CEO-Interview mit Suhas Patel und Rahul Prajapat

Wollen die Welt nachhaltiger machen, Suhas Patel und Rahul Prajapat (von links).

 

Wirtschaftszeitung Aktiv vom 15. Januar 2022.

 

Digitalisierung - Das Start-up Tvarit verbindet deutsche Genauigkeit mit indischer Geschwindigkeit

Frankfurt. Zwei Männer, eine Vision: eine Welt mit nachhaltiger und abfallfreier Produktion. Und die ist laut Suhas Patel und Rahul Prajapat realisierbar mithilfe künstlicher Intelligenz (KI).

„Denn die analysiert permanent alle Daten, die während eines Produktionsprozesses in einer Maschine anfallen, und kann darüber zum Beispiel frühzeitig erkennen, wenn Prozesse nicht optimal laufen, und sofort reagieren“, erläutert Patel. So gibt KI den Verantwortlichen bei Bedarf rechtzeitig auch Handlungsempfehlungen, damit diese korrigierend eingreifen können und zum Beispiel fehlerhafter Ausschuss gar nicht erst entsteht.

 

Anpassbare und sofort einsetzbare KI-Lösungen

Seit Jahren arbeiten die beiden IT-Spezialisten bereits mit prozess­orientierten Fertigungsunternehmen zusammen. 2019 gründeten sie schließlich in Frankfurt das Start-up Tvarit, um speziell für die Fertigungsbranche KI-Softwarelösungen anzubieten, die sie auf der Basis ihrer Erfahrungen entwickelt haben. Diese anpassbaren und sofort einsetzbaren Softwarelösungen helfen dabei, Produktion effizienter zu machen, Produktionsausfälle, Leerläufe und Stillstände zu vermeiden und so schließlich Kosten zu reduzieren und Ressourcen zu schonen.

Letztlich stehen über die eigene Tvarit-Plattform mehr als 160 Algorithmen zur Verfügung, die große Datenmengen aus einer Fertigung analysieren und daraus eben auch Handlungsempfehlungen ableiten können. Prajapat: „Industrielle KI funktioniert am besten, wenn sie auf den individuellen Anwendungsfall zugeschnitten ist. Damit die Betriebe diese Mammutaufgabe nicht allein stemmen müssen, fungieren wir für sie als Sparringspartner und unterstützen sie von der Identifizierung bis zur Umsetzung geeigneter KI-Anwendungen in der Fertigung.“

Der Name Tvarit leitet sich aus der seit 3.000 Jahren bestehenden altindischen Sprache Sanskrit ab und bedeutet übersetzt „schnell“. Er geht Hand in Hand mit dem dazugehörigen Firmenslogan Fast and Persistent, zu Deutsch „schnell und ausdauernd“. „So vereinen wir deutsche Genauigkeit mit indischer Geschwindigkeit für nachhaltige, sichere und messbare Ergebnisse“, erklärt Prajapat.

Experten unterschiedlicher Fachgebiete und Kulturen

Inzwischen hat das IT-Start-up 32 Mitarbeiter, alles Experten unterschiedlicher Fachgebiete und Kulturen. Im vergangenen Jahr wurde das Unter­nehmen vom European Data Incubator als eines der besten KI-Unter­nehmen in Europa ausgezeichnet. Beim renommierten Wirtschaftspreis Hessen-Champions 2021 schaffte es Tvarit unter die Finalisten in der Kategorie Innovation.    

Text: Maja Becker-Mohr

 

Tvarit - Finalist in der Kategorie Innovation
Tvarit - Finalist in der Kategorie Innovation

Die Welt zu einer nachhaltigen und ausschussfreien Produktion führen - das ist die Vision, mit der es TVARIT unter die zehn besten hessischen Unter­nehmen des diesjährigen Finales des Wettbewerbs „Hessen-Champions“ geschafft hat.

Hierbei wurden sie aus über 60 Unter­nehmen aus allen Regionen des Landes ausgewählt und konnten sich so gegen zahlreiche Mitbewerber durchsetzen. HESSEN­METALL gratuliert zu dieser tollen Leistung!

Lesen Sie im Unter­nehmensportrait von Tvarit wie das Unter­nehmen Industrieunternehmen Schritt für Schritt in eine effiziente Zukunft auf dem Weg zur Smart Factory begleitet.

 

Tvarit GmbH, Finalist in der Kategorie Innovation

Tvarit GmbH, Frankfurt am Main
TVARIT, ein Anbieter von anpassbaren und sofort einsetzbaren Data Science- und KI-Softwarelösungen (deep tech), hat sich zum Ziel gesetzt, die Metallindustrie weltweit zu nachhaltigem Wachstum und Effizienz zu führen, indem es menschliche Fähigkeiten mit prozessspezifischen KI-Modellen ergänzt, um Störungen in den Produktionsabläufen zu reduzieren und die Ressourcennutzung zu optimieren. Dies ist auch die Vision von TVARIT: die Welt zu einer nachhaltigen und ausschussfreien (zero waste) Produktion zu führen.