Strategische Zusammenarbeit zwischen TU Darmstadt und HESSEN­METALL

Bestehende und bereits verabredete Kooperationen

HESSEN­METALL hat bereits in Foren, Kongressen und Workshops Vertreter der TU Darmstadt eingebunden.

Auf dem HESSEN­METALL-Spitzenevent, dem 28. HESSENFORUM im Mai 2017 sind Prof. Dr. Hans Jürgen Prömel und Prof. Dr. Peter Buxmann zum Thema  „Den Schlüsselmarkt Künstliche Intelligenz erobern“ als Impulsgeber aufgetreten. Zum 29. HESSENFORUM im Mai 2018, das unter dem Motto:  „Mobile Zukunft: Selbstfahrend. Vernetzt. Geteilt. Elektrisch.“ läuft, werden sich einschlägig relevante Startups der TU Darmstadt vorstellen.

Beim 2. IT-Forum am 18. April 2018 im Haus der Wirtschaft Südhessen, Darmstadt  zum Thema “Die Cloud in der Industrie 4.0 ()“, wird die Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt in die IT-Foren miteingebunden: Prof. Dr. Reiner Anderl, TU Darmstadt, hält einen Impulsvortrag zum Thema: „ Chancen und Risiken des Cloudcomputing in der Wirtschaft 4.0“.

Im August 2018 ist im Rahmen des Energieeffizienzkongress eine Kooperation mit der TU Darmstadt und der  ETA Lernfabrik zum Thema “Digitaler Energiemotor in der Produktion der Zukunft“ geplant. Ansprechpartner an der Technischen Universität Darmstadt ist Prof. Dr.-Ing. Joachim Metternich. Leiter des Instituts für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen.

Zusammen mit VCI und HessenChemie  ist im November 2018 ein Industriekongress geplant.

Auch die Gruppe Bildungswerk ist aktiv eingebunden in die Kooperation zwischen HESSEN­METALL und der TU Darmstadt. Thematisch liegen die Schwerpunkte bei:

"Digitalisierung und Industrie 4.0: Herausforderung – Chancen – Unterstützungsangebote“

Universellen Trainings- und Seminarangeboten nach den Kriterien Digitalisierungsgrad, Zielgruppe und Regionalität.

Das Trainings- und Seminarangebot 2018 liegt bereits vor und enthält folgende Module:

3.21   Digitalisierung erleben – Lernparcours Industrie 4.0 in den Lernfabriken des
          Kompetenzzentrums
3.22   Effizienzsteigerung durch Industrie 4.0
3.23   Wertstromanalyse 4.0 – Decken Sie digitale und reale Verschwendung in
          Ihrem Unter­nehmen auf!
3.24   Neue Geschäftsmodelle durch Digitalisierung und Vernetzung erschließen
3.25   Einsatz von „schlauen Bauteilen“ als Informationsträger – Traceability als
          Voraussetzung für Industrie 4.0
3.26   Mit Digitalisierung das Arbeiten von morgen optimieren – eine Einführung
3.27   Der Technologiedatenmarktplatz: Ein neues Vertriebs- und Geschäftsmodell
3.28   Smart Maintenance – Digitalisierung in der Instandhaltung
3.29   Kundenindividuelle Fertigung durch Digitalisierung

Bestehende und bereits verabredete Kooperationen mit der TU Darmstadt als

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Auf Bewertungen in Arbeitgeberportalen achten!

„Talente treiben die Digitalisierung. Die Kunst ist, sie zu finden und an sich zu binden, wenn man nicht zu den Top 5 der beliebtesten Arbeitgebern wie Google, Apple, Amazon, Microsoft und Mercedes gehört“, erklärte Daniel Wahlen, Senior Manager Employer Insights von Indeed Deutschland GmbH, Düsseldorf. Zwei Empfehlungen gab er den Teilnehmern, überwiegend erfolgreichen Mittelständlern, aber auch einigen Startups aus dem Erfahrungsschatz der größten Jobwebseite der Welt mit auf den Weg.

Zum einen: Die erfolgreichsten Unter­nehmen setzen auf eine ausgewogene Balance ihrer Teams aus Babyboomern, Generation X und die Millennials der Generation Y und Z. Da die Jüngeren inzwischen ihre Erwartungen – vor allem nach Flexibilität und Sinn – bei den Arbeitgebern immer stärker durchsetzen können, müssen ihre Bedürfnisse stärker berücksichtigt werden. Zum anderen: Bewertungen sind Trumpf. Ausnahmslos jede Bewerberin und jeder Bewerber besucht vorab die Bewertungsportale der Arbeitgeber und rastert danach seine Such-Präferenzen. Dort für eine ordentliche Bewertung zu sorgen entscheidet also mit, ob man in die engere Wahl kommt. Darauf können und sollten sich auch die KMUs einstellen.

Der Mittelstand bietet mehr Gestaltungsspielräume

„Wir sind ja nicht plötzlich völlig andere Menschen geworden, bloß weil uns eine Digitalisierung ins Haus steht“, setzte Dr. Stefan M. Knoll, Offizier, Buchautor über Führung, mehrfacher Unter­nehmensgründer und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Familienversicherung AG, einen anderen Impuls. Digitalisierung ist für ihn lediglich ein Instrument der Beschleunigung und Interaktivität, die es der Familienversicherung ermöglicht, mit deutlich kürzere Reaktionszeiten und einer vollständigen Online-Direktansprache die große Konkurrenz Allianz & Co. erfolgreich angreifen zu können.

Bei der Talentsuche kommt es ihm darauf an herauszufinden, ob ein Bewerber nur im engeren Sinn dem Suchprofil entspricht, oder ob heimliche Führungstalente oder Spezialbegabungen in ihm schlummern. Dabei geht er durchaus ungewöhnliche Wege, indem er Bewerbungsgespräche gerne in die Wohnungen der Bewerber verlegt, um einen ganzheitlichen Blick zu bekommen.

