 Prozent auf 27,671 Mrd. € zuge­nommen. Insgesamt sind damit im Jahr 2018 von den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie 65,861 Mrd. € umgesetzt worden – ein Plus von 6,2 Prozent. Die M+E-Exportquote ist im Jahres­durchschnitt erneut deutlich auf 58,0 Prozent gestiegen (Vorjahresstand: 56,4 Prozent).





Beschäftigung:

Auch die Beschäftigungsentwicklung in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie ist im vierten Quartal 2018 gekennzeichnet gewesen von rückläufigen Tendenzen. Trotz der zum Quartalsende zurückgehenden Steigerungsrate ist insgesamt noch ein Vorjahres-Plus von 1,6 Pro­zent auf durchschnittlich über 220.320 M+E-Mitarbeiter erreicht worden.

Die Beschäftigtenentwicklung in der hessischen M+E-Industrie ist im Jahresverlauf 2018 geprägt von deutlichen Zuwächsen am Jahresanfang (höchster Wert im Februar 2018: plus 2,8 Prozent) und im Anschluss kontinuierliche Rückgänge der Steigerungsraten. Im Jahresdurchschnitt 2018 sind damit knapp 219.400 M+E-Mitarbeiter beschäftigt gewesen – 2,0 Prozent mehr als im Jahr 2017.





Dezember 2018

Die bereits in den letzten Monaten deutlichen Abschwung-Tendenzen in der hessischen M+E-Industrie haben sich im Dezember 2018 fortgesetzt: Sowohl die Auftragseingänge als auch die Umsätze sind deutlich rückläufig gewesen. Bei beiden Indikatoren sind es insbesondere die Auslandsgeschäfte gewesen, die ihren Vorjahresstand nicht mehr erreicht haben. Die M+E-Beschäftigung entwickelt sich dagegen nach wie vor positiv, hat aber in ihrer Dynamik deutlich nachgelassen.

Auftragseingang:

Insgesamt ist die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Gütern der hessischen M+E-Industrie im Dezember 2018 mit einem Minus von 7,1 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat erheblich zurückgefallen. Einen besonders heftigen Einbruch hat dabei die Auslandsnachfrage mit einem Minus von 10,9 Prozent erlebt. Auch die Inlandsaufträge sind gleichzeitig um 2,7 Prozent rückläufig gewesen. Bis auf den vergleichsweise kleinen und besonders volatilen Sonstigen Fahrzeugbau mit einem außergewöhnlichen Plus von 141,0 Prozent haben alle großen hessischen M+E-Branchen ihr Vorjahresniveau verfehlt: Den härtesten Einbruch hat im Dezember 2018 die Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem Minus von 31,0 Prozent zu verkraften gehabt, gefolgt von den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit minus 20,9 Prozent und dem Maschinenbau, der um 18,2 Prozent weniger Aufträge gemeldet hat. Ebenfalls zweistellig sind die Auftragsrückgänge bei den Herstellern von Metallerzeugnissen mit 17,5 Prozent und den Kraftfahrzeugherstellern mit 11,9 Prozent ausgefallen; die Hersteller elektrischer Ausrüstungen haben einen Rückgang von 4,2 Prozent verbucht.



Umsatz:

Die Entwicklung der Umsätze ist den Vorgaben aus den rückläufigen Auftragseingängen gefolgt: Im Dezember 2018 haben die Unternehmen in der hessischen M+E-Industrie im Vorjahresvergleich insgesamt mit 5,192 Mrd. € um 5,1 Prozent weniger umgesetzt. Dabei haben die Auslandsumsätze um 5,7 Prozent auf 3,102 Mrd. €, die Inlandsumsätze um 4,3 Prozent auf 2,090 Mrd. € nachgegeben. Die M+E-Exportquote hat im Dezember 2018 mit 59,7 Prozent knapp unter der 60-Prozent-Schwelle gelegen. Unter den großen M+E-Branchen hat lediglich die Metallerzeugung und -bearbeitung ein – wenn auch geringes – Plus von 0,6 Prozent erzielt. Bei den Kraftfahrzeugherstellern sind dagegen die Vorjahresumsätze um 0,7 Prozent unterschritten worden, die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben ein Minus von 3,7 Prozent gemeldet, bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ist der Rückgang mit 3,9 Prozent noch etwas stärker ausgefallen. Die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen haben mit 8,2 Prozent unter ihrem Vorjahresergebnis gelegen und der Maschinenbau hat sogar einen Rückgang um 19,3 Prozent zu verkraften gehabt.







Beschäftigung:

Auch im Dezember 2018 hat die Beschäftigung in der hessischen M+E-Industrie weiter zugenommen: – sie ist im Vorjahresvergleich um 1,5 Prozent auf fast 219.400 Personen gestiegen. Dies bedeutet allerdings die niedrigste Steigerungsrate dieses Jahres. Gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat sind dennoch mehr als 3.250 Personen mehr beschäftigt gewesen. Überdurchschnittlich ist der Beschäftigungszuwachs mit 4,2 Prozent bei den Herstellern von Metallerzeugnissen ausgefallen. Aber auch der Maschinenbau hat sein Personal um 3,5 Prozent und die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 2,3 Prozent aufstocken können. Die Metallerzeugung und -bearbeitung hat einen Beschäftigungszuwachs von 2,1 Prozent und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen von 1,7 Prozent gemeldet. Bei den Kraftfahrzeugherstellern – monatelang „Beschäftigungslokomotive“ – ist die Beschäftigung dagegen um 1,6 Prozent zurückgegangen.





November 2018

Auftragseingang:

Mit einem Einbruch von insgesamt 16,3 Prozent sind die preisbereinigten Auftragseingänge in der hessischen M+E-Industrie im November 2018 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat deutlich rückläufig gewesen. Ausschlaggebend für diesen höchsten Rückgang in diesem Jahr sind mit einem Minus von 23,6 Prozent die Auslandsbestellungen gewesen. Aber auch die Inlandsnachfrage hat mit minus 8,0 Prozent deutlich unter ihrem Vorjahresniveau gelegen. Zwei der großen hessischen M+E-Branchen haben dennoch Zuwachsraten erzielt: angeführt von den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 14,1 Prozent, gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 12,6 Prozent. Bereits die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben jedoch mit einem zweistelligen Minus von 10,5 Prozent ihr Vorjahresniveau deutlich unterschritten. Noch heftiger hat es die Hersteller von Metallerzeugnissen mit einem Vorjahresminus von 13,7 Prozent getroffen. Die beiden Branchen-Schwergewichte Kraftfahrzeughersteller und Maschinenbau sind sogar um 26,8 Prozent bzw. 29,8 Prozent eingebrochen; in beiden Fällen sind sowohl die Inlands- als auch die Auslandsbestellungen drastisch zurückgefahren worden.



Umsatz:

Die im November 2018 in der hessischen M+E-Industrie erzielten Umsätze haben insgesamt 6,082 Mrd. € erreicht und damit ihren Vorjahresstand knapp verfehlt. Dabei sind die Umsätze mit dem Inland mit 2,545 Mrd. € noch leicht um 0,6 Prozent gestiegen, die Auslandsumsätze haben aber mit 3,536 Mrd. € um 0,4 Prozent unter ihrem Vorjahresstand gelegen; – allein die Umsätze innerhalb der Eurozone sind allerdings um 3,3 Prozent höher ausgefallen. Die Exportquote hat mit 58,1 Prozent wieder unter der noch im Vormonat überschrittenen 60-Prozent-Linie gelegen. Neben dem vergleichsweise kleinen und sehr volatilen Sonstigen Fahrzeugbau mit einem Plus von 46,4 Prozent hat lediglich die Metallerzeugung und -bearbeitung mit 45,3 Prozent deutliche Umsatzzuwächse im Vorjahresvergleich gemeldet. Die beiden großen M+E-Branchen Maschinenbau und Fahrzeugbau sind dagegen jeweils um 11,7 Prozent unter ihrem Vorjahresergebnis geblieben. Die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen bilden mit einem Minus von 12,5 Prozent das Schlusslicht der Umsatzrückgänge in der hessischen M+E-Branche.





