Essenzielle Verbindungstechnologie für Beatmung und Hygiene

NORMA Group sichert weltweit Lieferketten dringend benötigter Bauteile

Maintal. Zu Zeiten der Corona-Pandemie bekommt die NORMA Group, wie viele Unter­nehmen, wirtschaftliche Folgen zu spüren. Insbesondere das Geschäft mit Verbindungslösungen für die Automobilindustrie ist im März und April deutlich zurückgegangen, nachdem viele Autobauer ihre Werke temporär geschlossen haben. In anderen Bereichen ist die Verbindungstechnologie der NORMA Group jedoch gefragt wie nie. Als ein internationaler Marktführer in dieser Branche trägt das osthessische Mitgliedsunternehmen von HESSENMETALL in der Medizin seit Anfang März verstärkt dazu bei, die Lieferfähigkeit von Verbindungsprodukten sicherzustellen, die jetzt beispielsweise bei der Herstellung von Beatmungsgeräten und in Krankenhäusern dringend benötigt werden. Entsprechend erlebt die NORMA Group eine besonders hohe und akute Nachfrage nach  Y-Schlauchverbindern und Einschraubstutzen mit Gewinde, aber auch nach schlichten weißen Kabelbindern für allgemeine Befestigungen in Krankenhäusern. „Gerade im medizinischen Bereich ist es derzeit essenziell, die Lieferkette aufrechtzuerhalten, um COVID-19-Patienten bestmöglich zu versorgen. Wir sind froh, mit unseren Produkten einen Beitrag zur Bewältigung der Coronakrise zu leisten“, sagt Dr. Friedrich Klein, Chief Operating Officer und Mitglied des Vorstands der NORMA Group.

Verbindungstechnologie der NORMA Group: in Beatmungsgeräten funktionskritisch. Quelle: NORMA GroupVor allem in die von COVID-19 schwerstbetroffenen europäischen Länder, Italien und Spanien, liefert der Konzern Verbindungslösungen an Großhändler. Wegen der kritischen Infektionslage vor Ort sind deren Endkunden auch von den lokalen Behörden als essenziell eingestuft. Während dieser herausfordernden Zeit bieten die Distributionszentren des Unter­nehmens in den beiden Ländern einen entscheidenden logistischen Vorteil: Durch kontinuierlich hohe Lagerbestände unmittelbar in Italien und Spanien, werden die örtlichen Kunden im Gesundheitsnotstand schnell, durchgehend und effizient mit der benötigten Menge an unentbehrlichen Kunststoffverbindern, Einschraubstutzen und Kabelbindern versorgt. Auch in anderen Ländern in Europa steigen die Stückzahlen für medizinische Anwendungen: Vor kurzem erhielten die Vertriebsbüros der NORMA Group in den Niederlanden und in Großbritannien Bestellungen von jeweils rund 40.000 Teilen mit besonderer Dringlichkeit. Diese Produkte sollen ebenfalls in Beatmungsgeräten und zur Infektionskontrolle eingesetzt werden.

Ausstattung von mobilen Handwasch-Stationen in New Yorker Krankenhauszelten

Die NORMA Group bedient in dieser angespannten Lage allerdings nicht nur Kundenanfragen zu lebensrettenden medizinischen Anwendungen für europäische Krisengebiete, sondern auch darüber hinaus. Im April hat der Konzern zunächst 25.000 Metallschellen zur Ausstattung von mobilen Handwasch-Stationen für Feldlazarette in New York City, dem Epizentrum des neuartigen Coronavirus in den USA, geliefert. „Händewaschen ist hierbei ein essenzieller Bestandteil, ganz besonders in einem Feldkrankenhaus für COVID-19-Patienten. Wir freuen uns, dass wir zusammen mit einem Distributionspartner helfen können, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen“, so Michael Cardinal, Vice President Business Development für Standardprodukte in der Region Amerika. Bei den Produkten handelt es sich um Breeze Power-Seal-Schellen, die lokal im Werk der NORMA Group in Saltsburg, Pennsylvania, in den Vereinigten Staaten hergestellt werden. Auch hier zeigt sich, wie wichtig die Lokalisierungsstrategie des Konzerns, immer so nah wie möglich am Markt zu produzieren, generell und insbesondere in einer gesundheitlichen Notlage sein kann: kurze, schnelle Transportwege, Kundennähe und direkte Kommunikation. Zusätzlich trägt diese Vorgehensweise, im Sinne einer nachhaltigen Zukunftsorientierung, zu niedrigeren CO2-Emissionen in Sachen Belieferung bei.
 

Hintergrund

Die NORMA Group verfügt über jahrzehntelange Erfahrung und Expertise im Verbinden von Wasserleitungen und stellt seit mehr als zehn Jahren ihre hochentwickelte Verbindungstechnologie in der Medizin zur Verfügung. Durch die Herausforderungen seitens der Corona-Pandemie sind in diesem Bereich neue Kunden hinzugekommen.


Redaktion und Text:
Talisa Dean, Leiterin Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung
HESSENMETALL Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen e.V.