Von Frauen wünscht er sich vor allem, dass sie mutiger zu ihren Kompetenzen stehen und auf die Frage, ob sie sich den Job zutrauen mit einem uneingeschränkten Ja antworten. Männer täten es fast immer, auch wenn es eben nicht immer zuträfe. Für alle Talente bietet gerade der Mittelstand viel mehr Freiräume und Gestaltungs¬spielräume wie die Konzerne mit ihrer hohen Arbeitsteilung. Denn man ist viel näher an den Entscheidungen, den Umsetzungen und erlebter eigener Wirksamkeit.

Flexibilität ist eine Zweibahnstraße – für Talente und Unter­nehmen

„Mehrgleisigkeit, um das Nebeneinander von verschiedenen Organisationswelten auszuhalten, ist die Hauptanforderung sowohl an Organisationen als auch an Talente. Das muss sich auch in der Unter­nehmenskultur niederschlagen. Nicht nur, um für die neue Generation attraktiv zu sein, sondern um den Strukturwandel zu bewältigen. Denn es gilt die erfolgreiche effiziente Produktionsorganisation mit ihrer Hierarchie, Kontrolle und Zeitvorgaben mit der kreativen Netzwerkorganisation und ihren schnelle Veränderungen der Ziele, schneller Anpassung, hohen Fähigkeit zur Vernetzung, guten Mischung aus vertieftem Wissen und Erfahrungsbreite zusammen zu führen“, analysierte Wolf Matthias Mang, Vorstandsvorsitzender von HESSEN­METALL.

Der hessische Unternehmerpräsident führt zwei Familienunternehmen in 5. Generation, die Kunststoff verarbeitende OECHSLER AG und zusammen mit seiner Frau Simone Weinmann-Mang die ARNO ARNOLD GmbH. Er erläuterte die Digitalisierung an den Smart Factories, die Oechsler gebaut hat, um die Schuhproduktion im automatisierten 3-D-Druckverfahren in die Hochlohnländer Deutschland und USA zurück zu holen. „Dadurch muss z. B. ein Maschinenbauer sich nicht nur zum Fabrikbetreiber für einen OEM, sondern auch als Schuhproduzent weiter spezialisieren.

Unsere M+E-Industrie, die sowohl Treiber als auch Getriebene der digitalen Transformation ist, braucht deshalb integrierende und neugierige Teamplayer mit Überblickswissen, mit denen wir – in den anstehenden Veränderungsprozessen - Wissen aus mehreren Welten verbinden können – die technische und ingenieurwissenschaftliche Welt mit der virtuellen IT-Welt. Der Nur-Fachmann, die Nur-Fachfrau stirbt aus.“ Auf die Sinnfrage der jüngeren Generationen ist Industrie 4.0 die Antwort. Denn sie macht aus Massenindustrie personalisierte Produktion – wie beim auf die Laufbedürfnisse und das Laufverhalten zugeschnittenen Sportschuh. Sie verbraucht durch parallele virtuelle Simulation mit digitalen Zwillingen weniger Material und Energie und erzeugt weniger Müll. Sie wird also insgesamt nachhaltiger.

Dabei erfordert die umfassende Flexibilisierung der Arbeitswelt bei Zeit, Geld und Spirit eine Zweibahnstraße bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen. Auf dem Weg vom ortsgebundenen Unter­nehmen zur mobilen Netzwerkorganisation wird sich auch die Rolle der Chefs hin zum Coach wandeln und einem Führungsstil mit Vision, Vertrauenskultur, agilen Methoden. „Also für die hessischen M+E-Unter­nehmen und unsere 611 Mitgliedsunternehmen bei HESSEN­METALL können wir sagen, dass die neue Generation bei uns das findet, was sie sucht. Umgekehrt haben wir aber auch hohe Erwartungen an sie“, sagt der Vater von zwei erwachsenen Kinder, die für den 6. Generationenwechsel bereit stehen.

Mit Empfehlungen der Mitarbeiter bei Talentsuche erfolgreich

Das internationale Cybersicherheitsunternehmen Kaspersky mit mehr als 4.000 Beschäftigten und knapp 700 Mio. € Jahresumsatz, seiner registrierten Holding in Großbritannien und seinem D-A-CH-Headquarter in Ingolstadt braucht nicht nur IT-, sondern auch viele Vertriebstalente. Gefunden werden diese häufig durch die Weiterempfehlung der eigenen Mitarbeiter, erklärte Anne Mickler, Leiterin Unter­nehmenskommunikation. Aber das reicht natürlich nicht immer. Entscheidend sei natürlich auch der sehr persönliche Ansatz des Unter­nehmensgründers Eugene Kaspersky, sowie die vielfältigen Entwicklungsperspektive und die Fokussierung auf Zukunftsthemen: Aufklärung über aktuelle und zukünftige Cyberbedrohungen und die globale Transparenzinitiative des Unter­nehmens.