Beschäftigung:

Die Beschäftigungsentwicklung in der hessischen M+E-Industrie hat ihren Wachstumstrend der letzten Monate auch im November 2018 ungebrochen fortgesetzt: Mit mehr als 220.580 Personen sind um 1,6 Prozent mehr als vor einem Jahr beschäftigt gewesen – ein Plus von fast 3.400 Personen. Überdurchschnittliche Wachstumsraten haben mit einem Plus von 4,1 Prozent erneut die Hersteller von Metallerzeugnissen gemeldet, gefolgt mit jeweils 2,9 Prozent von der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie dem Maschinenbau; die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben einen um 2,7 Prozent höheren Beschäftigungsstand gemeldet und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen haben 1,9 Prozent mehr Personen beschäftigt. Dagegen ist die Beschäftigung bei den Kraftfahrzeugherstellern um 1,3 Prozent niedriger als vor einem Jahr ausgefallen.







Hinweis: Alle Werte beziehen sich auf Betriebe mit mindestens 50 tätigen Personen.

Oktober 2018

Auftragseingang:

Mit einbrechenden Auslandsaufträgen und einer dadurch bedingten rückläufigen Gesamtnachfrage sind die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie in das vierte Quartal 2018 gestartet. Sowohl die Inlands- als auch die Auslandsumsätze sind dagegen im Oktober 2018 – nach dem Einbruch im Vormonat – zweistellig gestiegen und die M+E-Beschäftigung entwickelt sich weiter auf einem stabilen Wachstumspfad.

Im Oktober 2018 ist vor allem die um 7,8 Prozent deutlich rückläufige Auslandsnachfrage Ursache für das negative Vorzeichen der gesamten Auftragseingänge gewesen: – so hat dieser „Zukunftsindikator“ sein Vorjahresniveau um 3,0 Prozent verfehlt. Die um 2,3 Prozent gestiegenen Inlandsaufträge haben den Gesamtverlust demnach nicht verhindern können. Unter den großen hessischen M+E-Branchen haben – neben dem (relativ kleinen und sehr volatilen) Sonstigen Fahrzeugbau mit 46,4 Prozent – vor allem die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit einem – trotz negativer Auslandsentwicklung – zweistelligen Plus von 12,2 Prozent ein hervorragendes Ergebnis erzielt, gefolgt von den Herstellern von Metallerzeugnissen mit 6,9 Prozent und den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 3,0 Prozent. Die Kraftfahrzeughersteller sind dagegen mit einem Minus von 11,8 Prozent ebenso zweistellig ins Minus gerutscht wie der Maschinenbau und die Metallerzeugung und -bearbeitung mit jeweils minus 14,3 Prozent. Damit haben die drei größten M+E-Branchen deutliche Auftragsverluste gemeldet und somit das Gesamtergebnis negativ beeinflusst.



Umsatz:

Der Oktober 2018 hat – nach dem Rückgang im Vormonat – wieder zweistellige Umsatz-Wachstumsraten für die hessische M+E-Industrie ausgewiesen. Dabei haben sowohl die Inlandsumsätze mit einem Plus um 13,4 Prozent auf 2,424 Mrd. € als auch die Geschäfte mit ausländischen Partnern mit 22,3 Prozent auf 3,743 Mrd. € ihre jeweiligen Vorjahresstände deutlich übertroffen. Die Gesamtumsätze sind damit um 18,7 Prozent auf 6,167 Mrd. € gestiegen. Mit 60,7 Prozent hat die M+E-Exportquote im Oktober 2018 zum zweiten Mal in diesem Jahr die 60-Prozent-Schwelle überschritten. Dabei haben alle großen hessischen M+E-Branchen ihre Vorjahresergebnisse übertreffen können: – am deutlichsten die Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem ungewöhnlich hohen Plus von 79,9 Prozent, das vor allem von einem kräftigen Anstieg der Auslands-Umsätze ausgelöst worden ist. Aber auch der Maschinenbau hat mit einem deutlichen Anstieg seiner Umsätze um 21,9 Prozent zu dem guten Gesamtergebnis beigetragen – ebenso wie die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit 19,1 Prozent und die Hersteller von Metallerzeugnissen mit 11,7 Prozent. Die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben mit einem Plus von 9,1 Prozent eine zweistellige Steigerungsrate knapp verfehlt während die Kraftfahrzeughersteller mit einem Plus um 1,0 Prozent nur leicht über ihrem Vorjahresergebnis gelegen haben.





Beschäftigung:

Auch im Oktober 2018 hat die stabile M+E-Beschäftigungsentwicklung angehalten: mit 220.450 Personen sind – wie bereits im Vormonat – um 1,6 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat beschäftigt gewesen – und damit 3.450 M+E-Beschäftigte mehr als vor einem Jahr. Überdurchschnittliche Wachstumsraten haben mit einem Plus von 4,7 Prozent erneut die Hersteller von Metallerzeugnissen gemeldet, gefolgt vom Maschinenbau mit 2,5 Prozent und der Metallerzeugung und -bearbeitung sowie den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit jeweils 2,4 Prozent und den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 2,3 Prozent. Die Kraftfahrzeughersteller haben im Oktober 2018 dagegen ihre Belegschaften erneut reduziert: – um 1,1 Prozent.





3. Quartal 2018

Überblick:

Seit dem letzten Drittel des vergangenen Jahres sind die wesentlichen Impulse für die Entwicklung der hessischen M+E-Industrie aus dem Ausland gekommen. Nach den Rückgängen der Inlandsaufträge seit dem Ende des zweiten Quartals 2018 hat der „Zukunftsindikator“ Auftragseingänge aber im dritten Quartal sein Vorjahresniveau – wenn auch knapp – verfehlt. In der Folge haben sich auch die Umsätze zunehmend schwächer entwickelt: Trotz des Rückgangs zum Ende des Quartals haben sie aber immer noch ihr Vorjahresergebnis insgesamt leicht übertroffen. Die Beschäftigung hat sich weiterhin stabil entwickelt – wenngleich auch bei diesem „nachlaufenden Indikator“ zum Ende des Quartals rückläufige Steigerungsraten zu beobachten sind. Insgesamt zeigt sich damit im dritten Quartal 2018 eine deutlich nachlassende Wachstumsdynamik bei der Wirtschaftsentwicklung.

Auftragseingänge:

Im Durchschnitt des dritten Quartals 2018 haben die Auftragseingänge in der hessischen M+E-Industrie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal insgesamt ihr Vorjahresniveau knapp um 0,2 Prozent verfehlt. Dabei hat die Auslandsnachfrage immer noch um 6,5 Prozent zugenommen, die Aufträge aus dem Inland sind allerdings deutlich um 7,2 Prozent zurückgefallen. Unter den großen hessischen M+E-Branchen haben lediglich die Hersteller von Metallerzeugnissen einen Anstieg ihrer Auftragseingänge gemeldet – um 3,8 Prozent. Alle anderen liegen z. T. deutlich unter ihrem Vorjahresniveau: So der Maschinenbau um 5,0 Prozent und die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 8,5 Prozent. Die Kraftfahrzeughersteller haben sogar ein Quartals-Minus in Höhe von 18,5 Prozent zu verkraften gehabt.

