Editorial

Sehr geehrte Damen und Herren,

Hans-Joachim Jungbluthnach einer besonders schweren ersten Jahreshälfte blicken wir den nächsten Monaten mit vorsichtigem Optimismus entgegen. Die akute, erste Phase der Pandemie ist aktuell überwunden und das öffentliche und wirtschaftliche Leben kann zunächst aufatmen. Allerdings ist dies das Ergebnis davon, dass Regierung und Bevölkerung den strengen Empfehlungen führender Virologen gefolgt sind und wir – zum Wohle der Gesundheit – Wochen des Stillstandes in der deutschen Wirtschaft verkraften mussten. Ein Stillstand, der schnell deutliche Folgen mit sich brachte und dies auch weiter tun wird. Mit diesen Auswirkungen hat vor allem die Metall- und Elektro-Industrie zu kämpfen und das trotz ihrer Exportstärke und Innovationskraft. Die Coronakrise trifft sie in einem Schraubstock aus Rezession und Strukturwandel, gekennzeichnet von globalem digitalen und ökologischen Wandel. Nur wenn es gelingt gestärkt aus dieser Krise hervor- als auch voranzugehen und sich gemeinsam mit der Weltwirtschaft zu erholen, kann von einem gelungenen Wiederhochfahren und einer zukunftsorientierten Wiederherstellung, als nächste Phasen der Pandemiebewältigung, die Rede sein.

Da das neue Coronavirus und seine Folgen eine Herausforderung bleiben werden, gilt es gerade jetzt flexible sowie moderne Ideen zu entwickeln und umzusetzen, die eine neue, zukunftsfähige Normalität ermöglichen. Neue, anstrengende aber richtige Wege brauchen allerdings auch ein starkes Fundament und hierfür bietet die soziale Marktwirtschaft in Deutschland den bewährten Rahmen. Gelenkt durch die Freiheit des Marktes, unterstützt von sozialem Ausgleich und geformt durch Fachwissen wird unsere Branche auch diese Herausforderung meistern und sich mit entsprechendem Geschäftssinn durchsetzen. All diese entscheidenden Bereiche unseres Gemeinwesens müssen jetzt gestärkt und gezielt reformiert werden. An vorderster Stelle steht die soziale Sicherung, das Steuersystem, Infrastruktur in jeglicher Hinsicht, innere und äußere Sicherheit und selbstverständlich Bildung.

Insbesondere die Aus- und Weiterbildung bleibt ein entscheidender zukunftssichernder Faktor für die M+E-Industrie. In diesem Zusammenhang möchten wir Ihnen auch eine junge, vielversprechende Mathematikerin und einen Mathematiker unserer Region vorstellen. Pauline Broll aus Steinau hat den Mathematik-Wettbewerb 2019/2020 des Landes Hessen in der Gruppe A Gymnasium gewonnen und uns gemeinsam mit Joshua Schreiber aus Jossgrund, der den vierten Platz in der Gruppe B Realschule gemacht hat, im Haus der Wirtschaft Offenbach besucht. Eindrücke über die Industrie der Zukunft erhalten Sie in unserem Beitrag zu einem Großprojekt der Dematic im Bereich der vollautomatisierten Distributionszentren. Lesen Sie außerdem in unserer Reihe zu arbeitsrechtlichen Irrtümern und aktuellen Fällen Neues aus unserer Rechtsabteilung. Zusätzlich erhalten sie aktuelle Informationen zu den nächsten Seminarveranstaltungen der Bezirksgruppe und Hinweise zu unseren Services Nachwuchskräfteförderung und Öffentlichkeitsarbeit.

Ich wünsche Ihnen trotz allem weiterhin eine erholsame Sommerzeit.
Bleiben Sie optimistisch und gesund!

Herzliche Grüße
Ihr
Hans-Joachim Jungbluth
Geschäftsführer der Bezirksgruppe
Offenbach und Osthessen

Ansprechpartner
Talisa Dean, M.A.

Talisa Dean, M.A.
Leiterin Presse,
Öffentlichkeitsarbeit und Bildung
Offenbach und Osthessen