Was die Mitglieder von HESSEN­METALL sagen

Rainer Hetzer, Continental Division Chassis & Safety, Senior Vice President Human Relations, Frankfurt am Main:
“Bei Continental spüren und setzen wir auf die Leistungs-, die Wettbewerbsbereitschaft und Innovationskraft unserer Teams in ähnlicher Weise wie der international spielende Fußballclub Eintracht Frankfurt. Ich kann mir vorstellen, dass diese gemeinsame Schnittmenge – der Drang zum Tore schießen - durch die Kooperation der Eintracht mit HESSEN­METALL gerade im digitalen Transformationsprozess für beide Seiten motivierend wirkt.“

Stefan Pollmeier, ESR Pollmeier GmbH Servo-Antriebstechnik:
„Digitalisierung ist das Thema der hessischen M+E-Industrie. Und mit dem Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 an der TU Darmstadt, für das wir uns als ESR Pollmeier und beim Arbeitgeberverband HESSEN­METALL stark gemacht haben, gibt es jetzt ein Entwicklungszentrum, das Einsteiger ermutigt und Fortgeschrittene weiter qualifiziert. Dass die Eintracht als dynamisch digitaler Mittelständler in diesem Konzert mitmischt, wird beiden Seiten nützen und freut mich sehr.“

Nicole Ruppel, Geschäftsführerin Adam Ruppel Asbach GmbH, Modautal:
„Die Adam Ruppel Asbach GmbH produziert Mess- und Prüfwerkzeuge und ist gewissermaßen Hersteller der „Stimmgabel der Industrie 4.0“. Als traditionelles Unter­nehmen, das in Generationen denkt, spielt Digitalisierung für uns eine besondere Rolle, um auch weiterhin durch zukunftsfähige Prozesse den Fertigungsstandort Deutschland sichern zu können. Der Austausch über digitale Talente aus unterschiedlichsten Bereichen in der lockeren Atmosphäre der Soirée war sehr bereichernd. Ich bin gespannt, welche Synergien sich aus der Eintracht und HESSEN­METALL zukünftig noch ergeben werden.“

Rainer Welzel, Siemens AG, Personalleiter Frankfurt am Main und Stuttgart:
„Die Kooperation mit der Eintracht wird HESSEN­METALL und die hessischen M+E-Unter­nehmen verändern und voranbringen. Die Dynamik und die Veränderungskraft, die Eintracht Frankfurt ausstrahlt und die die Region mitreißen, wird die Blickwinkel erweitern, die Verhaltensweisen und Netzwerke bereichern und das Image positiv verstärken. Und für Siemens als einem Vorreiter der Digitalisierung ist natürlich auch die Zusammenarbeit mit dem digitalsten Bundesligisten und das Projekt digitale Arena von Interesse.“


Stand: 29.08.2019, UK / hk

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Das sind die Sieger*innen im 52. Mathewettbewerb

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Ergebnisse der HESSEN­METALL-Blitzumfrage

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Die Stimmung

An der 32. Herbstumfrage haben sich 159 unserer über 650 Mitgliedsunternehmen mit 51.333 Beschäftigten beteiligt. Die Befragung fand vom 18. Oktober bis 12. November 2021 statt. Viele Unter­nehmen haben sich also an der Umfrage beteiligt, bevor die Dimension des aktuellen Anstiegs der Infektionszahlen bekannt wurde. Die Stimmung hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Die allgemeine Geschäftslage beurteilen rund 48 Prozent der Unter­nehmen als gut, nur noch 18 Prozent als schlecht. Für die nächsten sechs Monate erwarten nur 9 Prozent eine erneute Verschlechterung. Die Erwartungen zum Frühjahr 2022 sind vorsichtig positiv bei den Auftragseingängen, Umsätzen und Erträgen.

Ein Viertel der Unter­nehmen beurteilt ihr Investitionsniveau inzwischen als „verhältnismäßig hoch“, über die Hälfte zumindest als „ausreichend“. „Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum vergangenen Jahr. Die Unter­nehmen finden wieder in die Spur“, sagte Wolf Mang. „Besonders erfreulich ist, dass die Unter­nehmen wieder stärker in die Zukunft investieren wollen.“ Die Herbstumfrage hat ergeben, dass der Anteil der Investitionen zu neuen Produkten, zur Mitarbeiterqualifizierung und zum Umweltschutz gegenüber den Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen klar gestiegen ist.

An die Politik gerichtet sagte Mang: „Die Politik kann unseren Unter­nehmen bei ihren unternehmerischen Herausforderungen helfen oder ihren Aufwärtstrend bremsen. Deutschland ist nach vielen Jahren überzogener Umverteilung und Reglementierung in der Wachstumsdynamik zurückgefallen. Die Ampel-Koalition muss Deutschland als Investitions- und Innovationsstandort für private Unter­nehmen stärken.“ Konkret nannte Mang eine Senkung der Unter­nehmenssteuern. „Sie würde den Unter­nehmen ermögli-chen, die gewaltigen Investitionen des Strukturwandels besser zu stemmen. Auch Steuererleichterungen bei gezielter anwendungsbezogener Forschungsförderung und mehr Technologieoffenheit sind unbedingt notwendig.“

Die Lage


Die Umsätze in der hessischen M+E-Industrie waren bis in das erste Quartal 2020 relativ stabil, im 2. Quartal 2020 folgte dann der coronabedingte Absturz. HESSEN­METALL-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert: „Am heftigsten hat es ausgerechnet die Automobilindustrie erwischt, die unsere umsatzstärkste Branche und jahrelang das Zugpferd des Aufschwungs der hessischen M+E-Industrie war.“ Bis zum dritten Quartal 2021 haben sich die Umsätze in der M+E-Industrie insgesamt weitgehend erholt, was vor allem auf die starken Zuwächse bei den Metallerzeugern (+40 %) und Herstellern elektrischer Ausrüstungen (+16 %) zurückzuführen ist. In Hessen konnte der Maschinenbau die Umsatzverluste gegenüber 2019 zwar bis zum dritten Quartal 2021 auf 4 Prozent reduzieren, wurde aber dennoch von den Metallerzeugern als zweitstärkste Umsatzbranche hinter der Automobilindustrie abgelöst. In der Automobilindustrie liegen die Umsätze immer noch 11 Prozent unter dem Vor-Pandemie-Niveau. Pollert: „Dass die Erholung nicht schneller voranschreitet liegt vor allem an den Lieferengpässen bei Teilen und Rohstoffen. Viele Produkte können deshalb nicht hergestellt und ausgeliefert werden.“ Weitere Störfaktoren wie die Corona-Pandemie sowie steigende Energie- und Rohstoffpreise erschweren die Situation.

