Rainer Welzel als Vorstandsvorsitzender wiedergewählt

HESSENMETALL Rhein-Main-Taunus und Science-Comedian Vince Ebert fordern mehr Technologieoffenheit

Bad Vilbel. Frankfurt am Main. „So können und werden wir gemeinsam die erfolgreiche Arbeit für unsere Mitgliedsunternehmen aus der Metall-, Elektro- und IT-Industrie weiter fortsetzen und ausbauen“, hat der wiedergewählte Vorstandsvorsitzende von HESSENMETALL Rhein-Main-Taunus, Rainer Welzel, die Wahlergebnisse anlässlich der 25. Mitgliederversammlung kommentiert. Der erste Teil der Mitgliederversammlung des Arbeitgeberverbandes war geprägt von den Wahlen der Gremien Vorstand und Beirat sowie der Rechnungsprüfer und der Delegierten des Tarifpolitischen Ausschusses.

Rainer Welzel: „Mein herzlicher Dank gilt allen Gremienmitgliedern, die sich hier in der vergangenen Wahlperiode für unsere Ziele eingesetzt haben. Mit großem kollegialem Respekt verabschiede ich die nun Ausgeschiedenen und freue mich auf die gute Zusammenarbeit mit den neu- und wiedergewählten Kolleginnen und Kollegen. Gemeinsam wollen wir uns stark machen für einen wettbewerbsfähigen Heimatstandort. Vom Großunternehmen bis zum Start-up bieten wir Unternehmen vielfältige Services, die weit über das Arbeitsrecht hinausgehen. Mit dem Ausbau unseres Netzwerks und unserer Dienstleistungen wollen wir den Mitgliederzuwachs fortsetzen.“

Friedrich Avenarius, Geschäftsführer von HESSENMETALL Rhein-Main-Taunus, bedankte sich ebenfalls bei allen Gremienmitgliedern. „Die Expertise und die Einblicke, die wir aus dem Ehrenamt aus allen Branchen unserer Industrie erhalten, macht uns so stark“, sagte er. Den Fokus legte Avenarius auf das Thema Bürokratie: „Von unseren Mitgliedsunternehmen wissen wir, dass kaum ein Unternehmen die Bürokratie einfach neben dem normalen Geschäftsbetrieb erledigen kann. Die Folgen sind ein hoher Personalaufwand und hohe Kosten für externe Dienstleister. Schneller Planungs- und Genehmigungsverfahren? Fehlanzeige!“ Die Politik müsse die Unternehmen jetzt entlasten, um weiteren Schaden von der Wirtschaft abzuwenden. Avenarius erläuterte: „62 Prozent der hessischen M+E-Unternehmen berichten, dass ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Bürokratie beeinträchtigt ist. Die Politik muss den bürokratischen Aufwand also jetzt schnell und spürbar reduzieren.“

Den Impuls des Abends lieferte der bundesweit bekannte Science-Comedian Vince Ebert mit seinem ebenso lustigen wie ernsten Vortrag „Lichtblick statt Blackout“. Vince Ebert meinte: „Erderwärmung, Energiekrise, Blackout-Gefahr und Inflation - die schlechten Nachrichten reißen nicht ab. Die drohende Apokalypse ist ein Dauerbrenner.“ Er fragte die rund 150 Gäste: „Ist es wirklich Fünf vor Zwölf? Oder nur Zwölf vor Fünf? Und überhaupt: Wie geht Deutschland mit seiner Zukunft um? Tun wir aus den richtigen Gründen das Falsche? Brauchen wir gar einen völlig neuen Denkansatz?“ In seinem Vortrag zeigte der Physiker, Moderator und Bestsellerautor: Die wichtigste Ressource in diesem Land steckt in unseren Köpfen. „Statt Zukunftsangst, Verzichtappelle und Untergangsrhetorik brauchen wir mehr Mut, mehr Technologieoffenheit und mehr Fortschrittsbegeisterung“, forderte Ebert.

HESSENMETALL-Geschäftsführer Friedrich Avenarius stimmte zu: „Als Arbeitgeberverband setzen wir uns mit unserem Netzwerk seit langem mit Maßnahmen zur Berufsorientierung und Hochschulkooperationen dafür ein, dass Bildung, Unternehmergeist, Forschung und Wissenschaft besser aufeinander abgestimmt sind. Gerade die Metall-, Elektro- und IT-Unternehmen werden die Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit entwickeln. Denkverbote statt Technologieoffenheit und Überregulierung statt Pragmatismus können wir uns im globalen Wettbewerb einfach nicht mehr leisten, wenn wir Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand sichern wollen.“

 

Friedrich Avenarius

Friedrich Avenarius

Geschäftsführer
Rhein-Main-Taunus

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