Editorial

Liebe Mitglieder!

Unsere Industrie macht sich fit für die Zukunft:

In ihr wandelt sich die Rolle der Chefs, wie unser Erfahrungsaustausch der Personaler ergab. Maschinenbauer steigen zügig in den Plattformwettbewerb ein - z. B. bei Adamos, um beim industriellen Internet der Dinge und Dienste die Nase vorn zu haben, wie unser Erfahrungsaustausch der IT-Anbieter und IT-Nutzer auf dem IT-Forum ergab. Und sie beschäftigt sich verstärkt mit der energieeffizienten Fabrik sowie den entsprechenden Produktionsmaschinen und -prozessen.

Unsere Industrie ist aktuell gut unterwegs:

Im 1. Quartal verzeichneten unsere Metall- und Elektro-Unternehmen einen Beschäftigungsrekord – warum erläutert unser Quartalsbericht. Wieviel kreativer Gründergeist in unserer Industrie herrscht zeigen die Fallbeispiele von eta|opt und Jäger direkt. Die duale Ausbildung zieht teilweise gleich mit den Bachelors, erfuhren wir beim 50. Hessischen Mathematikwettbewerb, den wir seit 18 Jahre fördern.

Unsere Juristen: immer an Ihrer Seite:
 u.a. beim Fußballschauen während der Arbeitszeit mit den besten arbeitsrechtliche Tipps, bei der Gefährdungsbeurteilung nach dem Mutterschutzgesetz mit Orientierung und um die Fallstricke der gefährlichen Formulierung „Im Übrigen bleiben …“ zu vermeiden mit Musterverträgen.

Führungskräfte: Mehr Coach als Macher, kompetent selbst beim Kontrollverlust

Wie Big Data die Personalarbeit verändert, war Thema des 1. HESSENMETALL Personalkongresses. Industrie 4.0 ist in der M+E-Industrie von Metallerzeugung weitgehend strategisch verankert, vielfach schon in Prozessen integriert und mit Investitionen unterlegt. Arbeit 4.0 hingegen ist oft noch Neuland. Wie dieses Neuland zu erobern ist berichteten u.a. Rainer Hetzer, Senior Vice President Human Relations, Division Chassis & Safety des Technologieunternehmens Continental, Prof. Dr. Walter Jochmann, Geschäftsführer Kienbaum Consultants International GmbH, Dr. Andreas Sourisseaux, Partner, Sourisseaux Partners, Corporate Psychologists, Michael Kaiser, Geschäftsführung, Rhenus Document Services GmbH.

Führungskräfte
und Beschäftigte müssen umdenken. Führung ist mehr und mehr von einem neuen Rollenverständnis geprägt: weniger Macher und Entscheider, mehr Förderer und Coach. Klassische Führungskompetenzen müssen durch digitale Führungskompetenzen ergänzt werden. Der digitale Wandel bietet für die Personalführung neue Gestaltungsspielräume. Selbstorganisation sowie eigenverantwortliches Denken und Handeln werden immer wichtiger. Auch Grenzen zwischen Abteilungen lösen sich auf. Die Mitarbeiter selbst entscheiden zunehmend mehr. Gefragt ist die Bereitschaft zum Aufbau von abteilungsübergreifenden Netzwerken. Expertenwissen allein genügt nicht mehr, gefordert sind Teamarbeit und die Teilung von Wissen. Diese Aspekte stellen Führungskräfte vor allem bei Personalentwicklung und Qualifizierung vor hohe Anforderungen. Führungskräfte selbst müssen lernen, beim Einsatz moderner Methoden der Personalführung 4.0 mit Kontrollverlust umzugehen.

Die Plattform der Zukunft: Maschinenbauer steigen in Plattformwettbewerb ein

Die deutsche Metall- und Elektro-Industrie muss eigene Plattformen für das industrielle Internet schaffen, um auch weiterhin im Besitz unserer wertvollen Daten zu bleiben. Genau das bietet Adamos, der Zusammenschluss verschiedener Weltmarktführer im Maschinen- und Anlagenbau: eine herstellerneutrale Plattform als Zugang zur Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge. Mit solchen Eigenentwicklungen können wir die Digitalisierung in Deutschland vorantreiben – und werden nicht selbst zu Getriebenen!