Nach einem starken zweiten Quartal 2021 sind die Auftragseingänge im dritten Quartal wieder zurückgegangen. Den größten Zuwachs haben die Hersteller elektrischer Ausrüstungen zu verzeichnen. In der Automobilindustrie liegt der Auftragseingang hingegen weiterhin deutlich unter dem Niveau von vor der Pandemie. „Auch hier bremst der Material- und Teilemangel: Wird die Autoproduktion gestoppt, weil ein wichtiges Bauteil fehlt, bekommen auch viele Zulieferer weniger Aufträge. Das ist wie ein Dominoeffekt, der dann Unter­nehmen betrifft, die eigentlich produzieren und liefern könnten. Die meisten unserer Mitgliedsunternehmen können aktuell nicht abschätzen, wie lange die Lieferengpässe noch andauern werden“, so Pollert.

Die Beschäftigtenzahlen sind durch Strukturwandel, Rezession und Pandemie in der M+E-Industrie erheblich gesunken. Seit dem Höchststand im September 2018 ist die Beschäftigtenzahl in Hessen um rund 17.000 Stellen auf rund 203.000 gesunken. „Glücklicherweise hat sich der Stellenabbau seit der letzten Herbstbilanz verlangsamt. Aber allein schon der bislang geplante Abbau wird auch im nächsten und übernächsten Jahr zu weiteren Reduktionen führen“, sagte Dirk Pollert.

„Die Unter­nehmen sehen aktuell aber nicht mehr, dass sie weitere Abbaupläne aufsetzen müssen“, so Mang. Grund zur Hoffnung gibt die Tatsache, dass drei Viertel der Unter­nehmen aktuell auf der Suche nach Fachkräften sind und dabei auch auf die duale Ausbildung setzen: „90 Prozent unserer Mitgliedsunternehmen haben ihre Auszubildenden, die in diesem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen haben, in eine Beschäftigung übernommen. Das ist eine starke Quote und zeigt: Die Unter­nehmen setzen auf ihren Fachkräftenachwuchs.“

 Erste Ergebnisse der Studie als pdf-Datei

Bedeutung, Chancen und Risiken

Die Automobilindustrie ist für die gesamte hessische M+E-Industrie und auch für die hessische Wirtschaft als Ganzes von elementarer Bedeutung. „Denn sie endet nicht bei den Kraftfahrzeug- und Teileherstellern. Unter­nehmen aus der Metallindustrie, der Elektroindustrie und dem Maschinenbau, der Chemie- und kunststoffverarbeitenden Industrie erbringen ebenfalls Leistungen für den Automobilbau, viele sogar ausschließlich. Hinzu kommen weitere Unter­nehmen aus anderen Teilen des verarbeitenden Gewerbes und nachgelagerten Branchen wie dem Autohandel, Tankstellen oder Werkstätten“, so HESSEN­METALL-Vorstandsvorsitzender Wolf Matthias Mang. In Hessen arbeiten über 240.000 Menschen in Jobs, die direkt oder indirekt mit der Automobilindustrie zusammenhängen. Daraus entstanden 2020 eine Bruttowertschöpfung von rund 20 Milliarden Euro und ein Produktionswert von rund 47 Mrd. Euro.

„Die Transformation birgt Risiken, entfaltet aber auch erhebliche Chancen in den neu entstehenden Wertschöpfungsfeldern und Märkten. Den Risiken, die aus der abneh-menden Bedeutung traditioneller Antriebe resultieren, stehen im Kern drei Chancen-felder gegenüber, die immer mehr an Bedeutung gewinnen: die Elektrifizierung des Antriebs, die Automatisierung des Fahrens und die Vernetzung des Fahrzeugs und der Fahrzeuginsassen mit der Außenwelt.“ In Hessen arbeiten bereits rund 9.000 Beschäftigte in diesen drei automobilen Chancenfeldern, rd. 23.000 Beschäftigte in Betrieben, die Komponenten für den traditionellen Antriebsstrang erstellen. „Die Herausforderung ist, dieses Verhältnis in den kommenden Jahren weiter in Richtung der Chancenfelder zu verschieben“, so Mang.

Natürlich investieren die OEMs Opel, Volkswagen und Daimler in ihre hessischen Werke, um sie an den automobilen Wandel anzupassen. Investitionen auf der grünen Wiese in der Dimension, wie sie beispielsweise gerade von Tesla in Brandenburg getätigt werden, gibt es in Hessen leider noch nicht. Allerdings sehen wir in Hessen Vorreiter der Elektrifizierung mit Batterietechnologie: z. B. Hessens ältestes Industrieunternehmen, Isabellenhütte, gegründet 1482, ist heute führend in Batteriemanagementsystemen und in diesem Jahr um 130 auf 1.000 Mitarbeiter gewachsen. Die Akasol AG investierte 100 Mio. EUR in ihre neue Batteriesystem-Fabrik für Nutzfahrzeuge in Darmstadt und ist mit 520 Mitarbeitern weltweit dem Startup-Status längst entwachsen. Oder der Technologiekonzern Schunk Group, Heuchelheim, mit 9.000 Beschäftigten, der etwa mit Bauteilen für Elektromotoren oder Ladesystemen für Elektrobusse eine Vielzahl von Produkten für die E-Mobilität im Portfolio hat.

