Nachhaltigkeitsforum 2024 und Eröffnung der neuen Collaboration- und Event-Area im Haus der Wirtschaft Hessen
Frankfurt am Main. Der Arbeitgeberverband HESSENMETALL lud am heutigen Dienstag zum Nachhaltigkeitsforum 2024 ins Haus der Wirtschaft Hessen (HDWH) ein. Unter dem Motto: „Potentiale nutzen, Zukunft gestalten“ diskutierten führende Köpfe aus Wirtschaft und Wissenschaft aktuelle Strategien und Maßnahmen zur nachhaltigen Transformation der Metall-, Elektro- und IT-Industrie in Hessen.
Nachhaltigkeit ist nicht nur ein Schlagwort, sondern zugleich Notwendigkeit und Wettbewerbsvorteil. Die Umsetzung von Nachhaltigkeit in kleinen und mittleren Unternehmen kann eine Herausforderung sein, aber es gibt zahlreiche Strategien und Maßnahmen, die Unternehmen ergreifen können, um nachhaltiger zu wirtschaften.
In seiner Eröffnungslaudatio betonte Wolf Matthias Mang, Vorstandsvorsitzender von HESSENMETALL: „Nachhaltigkeit und Wachstum dürfen kein Widerspruch sein. Was dringend verbessert werden muss, sind die politischen Rahmenbedingungen. Wir brauchen mehr Vertrauen in Märkte, damit sich Klimaschutz wirtschaftlich lohnt. Es bedarf einer politischen Agenda, die Reformen und Investitionen entfesselt. Eine Agenda, die in Deutschland Ökologie und Ökonomie in eine international wettbewerbsfähige Balance bringt.“
Bodo Sentker, Director und Leiter ESG Client Solutions Firmenkunden Deutschland bei der Deutschen Bank AG, ergänzte in seinem Vortrag: „Nachhaltigkeit wird immer zentraler für Unternehmen, um Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern. Es ist eine lange Reise, die neben Investitionen auch umfassender Vorbereitungen bedarf. Deshalb ist es wichtig, einen Bankpartner an der Seite zu haben, der diese Transformation finanziell und strategisch begleitet.“
Olaf Jüptner, Nachhaltigkeitsberater bei Hessen Trade & Invest GmbH, erläuterte die Unterstützungsmöglichkeiten durch das Enterprise Europe Network Hessen: „Das EEN Hessen bietet eigene kostenlose Angebote wie einen halbtägigen NachhaltigkeitsCheck sowie eine umfassende Förderberatung und positioniert sich als Erstinformationsstelle für Nachhaltigkeitsthemen.“
Prof. Dr.-Ing. Sebastian Schrems von der Technischen Hochschule Mittelhessen erklärte: „Der gemeinsam mit Hessenmetall entwickelte Zertifikatskurs „Nachhaltigkeit in der Unternehmenspraxis umsetzen“ soll zentrale Bausteine vermitteln und Unternehmen dabei unterstützen, Nachhaltigkeit in ihren Alltag zu integrieren.“
Dr. Rainald Dobbener, Nachhaltigkeitsmanager, Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG, hob die praktischen Herausforderungen hervor: „Man kann eine emissionsstarke und energieintensive Schwerindustrie transformieren, wenn man sich selbstkritisch mit den eigenen Prozessen auseinandersetzt und im Anschluss ein Konzept entwickelt.“
Abschließend gaben Sophie Sandner und Jonas Barth von der TU Darmstadt praktische Leitlinien für Unternehmen an die Hand: „Produzierende Unternehmen stehen vor der Herausforderung, eine kreislauffähige Wertschöpfung zu integrieren. Unser Leitfaden zeigt aktuelle Umsetzungsbeispiele und erste Schritte auf.“