Nachhaltigkeit konkret!

Impulse aus Unter­nehmen und Kirche gehen auf gesellschaftliche und unternehmerische Verantwortung ein. 

Eine gesellschaftliche Kultur der Nachhaltigkeit zu entwickeln, gehört zu den großen Herausforderungen der Gegenwart. Was das konkret bedeutet, zeigte die Veranstaltung „Nachhaltigkeit konkret!“ auf, die am 30. Juni gemeinsam von den Unternehmerverbände Südhessen, dem Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau sowie der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau durchgeführt wurde. 

Dadurch, dass Unter­nehmen und Kirchen unterschiedliche gesellschaftliche Rollen in der Gesellschaft ausfüllen, stehen ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung, gesellschaftlich Verantwortung zu übernehmen. 

Wie sich dies unterschiedlichen Rollen bei der Entwicklung einer gesellschaftlichen Kultur der Nachhaltigkeit sinnvoll ergänzen können, veranschaulichten die Impulse und Praxisbeispiele der Referenten der Abendveranstaltung im Haus der Wirtschaft Südhessen. 

Mit einem herzhaften „Es geht was!“ motivierte Pfr. Dr. Ralf Stroh vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN die Gäste aus Unter­nehmen, Kirche und Schule, sich für die Entwicklung einer gesellschaftlichen Kultur der Nachhaltigkeit einzusetzen. Claus Lau, Unternehmer und Vorsitzender des Unternehmerverband Südhessen e.V., nahm in seinem Impuls die unternehmerische Verantwortung für die Enkelgeneration in den Blick und stellte mit „futurerise old powerplants“ eine Methode vor, die stillgelegte Kraftwerke als Wasserstofflieferant für Fahrzeuge und Wärmelieferant für Fernwärme nutzt. 

Weitere Einblicke in die Praxis gaben Dr. Jennifer Achten-Gozdowski vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN und Ralf Lokay, Inhaber der Umweltdruckerei Lokay und Mitglied im Mitgliederrat des Unternehmerverband Südhessen. Ralf Lokay zeigte auf, dass ökologische Nachhaltigkeit und bedrucktes Papier kein Widerspruch sein müssen. Dass Nachhaltigkeit in seinem Unter­nehmen über das Produkt hinaus geht, zeigte die ökologische Sanierung seines Firmengebäudes und seine Firmen-Fahrradflotte. 
Einen niederschwelligen Einstieg in das Thema für alle Bürgerinnen und Bürger stellte Dr. Achten-Gozdowski vor. Sie hatte die Spielmethode WELTIVITY mitgebracht, bei der sich die Mitspielerinnen und Mitspieler mit aktuellen gesellschaftspolitischen Themen wie zum Beispiel Nachhaltigkeit auseinandersetzen, indem sie mit auf einem Spielfeld um die Erde reisen und dabei Informationen sammeln und Aufgaben lösen und so Wissen aufbauen und eigene Handlungsmöglichkeiten erkennen. 

Beim abschließenden Netzwerken bliebt ausreichend Zeit, die gehörten Beiträge zu diskutieren und zu vertiefen. 

„Nachhaltigkeit konkret!“ ist Teil einer Veranstaltungsreihe mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, die gesellschaftliche relevante Themen aufgreift und aus Unternehmersicht sowie Sicht der EKHN diskutiert.