Umsätze:

Im Vergleich zu den überaus positiven Entwicklungstrends der ersten beiden Quartale hat die Dynamik der Umsatzentwicklung in der hessischen M+E-Industrie im dritten Quartal 2018 deutlich nachgelassen: So haben die Gesamtumsätze mit 0,8 Prozent auf 15,460 Mrd. € (monatsdurchschnittlich: 5,153 Mrd. €) nur noch knapp über ihrem Vorjahreswert gelegen. Dabei haben vor allem die Inlandsumsätze mit einem Anstieg um 5,2 Prozent auf 7,108 Mrd. € (monatsdurchschnittlich: 2,369 Mrd. €) zu dem positiven Gesamtergebnis beigetragen, während die Auslandsumsätze mit einem Verlust von 2,7 Prozent auf 8,353 Mrd. € (monatsdurchschnittlich: 2,784 Mrd. €) ihren Vorjahresstand verfehlt haben. Seit Jahresanfang bis zum Ende des dritten Quartals 2018 hat die hessische M+E-Industrie damit insgesamt Umsätze in Höhe von 48,420 Mrd. € erzielt. Die M+E-Exportquote ist im Quartalsdurchschnitt mit 54,0 Prozent gegenüber den Niveaus der beiden vorangegangenen Quartale deutlich zurückgefallen.

Beschäftigung:

Die bis zu Beginn des dritten Quartals 2018 anhaltende, kontinuierlich positive Entwicklung der Beschäftigten-Anzahl in der hessischen M+E-Industrie hat sich in den letzten beiden Monaten abgeflacht, so dass im Durchschnitt des dritten Quartals 2018 mit 220.141 Personen „lediglich“ noch um 1,9 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal beschäftigt gewesen sind. Die einzelnen Quartalsdurchschnitte zeigen dabei die rückläufigen Zuwächse von 2,4 Prozent (erstes Quartal 2018) und 2,2 Prozent (zweites Quartal 2018) bis zum aktuellen Wert.

September 2018

Trotz steigender Gesamtnachfrage – die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie sehen sich auch im September 2018 mit einer deutlich nachlassenden Dynamik der Wirtschaftsentwicklung konfrontiert: So sind zwar die Auslandsaufträge erneut deutlich – sogar zweistellig – gestiegen, die Inlandsnachfrage zeigt aber gleichzeitig einen drastischen Abwärtstrend auf. Die Umsätze folgen dieser aus den vorangegangenen drei Monaten vorgegebenen Entwicklung dieses „Zukunftsindikators“ mit negativen Vorzeichen – sowohl bei den Inlands- als auch den Auslandsumsätzen. Und auch die M+E-Beschäftigung bleibt nicht von diesen Tendenzen ausgenommen: So melden die meisten M+E-Branchen zwar weitere Beschäftigungszuwächse, die Steigerungsraten sind in den letzten beiden Monaten allerdings insgesamt kontinuierlich zurückgegangen.

Auftragseingang:

Der September 2018 zeigt weiterhin eine deutliche Schwäche bei der Inlandsnachfrage: sie ist im Vorjahresvergleich erneut – wie bereits in den letzten drei Monaten – rückläufig gewesen: um 7,6 Prozent. Anders die Entwicklung der Auslandsaufträge, die sogar zweistellig – um 16,6 Prozent – zugenommen haben. So ist das Vorjahresniveau der Gesamtnachfrage für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie um 5,7 Prozent überschritten worden. Unter den großen hessischen M+E-Branchen hat lediglich der Maschinenbau seine Auftragslage – trotz negativer Inlandsbestellungen – insgesamt um 1,5 Prozent verbessern können. Der Sonstige Fahrzeugbau als kleine und sehr volatile Branche ist – trotz negativer Inlandsbilanz – wegen eines im September gebuchten Großauftrags aus dem Ausland mit einem ungewöhnlich hohen Auftragsplus von insgesamt 532 Prozent aufgefallen und hat damit zu dem positiven Gesamtergebnis der Branche beitragen können. Dagegen sind die Hersteller von Metallerzeugnissen um 3,1 Prozent zurückgefallen, bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen ist das Vorjahresergebnis mit 4,8 Prozent noch stärker verfehlt worden. Auch die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen haben mit einem Rückgang von 6,8 Prozent und die Kraftfahrzeughersteller sogar mit einem Einbruch um 21,6 Prozent kämpfen müssen. Als das Schlusslicht unter den großen M+E-Branchen hat die Metallerzeugung und -bearbeitung einen Nachfrageverlust von 34,9 Prozent gemeldet.




Umsatz:

Erstmals seit eineinhalb Jahren sind die Gesamtumsätze in der hessischen M+E-Industrie im September 2018 mit einem Minus von 3,2 Prozent auf 5,384 Mrd. € zurückgegangen. Dabei haben sowohl die Inlandsumsätze mit minus 1,1 Prozent auf 2,375 Mrd. € als auch die Geschäfte mit ausländischen Partnern mit einem Rückgang um 4,7 Prozent auf 3,009 Mrd. € ihre jeweiligen Vorjahresstände verfehlt. Die M+E-Exportquote hat im September 2018 bei 55,9 Prozent gelegen. Unter den großen hessischen Branchen haben sich lediglich die Reparatur und Installation von Maschinen und Ausrüstungen mit einem Plus von 19,9 Prozent sowie die Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem Vorjahreszuwachs von 3,4 Prozent überdurchschnittlich entwickelt. Die anderen M+E-Branchen haben ihre Vorjahresstände verfehlt: allen voran die Kraftfahrzeughersteller mit einem Umsatzrückgang von 10,9 Prozent und der Maschinenbau mit minus 7,8 Prozent, gefolgt von den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit einem Minus von 1,7 Prozent.






Beschäftigung:

Nach wie vor prägen die positiven Vorzeichen die Lage bei der Beschäftigungsentwicklung – wenn auch erneut mit leichten Zuwachseinbußen: mit 220.700 Personen sind um 1,6 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat beschäftigt gewesen – und damit 3.550 M+E-Beschäftigte mehr als vor einem Jahr. Überdurchschnittliche Wachstumsraten haben mit einem Plus von 4,5 Prozent erneut die Hersteller von Metallerzeugnissen gemeldet, gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 2,7 Prozent, dem Maschinenbau mit 2,5 Prozent, den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 2,4 sowie den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 2,2 Prozent. Die Kraftfahrzeughersteller haben im September 2018 dagegen ihre Belegschaften um 0,7 Prozent reduziert.







August 2018

Insgesamt bietet sich im August 2018 für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie ein Bild abwartender Skepsis; – die weitere Entwicklungsrichtung ist alles andere als deutlich: So hat sich zwar die Auslandsnachfrage – nach zwei Monaten Negativ-Pause – wieder belebt, die Gesamtnachfrage liegt aber wegen der schwächelnden Inlandsnachfrage weiterhin unter ihrem Vorjahresniveau. Die Umsätze haben dagegen im Vorjahresvergleich erneut besser abgeschnitten – trotz des verhaltenen Auslandswachstums. Und auch die M+E-Beschäftigung steigt weiterhin – allerdings mit niedrigerer Zuwachsrate las in den bisherigen Monaten dieses Jahres.

