M+E Konjunkturentwicklung

Wir geben einen Überblick über die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge, Umsätze und Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie und Vergleichsdaten für das Verarbeitende Gewerbe. Es werden in die Datenerhebung der amtlichen Statistik lediglich Industriebetriebe mit 50 und mehr tätigen Personen („Abschneidegrenze“) einbezogen.

November 2020

Auftragseingang:
Die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Gütern der hessischen M+E-Industrie war im November 2020 etwas höher als im Vorjahresmonat (+2,2 %) Damit stieg das Auftragsvolumen erstmals im Jahr 2020 wieder an. Verantwortlich für den Anstieg war ein deutliches Auftragsplus im Inland, während die Auslandsnachfrage immer noch leicht unter dem Vorjahresniveau lag. Die deutlichsten Zuwächse gab es bei den Herstellern elektrischer Ausrüstungen (+27,9 %) und den Metallerzeugern und -bearbeitern (+21,3 %). Der Maschinenbau verzeichnete ein Auftragsplus von 5,6 %. In allen anderen Branchen gingen die Aufträge im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück.





Umsatz:
Die hessische Metall- und Elektroindustrie hat im November 2020 rund 6,1 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen minimalen Umsatzrückgang von -0,1 %. Wie schon im Oktober stiegen die Inlandsumsätze deutlich an (+9,3 %), während der Umsatz im Ausland weiter ins Minus rutschte. Die Metallerzeuger und -bearbeiter konnten ihre Umsätze zum Vorjahresmonat am deutlichsten steigern (+12,3 %). Den größten Umsatzrückgang gab es hingegen im gewöhnlich stark volatilen sonstigen Fahrzeugbau (-39,2 %).







Beschäftigung:
Die Zahl der Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie ist im November um 225 auf 207.695 gesunken. Dies sind 9.827 Beschäftigte weniger als im Vorjahr (-4,5 %). Mit Ausnahme der Hersteller elektrischer Ausrüstungen und dem sonstigen Fahrzeugbau ging die Beschäftigung im Vergleich zu 2019 in allen Branchen zurück. Den größten Beschäftigungsrückgang mit insgesamt 3.620 Stellen weniger als im Vorjahr (-14,6 %) gab es im November bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen. Bei den Kraftfahrzeugherstellern gab es 3.289 Beschäftigte weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von rund 6,5 %.