M+E Konjunkturentwicklung

Wir geben einen Überblick über die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge, Umsätze und Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie und Vergleichsdaten für das Verarbeitende Gewerbe. Es werden in die Datenerhebung der amtlichen Statistik lediglich Industriebetriebe mit 50 und mehr tätigen Personen („Abschneidegrenze“) einbezogen.

August 2020

Auftragseingang:
Die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Gütern der hessischen M+E-Industrie ist im August 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat erneut gesunken (-11,8 %). Der Rückgang war jedoch nicht mehr so stark wie in den Vormonaten. Den deutlichsten Auftragsrückgang im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Kraftfahrzeughersteller (-25 %) gefolgt von den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen (-20,8 %). Die Metallerzeuger und -bearbeiter (+9,4 %) und die Hersteller von Metallerzeugnissen (+7,4 %) konnten sogar ein Auftragsplus zum Vorjahr vermelden.





Umsatz:
Die hessische Metall- und Elektroindustrie hat im August 2020 rund 4,6 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Umsätze damit erneut  zurückgegangen (-8 %). Dass der Rückgang nicht noch deutlicher ausfiel, lag allein am deutlichen Plus bei den Metallerzeugern und -bearbeitern (+53,1 %), die als einzige Branche einen Umsatzzuwachs zum Vorjahr verbuchen konnten. Unter den Branchen mit gesunkenen Umsätzen war der Rückgang bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen (-28,8 %) am Stärksten.

Beschäftigung:
Die Zahl der Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie ist im August um 448 auf 208.363 gestiegen. Dies sind dennoch 10.436 Beschäftigte weniger als im Vorjahr (-4,8 %). Mit Ausnahme der Hersteller elektrischer Ausrüstungen ging die Beschäftigung im Vergleich zu 2019 in allen Branchen zurück. Den  größten Beschäftigungsrückgang mit insgesamt 3.787 Stellen weniger als im Vorjahr (-15,2 %) gab es im Juli bei den Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten, elektrischen und optischen Erzeugnissen. Bei den Kraftfahrzeugherstellern gab es 3.538 Beschäftigte weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang von rund 7,0 %.