Auftragseingang:

Der August 2018 zeigt einerseits einen Wachstumszuwachs bei den Auslandsaufträgen in Höhe von 5,1 Prozent. Bei einer gleichzeitig um 9,6 Prozent eingebrochenen Inlandsnachfrage ist das Vorjahresniveau der Gesamtnachfrage für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie aber um 2,2 Prozent verfehlt worden. Unter den großen hessischen M+E-Branchen haben lediglich die Hersteller von Metallerzeugnissen ihre Auftragslage gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat zweistellig um 11,4 Prozent verbessern können. Auch die Metallerzeugung und -bearbeitung hat ein leichtes Plus von 1,7 Prozent gemeldet. Die übrigen M+E-Branchen haben dagegen unter ihrem Auftragsniveau des Vorjahres gelegen: So hat der Maschinenbau – trotz deutlicher Inlandszuwächse – insgesamt einen Auftragsverlust von 9,0 Prozent hinnehmen müssen. Bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen ist das Vorjahresergebnis mit 11,0 Prozent noch stärker verfehlt worden, die Kraftfahrzeughersteller haben im August 2018 einen Rückgang ihrer Bestellungen in Höhe von 17,5 Prozent gemeldet und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen haben mit einem Einbruch von 17,8 Prozent das Schlusslicht unter den großen M+E-Branchen gebildet.



Umsatz:

Im August 2018 haben sich die Auslandsumsätze in der hessischen M+E-Industrie mit einem leichten Plus von 1,1 Prozent auf 2,529 Mrd. € wieder etwas erholt. Bei einem Zuwachs der Inlandsumsätze von 7,4 Prozent auf 3,362 Mrd. € haben die Gesamtumsätze um 4,1 Prozent auf 4,891 Mrd. € zugelegt. Die M+E-Exportquote ist damit im August 2018 weiter 51,73 Prozent zurückgefallen. Unter den großen hessischen Branchen haben sich überdurchschnittlich entwickelt: Die Kraftfahrzeughersteller mit einem Umsatzzuwachs von 7,6 Prozent und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit 5,6 Prozent. Die Metallerzeugung und -bearbeitung liegt mit ihrem Zuwachs von 3,6 Prozent leicht unter dem Durchschnitt – fast gleichauf mit den Herstellern von Metallerzeugnissen mit 3,5 Prozent; den letzten Platz in diesem Ranking belegen die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit einem Plus von 3,0 Prozent.





Beschäftigung:

Die Beschäftigung in der hessischen M+E-Industrie hat sich auch im August 2018 auf einem stabilen Aufwärtspfad entwickelt – allerdings mit leichten Zuwachseinbußen: mit 220.320 Personen sind nunmehr um 1,9 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat beschäftigt gewesen – und damit 4.133 M+E-Beschäftigte mehr als vor einem Jahr. Überdurchschnittliche Wachstumsraten haben mit einem Plus von 4,5 Prozent erneut die Hersteller von Metallerzeugnissen gemeldet, gefolgt von den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 2,8 Prozent, der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 2,7 Prozent, dem Maschinenbau mit 2,6 Prozent und den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 2,4 Prozent. Die Kraftfahrzeughersteller haben im August 2018 ihre Belegschaften dagegen um 0,2 Prozent reduziert.






Juli 2018

Der Juli 2018 hat für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie eine Fortsetzung der bereits im Juni leicht abgeflachten Konjunkturkurve gebracht: Nach wie vor liegt der „Zukunftsindikator“ Auftragseingänge unter seinem Vorjahresniveau und die Umsatzentwicklung hat sich – wegen der Rückgänge aus den Auslandsgeschäften – mit dem schwächsten Anstieg in diesem Jahr bewegt. Die M+E-Beschäftigung hat das Wachstumsniveau der letzten Monate dagegen beibehalten können.

Auftragseingang:

Auch im Juli 2018 sind – wie bereits im Vormonat – die Auftragseingänge für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie rückläufig gewesen: Mit einem Minus von insgesamt 4,1 Prozent sind die Einbußen gegenüber dem Vorjahresniveau aber etwas geringer als noch im Juni 2018 ausgefallen. Vor allem der Rückgang der Inlandsbestellungen ist mit 4,5 Prozent etwas moderater ausgefallen als noch im Monat zuvor. Dagegen ist die weiter um 3,7 Prozent nachlassende Auslandsnachfrage stärker als im Vormonat rückläufig gewesen. Unter den großen hessischen M+E-Branchen haben die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen ihre Auftragslage gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat deutlich um 28,6 Prozent verbessern können. Auch die Metallerzeugung und -bearbeitung ist mit einem Plus von 19,4 Prozent zweistellig geblieben. Als dritte große Branche haben die Hersteller von Metallerzeugnissen mit einem Auftragszuwachs um 3,5 Prozent ihr Vorjahresniveau steigern können. Dagegen hat der Maschinenbau einen Auftragsrückgang um 7,8 Prozent gemeldet, bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen ist das Vorjahresergebnis mit minus 9,6 Prozent noch stärker verfehlt worden und die Kraftfahrzeughersteller haben im Juli 2018 mit einem zweistelligen Rückgang von 15,7 Prozent das Schlusslicht unter den großen M+E-Branchen gebildet – vor allem verursacht von einem deutlichen Einbruch der Auslandsbestellungen.



Umsatz:

Die Auslandsumsätze in der hessischen M+E-Industrie sind im Juli 2018 von dem leichten Plus des Vormonats auf ein Minus von 3,8 Prozent zurückgefallen und haben nunmehr eine Größenordnung von 2,815 Mrd. € erreicht. Die Inlandsumsätze haben sich dagegen im Vorjahresvergleich um 9,9 Prozent auf 2,371 Mrd. € verbessern können, so dass insgesamt eine Umsatzsteigerung von 2,0 Prozent auf 5,185 Mrd. € erreicht worden ist. Die M+E-Exportquote hat im Juli 2018 noch bei 54,3 Prozent gelegen. Vor allem bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen hat es ein Plus von 8,1 Prozent gegeben, gefolgt von den Herstellern von Metallerzeugnissen mit 3,7 Prozent und den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 3,5 Prozent – fast gleichauf mit der Metallerzeugung und -bearbeitung um 3,4 Prozent. Auch bei den Kraftfahrzeugherstellern sind die Umsätze insgesamt um 2,6 Prozent gestiegen – trotz des aktuellen Nachfrage-Einbruchs. Beim Maschinenbau sind die Umsätze dagegen deutlich um 11,8 Prozent eingebrochen – verursacht von einem drastischen Auslands-Rückgang um 20,4 Prozent.





Beschäftigung:

Auch im Juli 2018 hat sich die Beschäftigung in der hessischen M+E-Industrie auf einem stabilen Aufwärtspfad entwickelt: mit 219.400 Personen sind – wie im Vormonat – um 2,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat beschäftigt gewesen – und damit 4.645 M+E-Beschäftigte mehr als vor einem Jahr. Überdurchschnittliche Wachstumsraten haben mit einem Plus von 4,5 Prozent erneut die Hersteller von Metallerzeugnissen gemeldet, gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 3,3 Prozent und den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 3,0 Prozent sowie dem Maschinenbau mit 2,7 Prozent und den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 2,5 Prozent.






2. Quartal/1. Halbjahr

Überblick:

Die wesentlichen Impulse für die insgesamt gute Entwicklung der hessischen M+E-Industrie im bisherigen Jahresverlauf sind aus dem Ausland gekommen. Trotz der Rückgänge zum Ende des zweiten Quartals zeigt sich der „Zukunftsindikator“ Auftragseingänge dabei (bisher) als ein positiver Maßstab für die internationale Wettbewerbsfähigkeit hessischer M+E-Produkte. In der Folge haben sich auch die Auslandsumsätze sehr positiv entwickelt; – auch hier allerdings mit rückläufigen Tendenzen im zweiten Quartal. Die Beschäftigung hat sich dagegen weiterhin stabil entwickelt.

Auftragseingänge:

Die wie üblich hohen Schwankungsbreiten der Auftragsentwicklung zeigen im Verlauf des zweiten Quartals2018 entgegen früheren Verläufen eine eindeutige Abwärtsbewegung. So sind die positiven Werte des ersten Quartals im zweiten mit einem Gesamtzuwachs gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal von 3,9 Prozent nicht mehr erreicht worden. Nach wie vor dominieren dabei die Auslandsbestellungen mit einem Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Wachstum der Inlandsnachfrage mit 2,6 Prozent.

