2. IT-Forum

Innovationskraft von Plattformökonomie und Cloudcomputing als Standortfaktor effizient nutzen!

Darmstadt. „Als Technologieakzelerator und Anbieter von Industrie 4.0 ist die Metall- und Elektroindustrie zentraler Akteur der Plattformökonomie: Sie ist sowohl Kunde, Dienstleister, Produzent oder gar Betreiber digitaler Plattformen. Das bringt neue Anforderungen an die IT-Infrastruktur in unseren Unternehmen bei Datenschutz und Cybersecurity, aber auch bei der Ausgestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen. Gleichzeitig entstehen durch Plattformökonomie und Cloudcomputing neue Chancen und Wachstumsmärkte..." Dirk Widuch, Geschäftsführer der Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen von HESSENMETALL zur Eröffnung des 2. IT-Forums.

Mit der Digitalisierung ändert sich die Marktarchitektur für viele Fertigungsunternehmen hin zu einem horizontalen Wertschöpfungsnetzwerk. Cloudcomputing bietet hierfür einen Ansatz, Bestellungen, Rechnungswesen, Warenversand und Support intelligent zu koordinieren. Digitale Plattformen entwickeln sich zunehmend mehr zu ökonomischen Ökosystemen, die über Marktzugänge und Geschäftsprozesse der Zukunft bestimmen.

Nachfolgend die ersten Inhalte vom 2. IT-Forum „Cloudcomputing oder eigene IT-Infrastruktur“ von HESSENMETALL im Haus der Wirtschaft Südhessen in Darmstadt.

Für Prof. Dr. Reiner Anderl, Fachgebietsleiter Datenverarbeitung in der Konstruktion an der TU Darmstadt, schreitet die Digitalisierung der Wirtschaft schnell voran. „Unternehmen müssen auf die Herausforderungen der Digitalisierung zielführend reagieren. Entscheidend sind das Verständnis und die Erkenntnis, dass durch die Digitalisierung neue Geschäftsmodelle entstehen und diese die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft prägen. Wenngleich schon heute ein bemerkenswerter Leistungsstand durch die Digitalisierung erreicht wurde, so ist auch in Zukunft mit einer signifikanten Weiterentwicklung zu rechnen. In diesem Zusammenhang spielen die digitale Vernetzung von Systemen und die digitale Kommunikation zwischen Systemen eine entscheidende Rolle. Es geht darum, große Datenmengen in relativ kurzer Zeit zu verarbeiten und zielführende Aktionen auszuführen. In diesem Umfeld spielt das sogenannte Cloud Computing eine zunehmend wichtigere Rolle.“

Gerald Kaufhold, Geschäftsführer KOGIT GmbH aus Darmstadt, sieht mit Blick auf die Entwicklung des Cloudcomputing einen steigenden Kostendruck. „Die Forderungen nach schneller Realisierung von IT-Lösungen und die begrenzte Verfügbarkeit von IT-Fachkräften bei gleichzeitig zunehmender Digitalisierung macht es erforderlich, Cloud-Software-Lösungen in die IT-Strategien einzubeziehen.“

Harald Weickert, CIO der Bechtle GmbH aus Frankfurt, sagte zu den Möglichkeiten des Cloudcomputing: „Die Kernfrage ist wie sich Geschwindigkeit, Agilität, Menschen, Organisation durch die Umstellung auf neue Infrastrukturen verändern. Die Nutzung von Multi Clouds Services bietet eine Lösung für diese Herausforderungen.“

Daniel Poodratchi (in Vertretung für Dr. Marco Link, Geschäftsführer ADAMOS GmbH) aus Darmstadt, stellt zur Entwicklung von Plattformen im Maschinen- und Anlagebau fest: „ADAMOS wurde als strategische Allianz für die Zukunftsthemen Industrie 4.0 und Industrial Internet of Things (IIoT) gegründet und ist speziell auf die Bedürfnisse des Maschinen- und Anlagenbaus und seiner Kunden zugeschnitten. Speziell für die Maschinenbauer bietet ADAMOS ein offenes, herstellerneutrales und auf führenden Technologien basierendes IIoT-Umfeld. Ein weiterer Vorteil ist eine weitgehende Unabhängigkeit von einem einzigen großen Anbieter. Durch verschiedene namhafte Shareholder, die bereits an Bord sind, und durch weitere die hinzugewonnen werden, bestehen gute Chancen, ADAMOS zu einem weltweiten Standard zu entwickeln. Vorteilhaft ist die Interoperabilität und die technologische Offenheit. Dadurch wird die Anbindung von Maschinen unterschiedlicher Hersteller vereinfacht."

Für Linda Alter, Fachanwältin für Arbeitsrecht bei der Bezirksgruppe Darmstadt und Südhessen von HESSENMETALL, braucht der Umgang mit Cloudcomputing und IT-Plattformen eine besondere rechtliche Sensibilität, denn vernetzte Wirtschaft und Plattformökonomie sind Megatrends der Zukunft. „Daher ist die Digitalisierung auch in der Personalarbeit auf dem Vormarsch und wird diese zukünftig maßgeblich beeinflussen. Das wirft neue Fragen im Beschäftigtendatenschutz aber auch beim Umgang mit Arbeitszeiten auf. Hierbei beraten und begleiten wir unsere Mitglieder zielorientiert.“

Alle Beiträge haben wir hier für Sie zum Download bereitgestellt.

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Katja Farfan

Leiterin Digitales, Technologietransfer und Startups

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