Wie können Unternehmen junge Menschen frühzeitig für Ausbildung und Beruf begeistern?
Eine neue Publikation des ifaa gibt praxisnahe Empfehlungen für Unternehmen, Schulen und Eltern. Der Übergang von der Schule in den Beruf ist für junge Menschen eine entscheidende Phase. Damit sie fundierte Entscheidungen treffen können, benötigen sie Orientierung, realistische Einblicke in die Arbeitswelt und verlässliche Begleitung. Zugleich stehen Unternehmen vor der Aufgabe, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen und langfristig zu binden.
Die neue ifaa-Publikation Jugendliche in den Beruf begleiten – Zukunft sichern greift diese Herausforderungen auf. Auf Grundlage der NORDMETALL-Jugendstudien gibt sie Einblicke in die Erwartungen und Entscheidungsprozesse junger Menschen und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen, Schulen und Eltern ab.
Für Unternehmen zeigt die Broschüre unter anderem, wie sie
- Kooperationen mit Schulen gestalten,
- durch Praxistage und Betriebsbesichtigungen Interesse wecken,
- attraktive Praktika anbieten,
- realistische Einblicke in Ausbildungsberufe vermitteln,
- Bewerbungswege erleichtern und
- junge Menschen während der Ausbildung begleiten und langfristig binden können.
Wie praxisnahe Berufsorientierung konkret aussehen kann, zeigt ein vom ifaa begleitetes zweitägiges Format in Rheinland-Pfalz. 14 Unternehmen ermöglichten 186 Schülerinnen und Schülern unmittelbare Einblicke in betriebliche Abläufe und Berufsbilder. Bei Unternehmensbesuchen, in Lehrwerkstätten und in 80-minütigen Workshops konnten die Jugendlichen Fragen stellen und selbst Arbeitsschritte ausprobieren.
Die Broschüre unterstreicht: Praxisangebote können Jugendlichen helfen, eigene Interessen und Fähigkeiten besser einzuschätzen und realistische berufliche Perspektiven zu entwickeln. Gleichzeitig ermöglichen sie Unternehmen, frühzeitig mit potenziellen Nachwuchskräften in Kontakt zu treten und Ausbildung sichtbar zu machen.