Pollert: Bundesregierung muss ohne Wenn und Aber Kurs auf Reformen setzen. Uns läuft die Zeit davon.
Frankfurt am Main. Im Mai 2026 waren nach den Zahlen des Statistischen Landesamtes 187.000 Beschäftigte in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie tätig. Im Vergleich zum Vormonat April 2026 gingen damit weitere 600 Arbeitsplätze verloren.
Im Vergleich zum Vorjahresmonat beschäftigten die M+E-Unternehmen 3,3 Prozent bzw. 6.400 Beschäftigte weniger. Gegenüber dem Höchststand im September 2018 sind damit über 33.000 Arbeitsplätze verloren gegangen, was einem Rückgang von 15 Prozent entspricht.
HESSENMETALL-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert: „Der Beschäftigungsrückgang in der hessischen Metall- und Elektro-Industrie ist dramatisch. Der Wegfall von 33.000 Arbeitsplätzen bedeutet einen Verlust von rund 3,4 Milliarden Euro Wertschöpfung für unser Land. Jeder verlorene Arbeitsplatz heißt auch weniger Steuereinnahmen und Sozialbeiträge. Deshalb muss die Bundesregierung die angekündigten Reformen ohne Wenn und Aber endlich umsetzen und zeitnah als Gesetze in Kraft treten lassen. Die Standortkosten müssen sinken, Bürokratie abgebaut und die Sozialversicherungsbeiträge auf 40 Prozent zurückgeführt werden. Und dies ohne neues Geld ins System zu pumpen, sondern mit klaren Sparvorgaben in allen Sozialversicherungszweigen. Erst wenn die Kosten sinken, werden Investitionen für die Unternehmen wieder attraktiver und somit Arbeitsplätze gesichert.“