Die aktuelle Lage und Stimmung

Im zweiten Quartal 2020 erlitten die meisten M+E-Unter­nehmen einen coronabedingten Absturz und büßten 30 Prozent ihres Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr ein. „Am heftigsten hat es mit einem Umsatzrückgang um zwei Drittel die Automobilindustrie erwischt, die jahrelang das Zugpferd des Aufschwungs der hessischen M+E-Industrie war“, sagte Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer von HESSEN­METALL. Bis zum dritten Quartal 2021 haben sich die Umsätze in der hessischen M+E-Industrie insgesamt weitgehend erholt, aber in der Automobilindustrie liegen sie immer noch ca. 11 Prozent unter dem Vor-Pandemie-Niveau. Hintergrund sind die aktuellen Lieferengpässe bei Material und Teilen, die vor allem in weiten Teilen der Automobilindustrie zu Produktionsstopps geführt haben. Zwar konnten sich die Auftragseingänge inzwischen erholen, aber nicht abgearbeitet werden, weil wichtige Teile wie Halbleiter nicht zur Verfügung stehen. Dies führt nicht nur zu einem Auftragsstau und übt Druck auf Umsatz und Gewinne aus, sondern auch zu einem Dominoeffekt. Wird die Autoproduktion gestoppt, weil ein wichtiges Bauteil fehlt, bekommen auch viele Zulieferer weniger Aufträge oder Stornierungen. Dadurch sind dann Unter­nehmen betroffen, die eigentlich produzieren und liefern könnten.

Erwartungen an die Politik

Deshalb appellierte der HESSEN­METALL-Vorstandsvorsitzende Mang an die Politik: „Die Pandemie ist noch nicht überstanden. Die M+E-Industrie ist noch mitten im Strukturwandel und sucht Fachkräfte. Rohstoff- und Energiepreise sowie die Lieferengpässe werden unsere Unter­nehmen noch längere Zeit belasten. Die Politik muss jetzt Hemmnisse abbauen und deutliche Investitionsimpulse setzen. Dies bedeutet vor allem wettbewerbsfähige Unter­nehmenssteuern, beschleunigte Planungs- und Genehmigungsverfahren und eine höhere Akzeptanz und größere Freiräume für neue Technologien.“

Weiterführende Informationen:
Blitzumfrage zu Lieferengpässen in der hessischen M+E-Industrie, Nov. 2021


HESSEN­METALL ist der Arbeitgeberverband der größten Industrie in Hessen und vertritt die Interessen von über 650 Mitgliedsunternehmen aus der Metall-, Elektro- und IT-Industrie mit rund 130.000 Beschäftigten. Die Mitglied­schaft steht Unter­nehmen sowohl mit als auch ohne Tarifbindung offen. HESSEN­METALL ist für Arbeitgeber eine Serviceorganisation und die Netzwerk-Plattform für Arbeit 4.0. Dienstleistungs¬schwerpunkte sind Arbeitsrecht, Arbeitsbeziehungen, Tarifpolitik, Fachkräftesicherung, Kommunikation, Digitale Transformation, Nachhaltigkeitsmanagement sowie Technologietransfer. Als Netzwerk bietet der Arbeitgeberverband Entscheidern und Experten die Plattform für den Erfahrungsaustausch für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Mit Hochschulkooperationen wird die Kompetenz und Innovationskraft der Mitglieds¬unternehmen auch bei neuen Schlüsseltechnologien gesteigert. HESSEN­METALL ist mit seiner Landes¬geschäftsstelle und fünf Bezirksgruppen flächendeckend vor Ort und sichert über die Dachverbände Gesamtmetall, BDA und BDI die bundesweite Interessenvertretung der hessischen Metall-, Elektro- und IT-Industrie.



Ergebnis der HESSEN­METALL-Herbstumfrage 2021 - zur kommentierten Fassung im Serviceportal

An der Konjunkturumfrage haben sich im Oktober insgesamt 159 Mitgliedsunternehmen mit rund 51.300 Beschäftigten beteiligt. Die wirtschaftlichen Perspektiven in der Metall- und Elektroindustrie (M+E) haben sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessert. Nach den erheblichen Einbrüchen, insbesondere im 2. Quartal 2020, setzte eine fühlbare Erholung ein, die jedoch insbesondere von den weltweiten Liefer- und Kapazitätsengpässen bei Material und Vorprodukten gebremst wird. Die allgemeine Stimmung in der hessischen M+E-Industrie zeigt im Vergleich zum Frühjahr nochmal minimal verbessert.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Serviceportal.

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Wissenschafts-Talk

Die Spitzen der vier HESSEN­METALL-Hochschulkooperationspartner tauschten sich gemeinsam mit Dirk Pollert, Hautgeschäftsführer HESSEN­METALL, über Best-Practice von anwendungsbezogenem Technologietransfer aus. Dirk Pollert: „Jede Branche und jedes Unter­nehmen verfügt über eigene Expertise, gleiches gilt für die Hochschulen. Wenn es uns gelingt, universitäre Forschung und Unter­nehmenspraxis zu einem Innovationsaustausch mit am Ende marktreifen Ergebnissen zusammenzubringen, dann haben wir als Arbeitgeberverband etwas richtig gemacht. Gerade durch den Strukturwandel wird es immer wichtiger in stetem Kontakt zu den Hochschulen zu stehen, um neue Ideen und Technologien in die unternehmerische Praxis umsetzen und so bessere Prozesse und Produkte entwickeln zu können.“

