CEO im Interview – Frank Blanke, Geschäftsführer bei Hettich in Frankenberg

„Wir bewegen Möbel“

In unserer Serie „CEO im Interview“ stellen wir Geschäftsführer und ihre Unternehmen vor. In dieser Folge ist Frank Blanke an der Reihe, Geschäftsführer des Unternehmens Druck- und Spritzgußwerk Hettich GmbH & Co. KG in Frankenberg. Mit Blick auf aktuelle Trends in der Branche hat sich das Unternehmen auf die Fahnen geschrieben „außergewöhnlich zu denken und entschlossen neue Wege zu gehen.“

Herr Blanke, seit wann besteht das Unternehmen, wie viele Mitarbeitende beschäftigen Sie, und was bietet Ihre Firma?
Das Unternehmen Hettich wurde vor 135 Jahren gegründet und ist in 4. Generation im Familienbesitz. Heute sind wir einer der größten Möbelbeschlagshersteller weltweit. Global vernetzt, lokal verwurzelt, entwickeln und produzieren wir seit 1966 mit 450 Beschäftigten am Standort Frankenberg/Eder Kunststoffkomponenten für unsere Beschlagslösungen.

 

Wie war Ihr bisheriger Werdegang?
Im Anschluss an eine Berufsausbildung habe ich an der TU Brauschweig Maschinenbau studiert. Danach hatte ich die Möglichkeit, bei einem namenhaften Glashersteller in verschiedensten Führungspositionen arbeiten zu können. Nach über 10 Jahren wechselte ich in die Automobilzulieferindustrie. Die dort gesammelten Erfahrungen in unterschiedlichen Managementfunktionen legten die Basis für meine heutige Tätigkeit. Seit 2015 verantworte ich als Geschäftsführer die Hettich Aktivitäten in Frankenberg.

Was schätzen Sie daran, Geschäftsführer zu sein?
Die Vielfältigkeit der Themen, die einem tagtäglich begegnen sowie die Möglichkeit, unsere soziale, gesellschaftliche und ökologische Verantwortung zu gestalten, motivieren mich. Als leidenschaftlicher Ingenieur begeistere ich mich für innovative Produkte sowie zukunftsweisende Fertigungstechnologien. In der Funktion als Geschäftsführer habe ich zudem den Gestaltungsspielraum, diese Themen voran zu treiben.

Wie viel Freizeit haben Sie und was machen Sie damit?
Eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit habe ich nicht. Der Fokus liegt sicherlich auf der Arbeit. Mit meiner Familie unternehme ich unterschiedliche Freizeitaktivitäten. Zudem betreibe ich Ausdauersport, wie joggen und Fahrradfahren und…wer ein eigenes Haus hat, weiß: Hier gibt es immer was zu tun.     

Welches sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für unsere Region und haben Sie Lösungsansätze?
Als Gründungsmitglied im Verein „klimaneutrales Waldeck-Frankenberg“ liegt mir die energieeffiziente Industrie am Herzen. Hierzu haben wir uns mit Unternehmen, Gemeinden und Politik vernetzt. Gemeinsam gilt es, wettbewerbsfähige Lösungen zu finden.

Was konkret unternehmen Sie gegen den Fachkräftemangel?
Wir bilden im eigenem Unternehmen aus und passen die Ausbildungsinhalte und Lernkonzepte regelmäßig an. Wir sind in der Region präsent, um bereits Schüler für eine technische oder handwerkliche Ausbildung zu begeistern.

Darüber hinaus unterstützen wir Kollegen, die sich für ein duales Studium interessieren.

Welchen Trend beobachten Sie in Ihrer Branche?
Themen wie Spaltmaße, Minimalismus, Präzision oder modernes Design beherrschen viele Unternehmen in der Branche. Wettbewerber aus Asien haben zu uns aufgeschlossen. Die Frage aber ist: Wie kann man vorne sein, wenn alle gleichauf sind? Oder wie den Unterschied machen, wenn alle das gleiche bieten?

Unser Weg: außergewöhnlich denken und entschlossen neue Wege gehen.

Vielen Dank für das Interview.

Näheres zum Unter­nehmen Hettich

Frauke Syring

Referentin der Pressestelle Kassel

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