Kultusministerium und HESSEN­METALL ehren Sieger/-innen des 53. Mathematik-Wettbewerbs

Gastgeber Siemens AG Frankfurt informiert über Ausbildungsmöglichkeiten und duale Studiengänge

Über 49.000 Achtklässlerinnen und Achtklässler aus 507 Schulen haben sich am Hessischen Mathematik-Wettbewerb 2020/21 beteiligt. Heute wurden die jeweils sechs besten ihrer Schulform bei einer virtuellen Preisverleihung geehrt.

Dazu erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz: „Für die Zukunft unseres hessischen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorts sind gut ausgebildete junge Menschen von entscheidender Bedeutung. Eine ganz besondere Rolle spielt dabei die Mathematik, denn sie gibt uns überhaupt erst das Rüstzeug an die Hand, das wir für die Lösung naturwissenschaftlicher und technischer Probleme benötigen. Ich gratuliere allen erfolgreichen Schülerinnen und Schülern sehr zu dieser besonderen Auszeichnung.“

Rainer Welzel, Vorsitzender des Arbeitgeberverbandes HESSEN­METALL Rhein-Main-Taunus und Personalleiter der Siemens AG in Frankfurt am Main, lobte die Schülerinnen und Schüler: „Ihr habt eine tolle Leistung vollbracht. Wir brauchen Mathetalente wie euch in unseren Unter­nehmen, denn für eine erfolgreiche Digitalisierung benötigen wir kluge Köpfe, die mit uns gemeinsam neue Maschinen und innovative Technologien entwickeln. Durch die Pandemie ist die digitale Transformation in den Betrieben der hessischen Metall- und Elektro-Industrie rasant beschleunigt und vorangetrieben worden. In den kommenden Jahren brauchen wir deshalb zehntausende Fachkräfte in den MINT-Berufen. Mit euren mathematischen Fähigkeiten seid ihr bestens dafür geeignet. Ob als Elektronikerin, Mechatronikerin, Fachinformatikerin oder Industriekauffrau – ein gutes Verständnis für Zahlen ist in den Berufen unserer Metall- und Elektro-Industrie extrem wichtig.“

Pia Steingötter, Recruiterin der Siemens Professional Education in Frankfurt am Main, nahm die Jugendlichen auf eine virtuelle, interaktive Reise ins gastgebende Unter­nehmen Siemens AG mit und zeigte die vielseitigen Berufsperspektiven auf: „Der Erfolg unseres Unter­nehmens ist untrennbar mit hoch qualifizierten Mitarbeitenden verbunden. Die richtigen Mitarbeitenden mit den richtigen Kompetenzen sind entscheidend für unser weiteres Wachstum. Darum investiert Siemens jährlich rund 159 Millionen Euro in Ausbildung. Eine Investition, die 2020 weltweit 6.800 Auszubildenden und dual Studierenden zugutekam. Das macht uns zu einem der größten Ausbilder der Welt. Aber unsere Programme stehen nicht nur Azubis und dual Studierenden von Siemens offen. 890 Lernende anderer Unter­nehmen nahmen 2020 unser Ausbildungsangebot wahr. Unsere Ausbilder nutzen neueste Technologien, um Fach- und Technikkompetenzen zu vermitteln – von Cloud-Computing und Maschine zu Maschine (M2M) bis hin zu Sensoren, Robotern und Embedded Systems. Wir haben also bereits vor der Pandemie digital gearbeitet und ausgebildet. Seit Beginn der Pandemie setzen wir nun auch für Auswahlprozesse, Berufsorientierung oder Messen auf digitale Angebote. Beispielsweise veranstaltete Siemens in diesem Jahr einen virtuellen Girls’Day und virtuelle Schnuppertage, eröffnete eine Online-Bewerbermesse, entwickelte ein Online-Assessment und einen virtuellen Jobnavigator.“

Die siegreichen Schülerinnen und Schüler lauten:

Aufgabengruppe A – Gymnasien*
1.    Pascal Atzler    Winfriedschule        Fulda
2.    Elias Haas    Gymnasium Philippinum    Marburg
3.    Julia Brenckmann    Anna-Schmidt-Schule    Frankfurt
3.    Lasse Jungermann    Max-Planck-Gymnasium    Groß-Umstadt
4.    Frank Jeschke    Bischof-Neumann-Schule    Königstein im Taunus
5.    Celina Hohenstein    Albert-Schweitzer-Schule    Groß-Zimmern

Aufgabengruppe B – Realschulen*
1.    Jiyu Park    Obermayr International School    Schwalbach
2.    Katharina Ebner    Anne-Frank-Schule        Linden
3.    Saphira Jeltsch    Gesamtschule Kaufungen    Kaufungen
4.    Sarah Schmitt    Realschule Marianum        Fulda
5.    Maximilian Krämer    Gesamtschule Busecker Tal    Buseck
6.    Florian Losensky    Kurt-Schumacher-Schule    Karben

Aufgabengruppe C – Hauptschulen*
1.    Julian Wons    Elisabeth-Selbert-Schule    Zierenberg
2.    Celebi Celebi    Heinrich-von-Kleist-Schule und IGS Rheingauviertel    Wiesbaden
3.    Sarah Barget    Johannes-Kepler-Schule    Neuhof
4.    Semih Iyigün    Sophie-von-Brabant-Schule    Marburg
5.    Leon Göbler    Geschwister-Scholl-Schule    Niddatal
6.    Karim Tennah    Stadtteilschule Arheilgen    Darmstadt

*sowie entsprechende Gesamtschulzweige

Besonders erfolgreiche Schulen:

Gymnasium: Augustinerschule Friedberg, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg, Lessing-Gymnasium Frankfurt

Realschule: Alfred-Delp-Schule Lampertheim, Elisabethenschule Hofheim, Gesamtschule Busecker Tal in Buseck, Realschule Marianum Fulda

Hauptschule: Don-Bosco-Schule Künzell, Heinrich-von-Kleist-Schule und IGS Rheingauviertel Wiesbaden, Johannes-Kepler-Schule Neuhof

Hintergrund

Der Mathematikwettbewerb des Landes Hessen besteht seit dem Jahr 1968 und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 8. Einzigartig ist die Trennung nach Schulformen, die einen Schulvergleich ermöglicht, der von allen Beteiligten sehr interessiert verfolgt wird. Zunächst zur freiwilligen Teilnahme angeboten, wurde er ab dem Jahr 2000 zunehmend verbindlicher. Zwischen 2001 und 2011 war und seit 2016 ist die Teilnahme wieder für alle hessischen allgemeinbildenden Schulen verpflichtend.

Der Arbeitgeberverband Hessenmetall unterstützt den Wettbewerb seit dem Jahr 2000 als Interessenvertretung von Hessens größter Industrie, die anspruchsvolle Ausbildungsplätze anbietet, in denen gute Kenntnisse in Mathematik unverzichtbar sind.

Weitere Informationen unter https://www.mathematik-wettbewerb.de

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