Die TU Darmstadt setzt auf Vernetzung und Austausch mit ihren Partnerinnen und Partnern in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. „An der TU Darmstadt denken, lehren und agieren wir in allen Bereichen von Beginn an interdisziplinär. Diese Stärke wird auch in Zukunft für die Entwicklung echter Innovationen weiter an Bedeutung gewinnen. Wir werden unser Innovations-Ökosystem kontinuierlich weiter ausbauen. Durch unsere partnerzentrierte Vorgehensweise nehmen wir Impulse auf und können produktive Partnerschaften zwischen inner- und außeruniversitärer Welt initiieren", erklärte Prof.’in Dr. Tanja Brühl, Präsidentin der Technischen Universität Darmstadt. Die TU Darmstadt wolle durch wissenschaftliche Impulse einen Beitrag zu Veränderungsprozessen leisten – sei es bei der Nachhaltigkeitswende oder der Digitalisierung aller Lebensbereiche. „Uns zeichnet eine lange und gelebte Tradition problemzentrierter Interdisziplinarität aus. Wir denken sehr lösungsorientiert und bringen die Expertisen zusammen, die es braucht, um drängende Fragen zu lösen. Beispielhaft ist hier unsere Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz, z.B. im Hessischen Zentrum für künstliche Intelligenz (hessian.AI), oder unsere Projekte im Bereich der Energieforschung.“

Den Anspruch der Frankfurt University of Applied Sciences erklärte ihr Präsident Prof. Dr. Frank E.P. Dievernich: „Der „Ideen-, Wissens- und Technologietransfer sind unsere Kern-Mission. Deshalb gründeten wir im Frankfurter Nordend das House of Science and Transfer, kurz HoST. Dort wollen wir Ideen, Wissen und Technologien aus der Frankfurt UAS leichter in die Praxis bringen und gleichzeitig Ideen, Wissen und Impulse aus der Praxis aufnehmen. Wir adressieren das HoST als einen Ort partizipativen Transfers, denn Transfer geht nur gemeinsam. Wir sind führend, wenn es um Logistik und Mobilität geht, aber auch z. B. um die Zukunft des Alterns. In diesem Zusammenhang geht es auch um die Zukunft des Wohnens. Wenn es etwa um den Einsatz von Robotern in der Pflege geht, brauchen wir technische Lösungen und müssen natürlich auch ethische Fragen klären. Wir haben eine Musterwohnung aufgebaut, die immer wieder aktualisiert wird über die Implementierung neu entwickelter Technologien. Vieles funktioniert dort schon per Knopfdruck, um das Leben leichter zu machen.“

Auch Dr. Oliver Fromm, Kanzler der Universität Kassel unterstreicht: „Wissenstransfer ist keine Einbahnstraße. Dauerhafte Kooperationen, in denen Wissen und Erfahrung in beide Richtungen geteilt wird, stärken die Unter­nehmen und die Universitäten. Wenn Praxis und Theorie aufeinandertreffen, können sich phantastische Symbiosen und Möglichkeiten entwickeln, wenn man es zulässt. Gemeinsam trägt man so zu wirtschaftlichem Erfolg bei.“ Als ein besonders gelungenes Beispiel verwies er auf das Fachgebiet Gießereitechnik. Es zählt zu den führenden Forschungs- und Bildungseinrichtungen für Gießereitechnik international, dank sowohl grundlagenorientierten als auch industriell ausgerichteten Forschungsprojekte. Die dienen vor allem der zielgerichteten Entwicklung und Charakterisierung neuer Leichtbau-Werkstoffe und -Anwendungen auf Aluminium- und Magnesiumbasis sowie innovativer Technologien und Verfahren zu deren gießtechnischen Herstellung und Verarbeitung. Gemeinsam trägt man so zu wirtschaftlichem und wissenschaftlichem Erfolg bei.“

Den Schlüssel zum Erfolg sieht Prof. Dr. Matthias Willems, Präsident der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), bei der Übertragung der in den Unter­nehmen vorhandenen Kompetenz auf neue Anwendungsgebiete. „Die vorhandene technische Expertise ist extrem wichtig, um sich etwa mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz neue Geschäftsfelder zu erschließen. Neuerungen gelingen vor allem dann, wenn man Köpfen aus verschiedenen Disziplinen Raum gibt, gemeinsam kreativ zu werden. Allein über das Duale Studium haben wir ein Ökosystem – von knapp 1000 Unter­nehmen, die mit ihren Fragestellungen zu uns kommen. Manchmal sind wir dann der Ideengeber, manchmal setzen wir die Ideen aber auch einfach nur um oder entwickeln sie weiter. Bei allem denken wir sehr interdisziplinär. Dafür arbeiten wir auch mit der Justus-Liebig-Universität und der Uniklinik Gießen zusammen. In Kooperation mit Medizinern entwickelt zum Beispiel das Team CardioIQ eine KI, die zur Früherkennung von Krankheiten EKG-Daten auswertet.“



HESSEN­METALL ist der Arbeitgeberverband der größten Industrie in Hessen und vertritt die Interessen von über 650 Mitgliedsunternehmen aus der Metall-, Elektro- und IT-Industrie mit rund 130.000 Beschäftigten. Die Mitglied­schaft steht Unter­nehmen sowohl mit als auch ohne Tarifbindung offen. HESSEN­METALL ist für Arbeitgeber eine Serviceorganisation und die Netzwerk-Plattform für Arbeit 4.0. Dienstleistungsschwer-punkte sind Arbeitsrecht, Arbeitsbeziehungen, Tarifpolitik, Fachkräftesicherung, Kommunikation, Digitale Transformation, Nachhaltigkeitsmanagement sowie Technologietransfer. Als Netzwerk bietet der Arbeit¬geberverband Entscheidern und Experten die Plattform für den Erfahrungsaustausch für mehr Wett-bewerbsfähigkeit. Mit Hochschulkooperationen wird die Kompetenz und Innovationskraft der Mitglieds-unternehmen auch bei neuen Schlüsseltechnologien gesteigert. HESSEN­METALL ist mit seiner Landes¬geschäftsstelle und fünf Bezirksgruppen flächendeckend vor Ort und sichert über die Dachverbände Gesamtmetall, BDA und BDI die bundesweite Interessenvertretung der hessischen M+E-Industrie.