Nach dem starken Jahresauftakt und dem schwächeren Verlauf im zweiten Quartal hat das erste Halbjahr 2018 mit einem Plus von insgesamt 6,2 Prozent sein entsprechendes Vorjahresniveau deutlich überschritten. Dabei ist die Inlandsnachfrage mit einem Plus von 4,8 Prozent weniger stark als die Aufträge aus dem Ausland gewachsen, die im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2018 um 7,7 Prozent höher als im Vergleichszeitraum ausgefallen sind.

Umsätze:

Die Umsätze in der hessischen M+E-Industrie haben sich im Durchschnitt des zweiten Quartals 2018 besser entwickelt als im ersten: Sie sind insgesamt um 11,5 Prozent auf 16,686 Mrd. € gestiegen, wenngleich auch hier – wie bei den Auftragseingängen – eine abnehmende Tendenz im Quartalsverlauf zu beobachten ist. Dieses positive Ergebnis ist vor allem getragen worden von den um 18,4 Prozent auf 9,946 Mrd. € gestiegenen Auslandsumsätzen. Die Inlandsgeschäfte haben dagegen lediglich um 2,6 Prozent auf 6,740 Mrd. € zugenommen. Die Exportquote beträgt damit im Quartalsdurchschnitt 59,6 Prozent.

Trotz der schwächeren Entwicklung – insbesondere bei den Inlandsumsätzen – im ersten Quartal sind die Gesamtumsätze der hessischen M+E-Industrie im ersten Halbjahr 2018 mit einem zweistelligen Plus von 10,1 Prozent auf 32.960 Mrd. € gestiegen. Ausschlaggebend für dieses positive Datum ist der Auslandsumsatz mit einem Zuwachs um 18,1 Prozent auf 19,455 Mrd. € gewesen. Dagegen haben die Umsätze mit inländischen Geschäftspartnern ihren Vorjahresstand lediglich knapp um 0,3 Prozent auf 13,504 Mrd. € übertroffen. Die Exportquote hat im Halbjahresdurchschnitt 59,0 Prozent betragen.

Beschäftigung:

Der kontinuierliche Beschäftigungsaufbau in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie hat sich auch im zweiten Quartal 2018 fortgesetzt: So sind im Durchschnitt mit 218.910 Mitarbeitern um 2,2 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal beschäftigt gewesen; dabei ist der Beschäftigungsaufbau im Verlauf des Quartals nahezu konstant geblieben.

Im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2018 ist der Vorjahresstand mit mehr als 218.550 Beschäftigten um 2,3 Prozent überschritten worden. Damit sind im Durchschnitt des ersten Halbjahres 2018 4.960 Mitarbeiter mehr als im Referenzzeitraum 2017 beschäftigt gewesen.

Juni 2018

Im Juni 2018 sind die konjunkturellen Impulse für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie deutlich schwächer ausgefallen als in den Vormonaten: Insbesondere beim „Zukunftsindikator“ Auftragseingänge stehen – erstmals seit einem Jahr – negative Vorzeichen vor den Veränderungsraten; dabei ist insbesondere die Inlandsnachfrage eingebrochen. Bei den Umsätzen haben die Inlandsgeschäfte zwar einen positiven Schub geben können, aufgrund der schwachen Auslandsumsätze ist die Gesamtentwicklung aber deutlich weniger dynamisch ausgefallen als in den Vormonaten. Die M+E-Beschäftigung hat dagegen – als „nachlaufender Indikator“ – ihr stabiles Wachstum der letzten Monate auf hohem Niveau fortsetzen können.

Auftragseingang:

Erstmals seit Juni letzten Jahres sind im Juni 2018 die hessischen M+E-Auftragseingänge rückläufig gewesen: Mit minus 7,3 Prozent haben insbesondere die Inlandsbestellungen deutlich unter ihrem Vorjahresniveau gelegen, aber auch die Auslandsnachfrage hat mit einem Rückgang von 2,3 Prozent ihren Vorjahresstand nicht halten können; insgesamt sind damit die Auftragseingänge um 4,7 Prozent zurückgefallen. Unter den großen hessischen M+E-Branchen hat lediglich der Maschinenbau seine Auftragslage verbessern können: sie ist dank zweistelliger Zunahmen der Inlandsbestellungen insgesamt um 12,1 Prozent gestiegen. Alle anderen Branchen haben Verluste gemeldet: bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen ist das Vorjahresergebnis mit minus 0,1 Prozent nur knapp unterschritten worden, die Hersteller von Metallerzeugnissen haben einen leichten Rückgang von 1,5 Prozent gemeldet, die Kraftfahrzeughersteller sind wegen einer deutlich rückläufigen Inlandsnachfrage um 2,2 Prozent unter ihrem Vorjahresvolumen geblieben und die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen um 4,2 Prozent – hier allerdings wegen eines Einbruchs der Auslandsbestellungen. Die Metallerzeugung und -bearbeitung bildet im Juni 2018 mit einem deutlichen Minus von 8,1 Prozent das Schlusslicht unter den großen M+E-Branchen.

Umsatz:

Die Auslandsumsätze in der hessischen M+E-Industrie sind im Juni 2018 von zweistelligen Zuwachsraten in den vergangenen Monaten auf ein leichtes Plus von 0,6 Prozent zurückgefallen und haben eine Größenordnung von 3,551 Mrd. € erreicht. Die Inlandsumsätze haben sich gegenüber der negativen Vormonatsentwicklung dagegen im Vorjahresvergleich um 8,6 Prozent auf 2,454 Mrd. € verbessern können, so dass insgesamt eine Umsatzsteigerung von 3,8 Prozent auf 6,005 Mrd. € erreicht worden ist. Die M+E-Exportquote hat damit im Juni 2018 auf 59,1 Prozent nachgegeben. Vor allem die Metallerzeugung und -bearbeitung hat ihre Umsätze deutlich – um 12,7 Prozent – steigern können, gefolgt von den Herstellern von Metallerzeugnissen mit 8,7 Prozent und den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 5,1 Prozent. Auch bei den Kraftfahrzeugherstellern sind die Umsätze insgesamt um 2,5 Prozent gestiegen, bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen hat es ein Plus von 2,0 Prozent gegeben und der Maschinenbau meldet einen Umsatzzuwachs von 1,7 Prozent.





Beschäftigung:

Nach wie vor entwickelt sich die Beschäftigung in der hessischen M+E-Industrie auf einem stabilen Aufwärtspfad: Auch im Juni 2018 sind mit 219.320 Personen um 2,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat beschäftigt gewesen – und damit 4.670 M+E-Beschäftigte mehr als vor einem Jahr. Überdurchschnittliche Wachstumsraten haben mit einem Plus von 4,3 Prozent erneut die Hersteller von Metallerzeugnissen gemeldet, gefolgt von den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 3,4 Prozent, dem Maschinenbau mit 2,8 Prozent, der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 2,6 Prozent und den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 2,3 Prozent.






Mai 2018

Insgesamt stellt sich die Wirtschaftslage für die hessische M+E-Industrie auch im Mai 2018 durchaus positiv dar; allerdings: Die Entwicklungs-Unterschiede zwischen den Inlands- und Auslandsgeschäften fallen diesmal drastisch aus – mit einem deutlichen Auslands-Schwerpunkt. Außerdem stammen die positiven Entwicklungs-Impulse lediglich aus wenigen M+E-Branchen. Die M+E-Beschäftigung hat ihr stabiles Wachstum der letzten Monate auf hohem Niveau fortsetzen können.

