Manteltarifvertrag

Der sog. Manteltarifvertrag bildet das Herzstück eines jeden Flächentarifwerks. In ihm sind wichtige Aspekte des Arbeitsverhältnisses geregelt, die langfristig gelten sollen. Hierzu gehören u.a. die Dauer und Verteilung der Arbeitszeit, Regelungen zu Urlaubsansprüchen und ihrer Behandlung hinsichtlich einzelner Fragestellungen wie der Kürzung bei unterjährigem Ein- oder Austritt oder Fristen, die bei einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses von Arbeitgeber und Arbeitnehmer einzuhalten sind.

Wegen der langfristig angelegten Dauer solcher Regelungen sind Manteltarifverträge nur selten Gegenstand von Veränderungen, Streichungen oder Ergänzungen. Der Manteltarifvertrag der hessischen Metall- und Elektroindustrie wurde 2005 nach der Vereinbarung des Entgeltrahmenabkommens ERA an die damit erfolgte Zusammenführung der früher als Arbeiter und Angestellte geführten Beschäftigte angepasst. Wo es vormals für beide Gruppen unterschiedliche Regelungen gleicher Sachverhalte gab, wurden diese vereinheitlicht.

Der Manteltarifvertrag ist zuletzt am 9. März 2020 geändert worden und gilt für alle tarifgebundenen Mitgliedsunternehmen von HESSEN­METALL.

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Martina Zilch

Martina Zilch
Syndikusrechtsanwältin Tarifwesen und Arbeitswissenschaft

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Lars Eickmeier

Lars Eickmeier
Assessor Tarifwesen und Arbeitswissenschaft