Zu den ausführlichen Interviews jeweils Bild anklicken:

HESSEN­METALL ist der Arbeitgeberverband der größten Industrie in Hessen und vertritt die Interessen von über 650 Mitgliedsunternehmen aus der Metall-, Elektro- und IT-Industrie mit rund 130.000 Beschäftigten. Die Mitglied­schaft steht Unter­nehmen sowohl mit als auch ohne Tarifbindung offen. HESSEN­METALL ist für Arbeitgeber eine Service­organisation und die Netzwerk-Plattform für Arbeit 4.0. Dienstleistungsschwerpunkte sind Arbeitsrecht, Arbeitsbezie­hungen, Tarifpolitik, Fachkräftesicherung, Kommunikation, Digitale Transformation, Nachhaltigkeitsmanagement sowie Technologietransfer. Als Netzwerk bietet der Arbeitgeberverband Entscheidern und Experten die Plattform für den Erfahrungsaustausch für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Mit Hochschulkooperationen wird die Kompetenz und Innovati­onskraft der Mitgliedsunternehmen auch bei neuen Schlüsseltechnologien gesteigert. HESSEN­METALL ist mit seiner Landesgeschäftsstelle und fünf Bezirksgruppen flächendeckend vor Ort und sichert über die Dachverbände Gesamt­metall, BDA und BDI die bundesweite Interessenvertretung der hessischen Metall-, Elektro- und IT-Industrie.

Eindrücke der Veranstaltung:

Eindrücke

Hintergrund:
HESSEN­METALL ist mit 635 Unter­nehmen der Metall- und Elektro-Industrie und 135.000 Beschäftigten der Arbeitgeberverband der größten Industrie in Hessen. Wichtige Einzelbranchen sind Maschinenbau, Anlagenbau, Automotive, Luft- und Raumfahrtindustrie, Elektro-, elektronische, optische und IT-Industrie sowie Metallerzeugung und -verarbeitung. Von diesen Branchen sind maßgebliche Impulse und Lösungen zu erwarten, wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden.

Videobotschaft Dr. Manuel Lösel, Kultusstaatssekretär

Neun von zehn Unter­nehmen leiden weiterhin unter Produktionseinschränkungen, rund die Hälfte der Unter­nehmen ist in der Produktion von der Corona-Krise „mittel“ bis „sehr stark“ betroffen. Als Hauptursache wird eine weiterhin fehlende Nachfrage genannt. Aber auch Lieferkettenprobleme, der Ausfall von Personal (Krankheit oder Kinderbetreuung) sowie ein aufwändiger Arbeits- und Gesundheitsschutz stellen die Betriebe vor Probleme.

Auch bei den Investitionen sind viele Unter­nehmen gezwungen, auf der Bremse zu stehen: Ein Fünftel muss Investitionen nochmals verringern, nachdem sie bereits 2020 deutlich zurückgeschraubt wurden. Nur etwas mehr als die Hälfte der Unter­nehmen kann das Investitionsvolumen gleich halten und lediglich 23 Prozent planen eine (Wieder-) Erhöhung.

Die Kurzarbeit ist weiter zurückgegangen. Erstmals seit dem ersten Lockdown zu Beginn der Pandemie nutzen mit 46 Prozent weniger als die Hälfte der Betriebe dieses Instrument. „Dennoch sind laut unseren Hochrechnungen immer noch über 20.000 Beschäftigte der hessischen M+E-Industrie in Kurzarbeit“, sagte Mang. Der Anteil der Firmen, die wegen der Corona-Krise bereits betriebsbedingte Kündigungen aussprechen mussten, ist in den letzten Monaten kontinuierlich auf mittlerweile knapp 12 Prozent gestiegen. In diesem Jahr ist mit einem weiteren Abbau von Arbeitsplätzen zu rechnen. Immerhin 47 Prozent der Befragten streben an, die Beschäftigtenzahl zu halten. Andererseits sehen sich 32 Prozent gezwungen, aufgrund von Corona-Krise und Strukturwandel ihren Personalstand zu verringern.

  Charts der Umfrage

In den hessenweiten M+E-Wochen zur Berufsorientierung, die noch bis in den Herbst andauern, können Schülerinnen und Schüler Einblicke in Ausbildungsberufe der M+E und IT-Industrie bekommen. Jugendliche kommen zudem in Kontakt mit Auszubildenden von Mitgliedsunternehmen, die sich an Livestreams beteiligen können. Mithilfe von multimedia­len Präsentationen, Videos und digitalen Tools geben die Livestreams interaktive Einblicke in die Vielfältigkeit der 40 Ausbildungsberufe der M+E-Industrie. Die Schülerinnen und Schüler lernen dabei nicht nur die neue App „M+E-Berufe“ kennen, sondern beteiligen sich auch mit ihren Smartphones an Umfragen und nutzen die Gelegenheit den live zugeschalteten Auszubildenden direkt Fragen zu stellen. Darüber hinaus erhalten sie praktische Tipps rund um die Bewerbung und Ausbildung. Die Livestreams sind digitaler Ersatz für den InfoTruck, der üblicherweise in dieser Zeit zur Berufsorientierung an die Schulen fährt. In den kommenden Wochen finden weitere Livestreams in Nordhessen (07.-11. Juni, 22. Juni), Rhein-Main-Taunus (05.-07. Juli) und Osthessen (12.-14. Juli) statt. Schulklassen, die einen Termin gebucht haben, werden im Livestream empfangen und interessierte Schulen können sogar jetzt noch Termine buchen unter: https://www.me-vermitteln.de/m-e-infotruck/terminvereinbarung .

Weitere Angebote zur Berufsorientierung stellen die Ausbildungsplatzbörse www.ausbildung-me.de und die dazugehörige App dar, die einen umfassenden Überblick über M+E-Berufe bietet. Für die Jugendlichen auf Instagram, für Eltern und Lehrer auf Facebook gibt die Vlogger-Taskforce Einblicke in Ausbildungsberufe und duale Studiengänge von M+E-Unter­nehmen. Die Werkstatt-Tage Plus bieten zudem eine Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler praktische Berufsorientierung in einer Kleingruppe zu erleben – trotz Pandemie.