Auftragseingang:

Nach dem deutlichen Inlandszuwachs im April stammen die wesentlichen Wachstums-Impulse der M+E-Auftragseingänge im Mai 2018 mit einem Plus von 10,7 Prozent aus dem Ausland. Die Inlands-Bestellungen sind dagegen mit einem leichten Zuwachs um 0,8 Prozent relativ schwach ausgefallen, so dass die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Produkten der hessischen M+E-Industrie im Vorjahresvergleich um 6,1 Prozent gestiegen ist. Mit einer relativ ausgeglichenen Steigerung der Inlands- und Auslandsaufträge hat der Maschinenbau seine Auftragslage gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 11,8 Prozent verbessern können. Bei den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen hat dagegen ausschließlich die zweistellige Zuwachsrate der Inlandsbestellungen zu dem positiven Ergebnis von 4,2 Prozent beigetragen. Deutliche Einbrüche der Inlandsnachfrage bei den Kraftfahrzeugherstellern haben hier – trotz positiver Auslands-Impulse – zu einem Auftragsrückgang von insgesamt 3,1 Prozent geführt. Noch stärker ist der Rückgang bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 3,6 Prozent und in der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 3,9 Prozent ausgefallen. Die Hersteller von Metallerzeugnissen bilden mit einem Minus von 5,4 Prozent das Schlusslicht unter den großen M+E-Branchen.

Umsatz:

Auch die insgesamt positive Umsatzentwicklung in der hessischen M+E-Industrie ist im Mai 2018 beeinflusst gewesen von Rückgängen im Inland: So haben die Inlandsumsätze mit 2,106 Mrd. € um 8,7 Prozent unter ihrem Vorjahresstand gelegen. Die Umsätze mit ausländischen Geschäftspartnern sind dagegen deutlich um 26,9 Prozent auf 3,232 Mrd. € gestiegen, so dass auch die gesamten M+E-Umsätze mit 5,337 Mrd. € ihren Vorjahreswert um 9,9 Prozent überschritten haben. Die M+E-Exportquote hat damit im Mai 2018 mit 60,5 Prozent erstmals in diesem Jahr die 60-Prozent-Schwelle überschritten. Nur wenige M+E-Branchen haben zu dem positiven Gesamtergebnis im Mai 2018 beitragen können: Hierzu gehören vor allem die Kraftfahrzeughersteller, die – trotz eines drastischen Inlands-Einbruchs – ihre Gesamtumsätze um 39,3 Prozent auf 1,897 Mrd. € gesteigert haben. Auch bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen hat es mit 448 Mio. € ein Plus von 4,4 Prozent gegeben. Die anderen großen M+E-Branchen haben dagegen Umsatzverluste zu verkraften gehabt: So hat die Metallerzeugung und -bearbeitung eine leichte Abnahme von 0,5 Prozent gemeldet; bei die Hersteller elektrischer Ausrüstungen ist das Minus mit 1,0 Prozent bereits etwas stärker ausgefallen; die Hersteller von Metallerzeugnissen haben Umsatzrückgänge von 4,8 Prozent und der Maschinenbau von 6,6 Prozent hinnehmen müssen.





Beschäftigung:

Die Beschäftigungsentwicklung in der hessischen M+E-Industrie ist nach wie vor aufwärts gerichtet: Auch im Mai 2018 sind mit 218.850 Personen um 2,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat beschäftigt gewesen – fast 4.780 M+E-Beschäftigte mehr als vor einem Jahr. Überdurchschnittliche Wachstumsraten haben mit einem Plus von 3,7 Prozent erneut die Hersteller von Metallerzeugnissen gemeldet, gefolgt von den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 3,1 Prozent, der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 2,6 Prozent und den Herstellern elektrischer Ausrüstungen mit 2,4 Prozent. Der Maschinenbau hat seine Belegschaften um 2,3 Prozent aufgestockt und die Kraftfahrzeughersteller um 1,7 Prozent.








April 2018

Auch im April 2018 signalisieren alle Indikatoren für die hessische M+E-Industrie: „Wachstum“; dabei unterscheiden sich aber die Schwerpunkte: Während beim Zukunftsindikator „Auftragseingang“ – erstmals in diesem Jahr – das Inlandswachstum dominiert, sind es bei den Umsätzen nach wie vor die Auslandsgeschäfte. Die M+E-Beschäftigung hat ihr stabiles Wachstum auf hohem Niveau fortgesetzt.

Auftragseingang:

Im April 2018 hat das Wachstum der M+E-Auftragseingänge wieder zugenommen – diesmal allerdings mit einem deutlichen Schwerpunkt bei der Inlandsnachfrage mit einem Anstieg im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 17,4 Prozent. Die Aufträge aus dem Ausland sind gleichzeitig um 7,9 Prozent gestiegen, so dass die Gesamtnachfrage nach Produkten der hessischen M+E-Industrie um 12,2 Prozent zugenommen hat. Den kräftigsten Zuwachs unter den großen M+E-Branchen haben dabei mit 20,8 Prozent die Kraftfahrzeughersteller erzielt, gefolgt mit 16,2 Prozent von den Herstellern von Metallerzeugnissen und der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 14,3 Prozent. Die Hersteller elektrischer Ausrüstungen haben ihren Auftragszuwachs von insgesamt 7,9 Prozent allein der Auslandsnachfrage zu verdanken – ähnlich der Maschinenbau mit einem Gesamt-Plus von 4,8 Prozent und die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 2,6 Prozent.

Umsätze:

Im April 2018 sind die Entwicklungsunterschiede zwischen inländischen und ausländischen Umsätzen erneut deutlich geworden: Mit einem zweistelligen Vorjahres-Plus von 36,2 Prozent sind die Auslandsumsätze auf 3,164 Mrd. € gestiegen. Im Gegensatz zu den Ergebnissen des Vormonats haben sich nunmehr auch die Inlandsumsätze positiv entwickelt: Sie haben um 8,8 Prozent auf 2,180 Mrd. € zugenommen. Insgesamt hat die hessische M+E-Industrie damit einen Anstieg ihrer Umsätze um 23,5 Prozent auf 5,344 Mrd. € verbuchen können; dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die als Basiswerte verwendeten Vorjahresergebnisse außerordentlich schwach ausgefallen waren. Die M+E-Exportquote hat sich im April 2018 mit 59,2 Prozent nicht verändert. Nahezu alle großen hessischen M+E-Branchen haben ihre Umsätze insgesamt steigern können: an erster Stelle erneut die Kraftfahrzeughersteller um 66,7 Prozent – wiederum verursacht von exorbitant gestiegenen Auslands- bei stagnierenden Inlandsgeschäften – gefolgt von den Herstellern von Metallerzeugnissen mit 18,6 Prozent und den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 17,9 Prozent. Auch die Hersteller elektrischer Ausrüstungen haben ihre Umsätze insgesamt zweistellig um 11,8 Prozent steigern können, in der Metallerzeugung und -bearbeitung sind die Zuwächse mit 4,2 Prozent etwas schwächer ausgefallen, der Maschinenbau hat sich mit einem leichten Plus von 2,6 Prozent von dem Rückgang im vergangenen Monat erholt.





Beschäftigung:

Der Beschäftigungszuwachs in der hessischen M+E-Industrie ist auch im April 2018 mit 2,3 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat auf mehr als 218.550 Personen weiterhin vergleichsweise deutlich ausgefallen – das sind über 4.880 M+E-Beschäftigte mehr als vor einem Jahr gewesen. Überdurchschnittliche Wachstumsraten haben mit einem Plus von 4,6 Prozent erneut die Hersteller von Metallerzeugnissen gemeldet, gefolgt von den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 3,1 Prozent und den Herstellern elektrischer Ausrüstungen mit 2,7 Prozent. Der Maschinenbau hat seine Belegschaften um 2,2 Prozent aufgestockt, die Metallerzeugung und -bearbeitung um 1,9 Prozent und die Kraftfahrzeughersteller um 1,8 Prozent.






