Hessen

Hessischer Außenhandel: Im Jahresverlauf 2018 rückläufige M+E-Exporte

Nach Auswertung der „DESTATIS“-Datenbank des Statistischen Bundesamtes betrug der Export der hessischen M+E-Industrie im Jahr 2018insgesamt 31,165 Mrd. €. Im Jahresdurchschnitt haben damit die hessischen M+E-Ausfuhren noch um 8,7 Prozent über dem Vorjahr gelegen. In dieser (Bundes-)Datenbank sind allerdings nicht alle M+E-Branchen erfasst, so dass der vom Hessischen Statistischen Landesamt ausgewertete Betrag der hessischen M+E-Ausfuhren mit 38,211 Mrd. € deutlich höher ausfällt. Trotz dieser Abweichungen: die Entwicklungs-Tendenzen sind im Wesentlichen als identisch anzusehen, zumal alle großen M+E-Branchen in der Bundesauswertung berücksichtigt sind. Nach den Rückgängen in den Jahren 2014 und 2015 hatte sich das Wachstum der M+E-Exporte im Jahr 2016 wieder leicht – um 1,3 Prozent – und im Jahr 2017 kräftig um 10,2 Prozent erholt. Im Jahresverlauf 2018 hatte es zunächst bis zum Sommer noch Export-Zuwächse gegeben, die jedoch in der zweiten Jahreshälfte – ausgelöst von zunehmenden Unsicherheiten auf den Weltmärkten – kontinuierlich in den negativen Bereich gerutscht sind: So haben die hessischen M+E-Ausfuhren im Dezember 2018 deutlich um 13,9 Prozent unter ihrem Vorjahresstand gelegen.

Für die hessische M+E-Industrie (vgl. grafische Darstellungen) werden in der Statistik insgesamt und für viele Staaten erheblich höhere Importe als Exporte ausgewiesen. Dies hängt u. a. mit der besonderen Bedeutung des Frankfurter Flughafens zusammen, über den insbesondere hochwertige Güter nach Hessen „importiert“ werden; diese verbleiben allerdings zu einem großen – statistisch nicht quantifizierbaren Anteil – nicht in Hessen, sondern werden in andere Bundesländer ausgeführt. Wegen dieser Unschärfen ist die Aussagekraft der ausgewiesenen Importe nach Hessen eingeschränkt und wird daher nicht kommentiert.

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Niederlande





Die Niederlande haben mit einem Exportanteil von 10,5 Prozent an den gesamten hessischen M+E-Ausfuhren und einem Wert von 3,184 Mrd. € auch im Jahr 2017 ihre Spitzenstellung unter den Handelspartnern halten können. Dabei haben die Exporte in das Nachbarland im vergangenen Jahr deutlich um 25,5 Prozent zugenommen.

USA





Nach wie vor sind die USA ein weiterer wichtiger Außenhandelspartner für die hessische M+E-Industrie: Mit einem Anteil von 9,1 Prozent an den Gesamt-Exporten belegen sie im Jahr 2017 den zweiten Platz im Export-Ranking. Trotz eines Einbruchs zu Beginn des Jahres haben die Ausfuhren im Vorjahresvergleich insgesamt um 21,4 Prozent auf 2,743 Mrd. € zugenommen, wenngleich die Steigerungsraten am Jahresende etwas flacher ausgefallen sind.

UK





Nach wie vor weisen die Entwicklungs-Verläufe der hessischen M+E-Exporte in das Vereinigte Königreich (UK) negative Vorzeichen aus – allerdings ist das Vorjahresniveau im Jahr 2017 nur noch leicht – um 0,3 Prozent – unterschritten worden. Dabei zeigt die Kurve nach einem Herbst-Hoch in den letzten beiden Monaten deutlich nach unten. Insgesamt sind aus Hessen im Jahr 2017 M+E-Produkte in Höhe von 2,408 Mrd. € in das UK exportiert worden. Damit beträgt der Gesamtanteil an den hessischen M+E-Ausfuhren 8,0 Prozent.

Frankreich





Die hessischen M+E-Ausfuhren nach Frankreich haben im Jahr 2017 um 10,2 Prozent auf 2,199 Mrd. € zugenommen und damit den Rückgang aus dem Jahr 2016 kompensiert. Der Anteil an den gesamten M+E-Exporten beträgt damit 7,3 Prozent. Mittelfristig haben sich die M+E-Ausfuhren nach Frankreich als vergleichsweise stabil erwiesen.

China





In den letzten beiden Jahren haben sich die hessischen M+E-Exporte nach China sehr positiv entwickelt: im Jahr 2017 sind sie um 19,5 Prozent auf insgesamt 2,094 Mrd. € gestiegen; dabei hat die Dynamik zum Jahresende allerdings abgenommen. Der Anteil an den gesamten M+E-Exporten liegt bei 6,9 Prozent.

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