Deutschlandweit sind die Unter­nehmen der Metall- und Elektro-Industrie noch lange nicht da, wo sie vor Rezession und Corona schon mal waren. Im Gegenteil. Sie sind sogar weiter zurückgefallen. Die Produktion liegt, Stand drittes Quartal 2021, um 22 Prozent unter dem Stand von Ende 2018.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Serviceportal.

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Gemeinsam mit der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) und den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie fordert die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ein Renten-Moratorium und somit den Aufschub aller derzeit geplanten Rentenreformen bis mindestens 2020. Die von der Regierungskoalition geplante Ausweitung der Mütterrente sowie die Eingriffe in die Rentenformel bedeuten einen Bruch des Generationenvertrags. Die Leistungsausweitung für derzeitige Rentner und rentennahe Jahrgänge gehen einseitig zu Lasten der jüngeren und nachfolgenden Generationen. Die Folgen des demografischen Wandels müssen aber gerecht verteilt von allen Altersgruppen gemeinsam getragen werden. Und damit die Renten auch in Zukunft so stabil und sicher bleiben wie derzeit, dürfen sie nicht noch abhängiger von Steuereinnahmen werden.

Die Arbeitgeberverbände und die INSM fordern Bundesregierung und Bundestag auf,

  • die Gesetzesentwürfe zu doppelter Haltelinie, Mütterrente II und Grundrente vor der Verabschiedung von der Rentenkommission überprüfen zu lassen
  • die zusätzliche Ausweitung der Rentenleistungen in Deutschland mindestens so lange zu verschieben, bis die Rentenkommission ihre Ergebnisse vorgestellt hat.


Dieser Aufruf erschien am 6. Juni in mehreren überregionalen Tagesszeitungen. Den vollständigen Text sowie die Liste der Unterzeichner finden Sie hier


Weitere Infos auch unter www.insm.de/insm


Hintergrund:
Die Internationale PhysikOlympiade (IPhO) findet seit 1967 mit dem Ziel statt, besonders begabte Schülerinnen und Schüler im Fach Physik zu fördern. Die PhysikOlympiade beginnt auf nationaler Ebene mit einem vierstufigen Auswahlverfahren, an dem sich alle Schülerinnen und Schüler allgemeinbildender oder beruflicher Schulen in Deutschland beteiligen können. Das Verfahren beginnt jeweils im Frühjahr des Vorjahres, die Aufgaben werden an die Schulen verteilt und auf den offiziellen Seiten der IPhO veröffentlicht. Die Schüler bearbeiten die Aufgaben zu Hause und lassen sie dann von einer Fachlehrkraft korrigieren. Für die zweite Stufe gibt es neue, anspruchsvollere Aufgaben, in der dritten und vierten Stufe müssen die bis dahin besten Teilnehmer dann in Klausuren ihr Können beweisen.
Bei der Internationalen PhysikOlympiade messen sich Schülerinnen und Schüler aus der ganzen Welt in physikalischen Aufgaben miteinander. Die Wettbewerbsanforderungen beinhalten einen gemeinsamen, breiten Stoffkatalog. Im Zentrum steht aber nicht das Detailwissen, sondern das Training im Lösen von physikalischen Aufgaben, sowohl im theoretischen als auch im experimentellen Bereich. Die fünf erfolgreichsten Kandidaten bilden schließlich das deutsche Team und reisen nach einem Trainingsseminar zur internationalen Olympiade. Dort können sie sich mit den Teams aus anderen Ländern messen. 2020 findet das Treffen in Litauen statt.

Rückfragen richten Sie bitte an:
Jörg Steiper, Wettbewerbsbeauftragter des Landes Hessen für die Internationale PhysikOlympiade, Tel.: 0152/01983959, E-Mail:schule@steiper.de
Stefan Löwer, Pressesprecher Hessisches Kultusministerium, Tel.: 0611/368-2006, E-Mail: pressestelle@kultus.hessen.de
Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer Kommunikation und Presse, Verband der Metall- und Elektro-Unter­nehmen Hessen e. V. (HESSEN­METALL), Tel.: 069/95808-150, E-Mail: ukirsch@hessenmetall.de


HESSEN­METALL ist der Arbeitgeberverband der größten Industrie in Hessen und vertritt die Interessen von über 650 Mitgliedsunternehmen aus der Metall-, Elektro- und IT-Industrie mit rund 130.000 Beschäftigten. Die Mitglied­schaft steht Unter­nehmen sowohl mit als auch ohne Tarifbindung offen. HESSEN­METALL ist für Arbeitgeber eine Serviceorganisation und die Netzwerk-Plattform für Arbeit 4.0. Dienstleistungsschwerpunkte sind Arbeitsrecht, Arbeitsbeziehungen, Tarifpolitik, Fachkräftesicherung, Kommunikation, Digitale Transformation, Nachhaltigkeitsmanagement sowie Technologietransfer. Als Netzwerk bietet der Arbeitgeberverband Entscheidern und Experten die Plattform für den Erfahrungsaustausch für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Mit Hochschulkooperationen wird die Kompetenz und Innovationskraft der Mitgliedsunternehmen auch bei neuen Schlüsseltechnologien gesteigert. HESSEN­METALL ist mit seiner Landesgeschäftsstelle und fünf Bezirksgruppen flächendeckend vor Ort und sichert über die Dachverbände Gesamtmetall, BDA und BDI die bundesweite Interessenvertretung der hessischen Metall-, Elektro- und IT-Industrie.

Videobotschaft Oliver Barta, Bosch Thermotechnik

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