1. Quartal 2018

Auswertungen über die Entwicklung der hessischen M+E-Industrie
1. Quartal 2018 - Datenstand: März 2018

Überblick:

Im Verlauf des ersten Quartals 2018 ist es bei den Entwicklungstendenzen für die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie zu erheblichen Abweichungen gekommen: Dabei haben sich generell die Auslandsgeschäfte deutlich besser entwickelt. Zum Ende des Quartals sind die Auftriebskräfte beim Zukunftsindikator Auftragseingänge allerdings wieder etwas schwächer ausgefallen. Bei den M+E-Umsätzen sind im März 2018 die Inlandsumsätze gegenüber dem Vorjahr deutlich eingebrochen, so dass die Auslandsgeschäfte die Aufgabe zu übernehmen hatten, die Gesamtumsätze im positiven Wachstumsbereich zu halten. Die Beschäftigungsentwicklung hat im ersten Quartal seine positive Entwicklung fortgesetzt. Dabei ist – trotz einer leichten Abschwächung der Wachstumsimpulse zum Ende des Quartals – im März ein Rekordwert der M+E-Beschäftigung erreicht worden.

Auftragseingänge:

Die gesamten Auftragseingänge in den Unternehmen der hessischen M+E-Industrie sind im Durchschnitt des ersten Quartals 2018 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal um 8,5 Prozent gestiegen; der stärkste Wachstumsimpuls ist dabei im Februar registriert worden. Im Quartalsdurchschnitt haben die Auslandsorders um 10,2 Prozent zugelegt, die Inlandsnachfrage hat einen Zuwachs um 6,6 Prozent erreicht. Dabei sind aus allen großen M+E-Branchen im Quartalsdurchschnitt Zuwächse gemeldet worden: An erster Stelle steht dabei die Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem Plus von 9,9 Prozent, gefolgt von den Herstellern von elektrischen Ausrüstungen mit 8,0 Prozent und den Kraftwagenherstellern mit 7,1 Prozent.

Umsätze:

Der starke, zweistellige Auftakt zum Jahresbeginn und die gute Entwicklung in den beiden folgenden Monaten haben im ersten Quartal 2018 bei den hessischen M+E-Umsätzen insgesamt gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal zu einem Plus von 8,7 Prozent auf monatsdurchschnittlich 5,425 Mrd. € geführt; damit sind im ersten Quartal 2018 insgesamt 16,274 Mrd. € umgesetzt worden. Die Inlandsumsätze sind dabei allerdings um 1,9 Prozent schwächer ausgefallen – auf monatsdurchschnittlich 2,255 Mrd. €, so dass ausschließlich das deutliche Umsatzwachstum mit ausländischen Geschäftspartnern um 17,7 Prozent auf 3,170 Mrd. € letztlich zu dem positiven Gesamtergebnis geführt hat. Die Exportquote ist damit im Quartalsdurchschnitt auf 58,4 Prozent gestiegen.

Beschäftigung:

Im Durchschnitt des ersten Quartals 2018 haben die Unternehmen der hessischen M+E-Industrie mit knapp 218.200 Personen um 2,4 Prozent oder 5.140 Mitarbeiter mehr als im ersten Quartal 2017 beschäftigt. Damit hat sich die anhaltend positive Beschäftigungsentwicklung aus dem vergangenen Jahr auch zu Beginn des Jahres 2018 verstärkt fortgesetzt.

März 2018

Die Wirtschaftsdaten im März 2018 sind in der hessischen M+E-Industrie insgesamt geprägt gewesen von der Fortsetzung der seit Anfang 2016 anhaltenden positiven Entwicklung. Dabei haben sowohl Auftragseingänge als auch Umsätze zugenommen – allerdings mit einer ausgeprägten Inlands-Schwäche. Die M+E-Beschäftigung hat einen neuen Rekordwert seit der Strukturänderung der Amtlichen Statistik zu Beginn des Jahres 2007 (Abschneidegrenze: 50 Beschäftigte) erreicht.

Auftragseingang:

Im März 2018 hat sich das Niveau der Auftragseingänge im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat weiter verbessert: So ist die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Produkten der hessischen M+E-Industrie um 4,9 Prozent gestiegen; damit hat sich die Dynamik der Entwicklung im Vergleich zu den vorangegangenen beiden Monaten allerdings abgeschwächt – vor allem bei der Inlandsnachfrage, die lediglich um 3,0 Prozent zugelegt hat. Der Anstieg der Auslandsaufträge hat mit 6,7 Prozent mehr als doppelt so hoch gelegen. Unter den großen M+E-Branchen haben die Hersteller elektrischer Ausrüstungen mit einem Plus von 6,1 Prozent ihre Auftragslage am deutlichsten verbessern können, gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 4,8 Prozent und den Kraftfahrzeugherstellern mit 4,0 Prozent. Rückläufige Auftragseingänge haben dagegen gemeldet: der Maschinenbau mit 3,2 Prozent, die Hersteller von Metallerzeugnissen mit 5,6 Prozent und die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 6,8 Prozent.

Umsätze:

Die Umsatzdaten im März 2018 haben sich zweigeteilt entwickelt: Während die Inlandsumsätze um 10,0 Prozent auf 2,370 Mrd. € eingebrochen sind, haben die Auslandsumsätze deutlich um 23,6 Prozent auf 3,442 Mrd. € zugelegt und damit die Inlandsverluste kompensieren können. Die Gesamtumsätze sind daher um 7,3 Prozent auf 5,812 Mrd. € gestiegen. Die M+E-Exportquote hat im März 2018 auf 59,2 Prozent zugenommen. Lediglich zwei der großen M+E-Branchen haben ihre Umsätze insgesamt steigern können: die Kraftfahrzeughersteller um 39,9 Prozent – ausschließlich verursacht von exorbitant gestiegenen Auslands- bei deutlich rückläufigen Inlandsgeschäften – und die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 2,9 Prozent. Bei den Herstellern von Metallerzeugnissen sind die Umsätze dagegen insgesamt um 1,1 Prozent zurückgegangen, im Maschinenbau um 3,3 Prozent, bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen um 4,6 Prozent und in der Metallerzeugung und -bearbeitung um 12,5 Prozent.





Beschäftigung:

Wachstumsstabilisierung auf hohem Niveau: Im März 2018 ist der Beschäftigungszuwachs um 2,3 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat auf 218.712 Personen weiterhin vergleichsweise deutlich ausgefallen, wenngleich etwas schwächer als noch im Februar (2,8 Prozent). Dennoch ist damit nunmehr seit der letzten Strukturänderung der Amtlichen Statistik im Jahre 2007 ein Rekordbestand innerhalb der hessischen M+E-Industrie erreicht worden. Überdurchschnittliche Wachstumsraten haben mit einem Plus von 5,0 Prozent die Hersteller von Metallerzeugnissen gemeldet, gefolgt von den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit 2,9 Prozent und den Herstellern elektrischer Ausrüstungen mit 2,6 Prozent. Der Maschinenbau hat seine Belegschaften um 2,1 Prozent aufgestockt und die Kraftfahrzeughersteller um 1,9 Prozent.





Februar 2018

Im Februar 2018 haben die positiven Tendenzen in der hessischen M+E-Industrie angehalten: So sind die Auftragseingänge aus dem Inland ebenso wie aus dem Ausland zweistellig gestiegen, die Umsätze haben sich ebenfalls positiv entwickelt – mit einem anhaltenden Schwerpunkt bei den Auslandsgeschäften; das Beschäftigungswachstum hat sich sogar weiter beschleunigt.

