Die Stimmung in der hessischen Metall- und Elektroindustrie hat sich im Herbst 2025 nicht verbessert. Die Unternehmen sehen weiterhin keine Erholung. Dies geht aus der diesjährigen Herbstumfrage von HESSENMETALL hervor, an der sich 143 Mitgliedsunternehmen mit rund 45.000 Beschäftigten beteiligt haben.
Immer noch beurteilen 33 Prozent der Unternehmen die Lage als „schlecht“. Im Vergleich zum Frühjahr ist dies sogar nochmal eine Verschlechterung um 5 Prozentpunkte, während unverändert nur jedes vierte Unternehmen die Lage als „gut“ einschätzt. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate zeugen von wenig Optimismus: nur 16 Prozent der Unternehmen erwarten eine Verbesserung der Lage.
Auffällig ist, dass der Saldo aus positiven und negativen Lageeinschätzungen in keiner der erfassten Branchen positiv ist. Besonders schlecht ist die Lage aktuell in der Metallindustrie mit einem Saldo von -28. Nach Größenklassen differenziert ist die Lage hingegen vor allem in größeren Unternehmen ab 200 Mitarbeitern besonders schlecht.
Die Unternehmen haben auch weiterhin mit einer schwachen Nachfrage zu kämpfen. 42 Prozent der Unternehmen bezeichnen ihre Auftragsbestände immer noch als zu niedrig. Für 53 Prozent sind sie gerade mal ausreichend. Die Hälfte der Unternehmen erwartet nicht, dass sich die Auftragslage in den nächsten sechs Monaten ändert. 25 Prozent erwarten sogar weiter abnehmende Auftragsbestände. Hintergrund für diesen Pessimismus ist auch der weiterhin schwache Export. Für die Hälfte der Unternehmen ist er aktuell gerade mal ausreichend und für weitere 39 Prozent zu gering. Dies belegt, dass die Unternehmen weiterhin einen schweren Stand auf dem Weltmarkt haben.
Die schwache wirtschaftliche Lage hat auch immer stärkere Auswirkungen auf die Beschäftigung. Ein Drittel der Unternehmen musste seit dem Frühjahr seine Stammbelegschaft reduzieren und auch in den kommenden sechs Monaten erwartet fast jedes dritte Unternehmen einen Beschäftigungsrückgang. Betroffen ist vor allem die Produktion.