M+E Konjunkturentwicklung

Wir geben einen Überblick über die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge, Umsätze und Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie und Vergleichsdaten für das Verarbeitende Gewerbe. Es werden in die Datenerhebung der amtlichen Statistik lediglich Industriebetriebe mit 50 und mehr tätigen Personen („Abschneidegrenze“) einbezogen.

September 2020

Auftragseingang:
Die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Gütern der hessischen M+E-Industrie ist im September 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat nur noch leicht gesunken (-2,0 % %). Damit nähern sich die Auftragseingänge langsam wieder dem Vorjahresniveau an. Den deutlichsten Zuwachs gab es bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen (+9,8 %). Besonders erfreulich waren jedoch die Zuwächse bei den Herstellern von Kraftfahrzeugen und -teilen, die erstmals seit April 2018 (!) wieder ein Auftragsplus zum Vorjahr verbuchen konnten (+4,8 %). Bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen setzte sich der Abwärtstrend jedoch fort (-13,1 %).





Umsatz:
Die hessische Metall- und Elektroindustrie hat im September 2020 rund 5,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Umsätze damit erneut  zurückgegangen, wenn auch nur noch leicht (-1,6 %). Die Annäherung an das Vorjahresniveau ist vor allem auf den erfreulichen Umsatzanstieg bei den Kraftfahrzeug- und Teileherstellern zurückzuführen (+11,6 %). Auch die Hersteller elektrischer Ausrüstungen konnten ihre Umsätze zum Vorjahresmonat steigern (+7,2 %). In allen anderen Branchen ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr zurück.







Beschäftigung:
Die Zahl der Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie ist im September um 133 auf 208.230 gesunken. Dies sind 10.906 Beschäftigte weniger als im Vorjahr (-5,0 %). Mit Ausnahme der Hersteller elektrischer Ausrüstungen ging die Beschäftigung im Vergleich zu 2019 in allen Branchen zurück. Den  größten Beschäftigungsrückgang mit insgesamt 3.751 Stellen weniger als im Vorjahr (-15,1 %) gab es im Juli bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen. Bei den Kraftfahrzeugherstellern gab es 3.484 Beschäftigte weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von rund 6,8 %.