Auftragseingang

Die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Produkten der hessischen M+E-Industrie hat sich mit einem zweistelligen Gesamt-Plus von12,1 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat noch dynamischer entwickelt als zu Anfang des Jahres. Dabei liegen die Auslandsorders mit 13,1 Prozent und die Inlandsaufträge mit 11,1 Prozent deutlich über ihren jeweiligen Vorjahresniveaus. Alle maßgeblichen hessischen M+E-Branchen haben ihre Auftragslage verbessern können: An der Spitze die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen mit einem Plus von 19,8 Prozent, gefolgt von der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 16,8 Prozent, dem Maschinenbau mit 15,2 Prozent und den Herstellern von Metallerzeugnissen mit 11,0 Prozent. Einstellige Zuwachsraten haben die Kraftfahrzeugherstellern mit 7,8 Prozent und die Hersteller elektrischer Ausrüstungen mit 5,7 Prozent erzielt.

Umsatz

Im Februar 2018 hat sich die Dynamik des Umsatzwachstums für die Unternehmen in der hessischen M+E-Industrie gegenüber dem außergewöhnlich positiven Start zum Jahresanfang etwas abgeschwächt: Dabei dominieren nach wie vor die Auslandsumsätze mit einem deutlichen Plus von 9,1 Prozent auf 2,960 Mrd. €. Gleichzeitig haben die Inlandsumsätze um 2,5 Prozent auf 2,243 Mrd. € zugelegt, so dass die Gesamtumsätze um 6,2 Prozent auf 5,203 Mrd. € gestiegen sind. Die M+E-Exportquote hat im Februar 2018 bei 56,9 Prozent gelegen. Unter den großen M+E-Branchen haben lediglich die Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem drastischen Minus von 39,2 Prozent sowie der Maschinenbau mit minus 2,0 Prozent unter ihrem Vorjahresergebnis gelegen; beide Branchen haben Einbußen bei den Auslandsgeschäften zu verkraften gehabt. Dagegen haben die anderen M+E-Branchen ihre Umsätze insgesamt steigern können: so die Hersteller elektrischer Ausrüstungen um 4,8 Prozent, die Hersteller von Metallerzeugnissen um 11,2 Prozent, die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen um 17,1 Prozent und die Kraftfahrzeughersteller erneut deutlich um 39,3 Prozent; dieser außergewöhnliche Anstieg ist allerdings wiederum ausschließlich von den Auslandsgeschäften (plus 88,3 Prozent) bestimmt worden.





Beschäftigung

Der Beschäftigungszuwachs in der hessischen M+E-Industrie hat sich im Februar 2018 erneut beschleunigt: – mit 218.600 Personen sind im Vorjahresvergleich um 2,8 Prozent mehr beschäftigt gewesen; – fast 6.000 Personen mehr als im Februar 2017. Überdurchschnittlich ist der Beschäftigungszuwachs mit 5,0 Prozent bei den Herstellern von Metallerzeugnissen, mit 3,2 Prozent bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie mit 3,4 Prozent bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen ausgefallen. Aber auch der Maschinenbau sowie die Kraftfahrzeughersteller haben ihr Personal um 2,9 Prozent bzw. 2,2 Prozent aufstocken können.





Januar 2018

Die zum Ende 2017 registrierten positiven Tendenzen in der hessischen M+E-Industrie haben sich zum Auftakt des Jahres 2018 fortgesetzt und verstärkt: Dies gilt sowohl für die Auftragseingänge – weiterhin mit einem Wachstumsschwerpunkt bei der Auslandsnachfrage – als auch für die zweistellig steigenden Umsätze – ebenfalls mit deutlichem Auslandsschwerpunkt – und insbesondere für die Beschäftigung, die einen seit Anfang 2012 nicht mehr gesehenen Zuwachs gezeigt hat.

Hinweis: Mit dem Januar 2018 sind die monatlichen Auftragsindizes vom bisherigen Basisjahr 2010 auf 2015 umgestellt worden; gleichzeitig ist eine entsprechende Rückrechnung erfolgt. Außerdem hat sich die Anzahl der ausgewerteten Unternehmen verändert, so dass sich die Steigerungsraten ab 2016 gegenüber den bisherig ausgewiesenen Werten geändert haben.

Im Januar 2018 ist die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Gütern der hessischen M+E-Industrie mit einem Gesamt-Plus von 9,4 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat ins neue Jahr gestartet. Zu diesem guten Ergebnis haben insbesondere die Auslandsorders mit einem zweistelligen Plus von 11,7 Prozent beigetragen; auch die Inlandsaufträge haben deutlich um 6,7 Prozent zulegen können. Unter den großen hessischen M+E-Branchen haben die Hersteller elektrischer Ausrüstungen ihr Vorjahresniveau insgesamt um 12,4 Prozent überschritten, gefolgt von den Kraftfahrzeugherstellern mit einem Zuwachs um 9,3 Prozent und der Metallerzeugung und -bearbeitung mit ebenfalls 9,3 Prozent. Die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben mit einem Plus von 9,1 Prozent nahezu gleichauf gelegen, der Maschinenbau hat seine Auftragseingänge um 6,9 Prozent und die Hersteller von Metallerzeugnissen um 6,3 Prozent verbessern können.



Auch im Januar 2018 haben die Auslandsumsätze der Unternehmen in der hessischen M+E-Industrie im Vorjahresvergleich zweistellig zulegen können: um 20,5 Prozent auf 3,107 Mrd. €. Gleichzeitig haben die Inlandsumsätze um 3,8 Prozent auf 2,151 Mrd. € zugenommen. Damit sind die Gesamtumsätze deutlich um 13,1 Prozent auf 5,258 Mrd. € gestiegen. Die M+E-Exportquote hat im Januar 2018 mit 59,1 Prozent die 60-Prozent-Schwelle nicht mehr erreicht. Unter den großen M+E-Branchen hat lediglich die Metallerzeugung und -bearbeitung mit einem drastischen Minus von 24,5 Prozent unter ihrem Vorjahresergebnis gelegen. Auf der positiven Seite der Skala haben die Kraftfahrzeughersteller mit einem deutlichen Zuwachs um 51,7 Prozent gelegen, der allerdings ausschließlich von den Auslandsgeschäften (plus 104,2 Prozent) generiert worden ist. Die Hersteller von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen haben ihre Umsätze insgesamt um 18,7 Prozent und die Hersteller von Metallerzeugnissen um 11,3 Prozent gesteigert. Die Hersteller elektrischer Ausrüstungen haben – dank zweistelliger Auslandszuwächse – ein Gesamt-Plus von 9,5 Prozent gemeldet, der Maschinenbau hat seine Gesamtumsätze wegen rückläufiger Auslandsumsätze dagegen lediglich um 1,0 Prozent steigern können.







Zum Jahresbeginn 2018 hat sich der Beschäftigungszuwachs in der hessischen M+E-Industrie erneut beschleunigt: – mit 217.275 Personen sind im Januar 2018 im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozent mehr beschäftigt gewesen; gegenüber dem Januar 2017 sind dies fast 4.430 Personen mehr. Überdurchschnittlich ist der Beschäftigungszuwachs mit 4,0 Prozent bei den Herstellern von Metallerzeugnissen und mit jeweils 3,2 Prozent bei den Herstellern von DV-Geräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen sowie den Herstellern elektrischer Ausrüstungen ausgefallen. Aber auch der Maschinenbau sowie die Kraftfahrzeughersteller haben ihr Personal um 2,6 Prozent bzw. 2,4 Prozent aufstocken können.






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Heinz Günter A. Decker

Heinz Günter A. Decker
Volkswirtschaft, Statistik, Umfragen Ausbildungsleiter