CEO im Interview: Dr.-Ing. Christoph Pohl

7 Fragen & 7 Antworten: persönlich, authentisch und unterhaltsam

Im Interview-Format „Fragen an die Geschäftsführer/innen" stellen wir Geschäftsführer/innen und ihre Unternehmen vor. Auf sieben Fragen werden Antworten auf wesentliche Einstellungen und Meinungen gegeben; persönlich, authentisch und unterhaltsam. Das Interview führte Frauke Syring, Referentin Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL Nordhessen.

Heute im Interview: Herr Dr.-Ing. Christoph Pohl. Er ist Geschäftsführer unseres Mitgliedsunternehmens eta|opt GmbH in Kassel.

1. Herr Dr. Pohl, seit wann besteht Ihr Unternehmen, wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie und was bietet das Unternehmen?

Ich habe die eta|opt GmbH als Nachfolger des eta|opt Ingenieurbüros am 22.06.2015 gegründet. In 2015 bin ich zunächst mit einem 15 m² Büro in den Science Park Kassel eingezogen, mittlerweile beschäftigt die eta|opt 15 Mitarbeiter auf knapp 300 m².

Wir sind Hersteller von innovativen, druckluftlosen Saug-Hebevorrichtungen und positionieren uns damit als Lieferant für Produktions- und Industriebetriebe aller Branchen.

2. Wie sind Sie zum Geschäftsführer geworden? Wie war Ihr bisheriger Werdegang?

Nach Abitur und Ausbildung begann ich im Oktober 2003 mein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens und der Wirtschaftswissenschaften, welches ich im März 2008 erfolgreich beendete. Nach Anstellung in einem wehrtechnischen Unternehmen in Kassel begann ich in 2010 meine Promotion an der Universität Kassel, die ich im September 2013 mit magna cum laude erfolgreich beendete. Die eta|opt wurde von mir als Spin-off aus dem Fachgebiet Umweltgerechte Produkte und Prozesse der Uni Kassel gegründet. Die patentierte eta|vac–Technologie habe ich während meiner Promotion entwickelt.

3. Was schätzen Sie daran, Geschäftsführer zu sein?

Ich schätze vor allem die Selbstbestimmtheit! Es ist mir sehr wichtig, die Geschicke selber zu lenken. Aber auch die Verantwortung und das Gefühl etwas Eigenes aufzubauen, motiviert mich sehr. Ich segle unter meiner eigenen Flagge und das bei gutem, aber auch schlechtem Seegang.

4. Wie viel Freizeit haben Sie und was machen Sie damit?

Freizeit fällt sehr knapp aus. Ich engagiere mich als Vorstandsvorsitzender bei dem Verein DieMaschinenbauPartner e. V., bin Dozent an der Uni Kassel und Studienleiter an der Wilhelm Büchner Hochschule in Pfungstadt. Zudem bin ich politisch sehr aktiv und gewählter Mandatsträger im Stadtparlament, im Kreistag und in der Regionalversammlung Nordhessen. Ich nutze meine Freizeit vor allem in der Mittagspause für Sport, ich bin leidenschaftlicher Läufer. Allem voran bin ich jedoch stolzer Papa zweier Kinder.

5. Welches sind Ihrer Meinung nach die größten Herausforderungen für unsere Region und haben Sie Lösungsansätze?

Der schnelle Wandel in der heutigen Zeit ist selbst für den flexibelsten und wandlungsfreudigsten Charakter manchmal schwer zu fassen. Dabei sind die Megatrends wie Demografie nur die augenscheinlichsten Phänomene. Diese Veränderungen, vor allem auch in der Arbeitswelt und im Berufsleben, finden auch bei uns in der Region statt. Ich bin ein geborener Netzwerker und bin davon überzeugt, dass wir allen Herausforderungen am besten gemeinsam begegnen können. Netzwerke wie der Arbeitgeberverband sind der Schlüssel!

6. Warum sind Sie Mitglied im Arbeitgeberverband geworden und was schätzen Sie besonders am AGV?

Aus dem oben genannten Netzwerkgedanken heraus bin ich auch Mitglied im Arbeitgeberverband geworden. Aber auch die rechtliche Unterstützung durch den AGV ist für mich als junger Unternehmen eine wirkliche Unterstützung. Bei Fragen zum Arbeitsvertrag bis hin zur ordentlichen Kündigung bekomme ich immer schnelle und unkomplizierte Hilfe. Auch die freundschaftliche Verbundenheit mit Herrn Kümpel hat zudem eine Rolle gespielt.

7. Wie könnte man Ihrer Meinung nach den Unternehmergeist bei Jugendlichen wecken?

Ich fördere in meiner Lehrveranstaltung explizit das unternehmerische Denken und Handeln der Studierenden. Die Uni Kassel ist als Gründerhochschule hier sehr gut aufgestellt. Ich glaube aber vor allem, dass wir bei Jugendlichen mehr den Mut zum Unternehmertum wecken und in der Gesellschaft die Einstellung zum Scheitern vor allem bei Unternehmensgründungen ändern müssen. Das Sprichwort: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“ gilt hier insbesondere. Wir müssen sehr früh ein gutes Milieu für die Entwicklung des Unternehmergeists vor allem durch Eigenverantwortung schaffen!

Vielen Dank, Herr Dr. Pohl!

Das Interview führte Frauke Syring, M.A.
Arbeitgeberverband HESSENMETALL Nordhessen

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