M+E Konjunkturentwicklung

Wir geben einen Überblick über die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge, Umsätze und Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie und Vergleichsdaten für das Verarbeitende Gewerbe. Es werden in die Datenerhebung der amtlichen Statistik lediglich Industriebetriebe mit 50 und mehr tätigen Personen („Abschneidegrenze“) einbezogen.

Oktober 2019

Die Umsätze in der hessischen M+E-Industrie sind im Oktober 2019 im Vergleich zum Vorjahr deutlich eingebrochen  – Während auch die Inlandsaufträge im Vorjahresvergleich deutlich zurückgingen, stiegen die Auslandsaufträge deutlich an, sodass insgesamt ein leichtes Auftragsplus zum Oktober 2018 zu verzeichnen war. Die Zahl der Beschäftigten sinkt weiter.

Die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Gütern der hessischen M+E-Industrie lag im Oktober 2019 knapp (0,4 %) über der des Vorjahresmonats. Die leicht positive Entwicklung ist vor allem auf eine stark gestiegeneAuslandsnachfrage mit einem Plus von 16,6 % zurückzuführen. Die Inlandsnachfrage brach hingegen im Vergleich zum Vorjahr deutlich ein (-15,5 %). Bis auf die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit einem deutlichen Plus von 71,3 % und die Unternehmen der Metallerzeugung und -bearbeitung, die ihr Vorjahresergebnis um 15,5 % übertroffen haben, liegen alle großen M+E-Branchen unter ihrem Vorjahresstand. Den größten Einbruch gab es bei den Kraftfahrzeugherstellern mit 22,6 % weniger Aufträgen als im Vorjahresmonat.




 

Die Umsätze in der hessischen Metall-und Elektroindustrie sind im Oktober 2019 im Vergleich zum September um 1,2 % auf rund 5,7 Milliarden Euro gesunken. Die M+E-Exportquote lag bei 57,8 %. Im Vergleich zum Vorjahresmonat brachen die Umsätze deutlich um rund eine halbe Milliarde Euro ein (-8 %). Dieser Rückgang ist fast vollständig auf deutlich gesunkene Auslandsumsätze zurückzuführen. Umsatzzuwächse im Vergleich zum Vorjahr gab es nur bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen (+13,5 %) und den Herstellern sonstiger Waren (+39,2 %). Die größten Umsatzrückgänge gab es im gewöhnlich sehr volatilen sonstigen Fahrzeugbau (-22,0 %) und bei den Kraftfahrzeugherstellern (-15,2 %).






Die Zahl der Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie ist im Oktober 2019 um 841 auf 218.216 gesunken. Dies sind 2.219 Beschäftigte weniger als im Vorjahr (-1,0 %). Den größten Beschäftigungsrückgang mit insgesamt 2.175 Stellen weniger als im Vorjahr (-4,1 %) gab es dabei bei den Kraftfahrzeugherstellern. Bei den Herstellern sonstiger Waren kamen hingegen 1.020 neue Stellen hinzu. Dies entspricht einem Beschäftigungszuwachs von 7,4 % im Vergleich zum Oktober 2018.