MINT-Herbstreport 2022

Der Bericht wird vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) halbjährlich im Auftrag von Gesamtmetall, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und der Initiative "MINT Zukunft schaffen" erstellt.

Die Ergebnisse des MINT-Herbstreports 2022 zeigen, dass sich der MINT-Fachkräftemangel weiter verschärft. Mit 326.100 fehlenden Arbeitskräften erreicht die Arbeitskräftelücke im Vergleichsmonat Oktober 2022 einen neuen Rekordwert. Damit ist die Lage schwieriger als im Vorjahresmonat, in dem 276.900 MINT-Fachkräfte fehlten.

Beim Nachwuchs ist wenig Besserung in Sicht: Die MINT-Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler haben sich gravierend verschlechtert. Die Durchschnittsleistungen sind auf das Niveau des schlechtesten Bundeslands aus dem Jahr 2011 abgesunken, zudem hat die Anzahl derjenigen abgenommen, die ein MINT-Studium aufnehmen.

Gerade mit Blick auf die Bedeutung des MINT-Bereiches für Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Dekarbonisierung ist besorgniserregend, dass keine Besserung in Sicht ist. Im Gegenteil droht ein sich weiter verschärfender MINT-Fachkräftemangel, da mehr MINT-Arbeitskräfte ausscheiden als nachkommen werden.

Der MINT-Herbstreport macht konkrete Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Situation:

  • Ganztagsinfrastruktur an Kitas und Schulen ausbauen
  • Lücken an digitaler Infrastruktur an Kitas und Schulen schließen
  • 20.000 zusätzliche Stellen für IT-Support an Schulen schaffen
  • Informations- und computerbezogene Bildung in der Lehrkräftebildung verankern
  • Länderübergreifende Zentren für digitale Bildung einrichten
  • Digitale Medienbildung und Fach Informatik an Schulen ausbauen
  • Klischeefreie Berufs- und Studienorientierung ausbauen
  • Mentorenprogramme zur Berufsorientierung ausbauen
  • Fachkräfteeinwanderung erleichtern

Den MINT-Herbstreport 2022 können Sie >>hier abrufen.

Jonas Fidler

Referent Bildung

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