Beim 2. HESSENMETALL IT-Forum, das vor kurzem im Haus der Wirtschaft in Darmstadt stattfand, stellte sich der neue Plattformdienstleister Adamos vor. Ende 2017 haben die Weltmarktführer im Maschinen- und Anlagenbau, DMG Mori, Dürr, Zeiss und ASM PT, sowie der Technologiekonzern Software AG das Joint Venture Adamos gegründet. Sie wollen mittelständischen Maschinenbauern den Zugang zur digitalen Wertschöpfung in der Industrie 4.0 und dem Industriellen Internet der Dinge ermöglichen.

Mit energieeffizienter Fabrik 40% Energieeinsparung

Der weltweite Energiebedarf steigt. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die Energiewende und gestiegene Strompreise zu meistern. Energieeffizienz ist ein echter Standortvorteil. HESSENMETALL hat in Kooperation mit der Technischen Universität Darmstadt und der ETA-Lernfabrik den Energieeffizienzkongress ins Leben gerufen. Der 1. Findet am 30. August 2018 in der ETA-Fabrik statt. Dort wird das System Produktionsfabrik als Ganzes gedacht – und mit diesem Ansatz werden Energieeinsparpotenziale von rund 40 Prozent erzielt.

Mathe-Asse u.a. für das Berufsfeld Mathematisch-technischer Software-Entwickler!

„Mit dem Ausbildungsberuf `Mathematisch-technischer Softwareentwickler´ (MATSE) und dem dualen Studiengang `Embedded Systems´ haben wir nachhaltig in die Kompetenzen unserer Mitarbeiter investiert. Innerhalb der Ausbildung setzen wir auch kollaborative Roboter ein, die helfen, die Mensch-Maschine-Schnittstelle besser zu verstehen", erläuterte bei der Siegerehrung im 50. Mathematik-Wettbewerb Norma Schöwe, Personalleiterin Continental Automotive GmbH im Werk Babenhausen. Der Mechatroniker sei für Conti die „eierlegende Wollmilchsau“ der dualen Ausbildung für Mechanik und Elektronik. Der MATSE soll das für Software und Künstliche Intelligenz werden – und am Ende der Ausbildung soll das Niveau eines Bachelorstudiengangs erreicht werden, skizzierte Wolfgang Scheer, Leiter Ausbildung Deutschland, die Eckpfeiler des „House of Skills“ des Technologiekonzerns.

Auch scheitern will gelernt sein, sagt Startup-Gründer Dr.-Ing. Christoph Pohl

Die eta|opt GmbH ist Hersteller von innovativen, druckluftlosen Saug-Hebevorrichtungen und mit 15 Mitarbeitern Lieferant für Produktions- und Industriebetriebe aller Branchen. Sie wurde 2015 von Pohl als Spin-off aus dem Fachgebiet „Umweltgerechte Produkte und Prozesse der Uni Kassel“ gegründet. Die patentierte eta|vac–Technologie hatte er während seiner Promotion entwickelt. Als passionierter Netzwerker ist er auch Mitglied im Arbeitgeberverband HESSENMETALL geworden. Auch die rechtliche Unterstützung ist für ihn als junger Unternehmen eine wirkliche Unterstützung. Pohl glaubt, dass wir bei Jugendlichen mehr den Mut zum Unternehmertum wecken und in der Gesellschaft die Einstellung zum Scheitern vor allem bei Unternehmensgründungen ändern müssen.

Alles für das smarte Leben – Gründer Thomas Jäger über Träume und die digitale Welt

Er ist smart, gut drauf und hat schon Großes geleistet: 1990, mit 25 Jahren, verwirklichte Thomas Jäger gemeinsam mit Franz-Josef Fischer und zwei weiteren Partnern den Traum vom „etwas anderen“ Unternehmen. Sie gründeten in einer Garage Jäger Direkt und entwickelten einen Systemlieferanten für elektrotechnische Lösungen. Inzwischen zählt die Firma 280 Mitarbeiter, hat zwei Tochterunternehmen im Ausland und eine hochmoderne Fabrik in Heppenheim. Die Gründer hatten die Idee, Elektrikern neben einzelnen Produkten auch komplette Lösungen in hoher Qualität und der nötigen Prozessunterstützung anzubieten – von Schaltern, intelligenten Steuerungen und LED-Konzepten bis zur Stromversorgung auf der Baustelle. Statt über den Großhandel nahmen sie den direkten Weg zum Elektrofachbetrieb und konnten so günstiger und flexibler anbieten. Der Erfolg gibt ihnen Recht.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer. Bleiben Sie uns gewogen!

Herzliche Grüße
Ihr Dirk Pollert

Ansprechpartner
Dirk Pollert

Dirk Pollert
Hauptgeschäftsführer