Die wirtschaftliche Entwicklung in der hessischen M+E-Industrie - Juni 2022

AUFTRAGSEINGÄNGE NIEDRIGER ALS IM STARKEN JUNI DES VORJAHRES - BESCHÄFTIGUNG STABILISIERT SICH

Auftragseingang:

Die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach Gütern der hessischen M+E-Industrie ist im Juni 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,4 % gesunken. Dies liegt jedoch vor allem am außergewöhnlich starken Juni des Vorjahres, der durch eine hohe Nachfrage aus dem Ausland gekennzeichnet war. Es ist deshalb nicht überraschend, dass die Auslandsnachfrage im Juni diesen Jahres um 16,2 % niedriger lag als im Vorjahr. Die Inlandsnachfrage legte dagegen sogar um 2,3 % zu. Fast alle Branchen waren im Vergleich zum Vorjahr im Minus. Lediglich die Hersteller elektrischer Ausrüstungen und die Kraftfahrzeug- und Teilehersteller konnten nochmal Auftragszuwächse verbuchen.

Umsatz:

Die hessische Metall- und Elektroindustrie hat im Juni 2022 rund 6,1 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang um 5,0 %. Der Rückgang ist auf die niedrigeren Umsätze bei den Metallerzeugern und den Kraftfahrzeug- und Teileherstellern zurückzuführen. Alle anderen Branchen konnten ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr steigern.

Beschäftigung:

Die Zahl der Beschäftigten in der hessischen M+E-Industrie ist im Juni erneut leicht gestiegen: Um 13 auf 202.079. Dies sind 1.191 Beschäftigte weniger als im Vorjahr (-0,6 %). Den größten Beschäftigungsabbau im Vergleich zum Vorjahr gab es bei den Kraftfahrzeug- und Teileherstellern (-1.570). Den größten Beschäftigungszuwachs verzeichnete hingegen der Maschinenbau (+541).

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