Leica Microsystems stiftet dem Institut für Virologie der Charité ein innovatives Mikroskopiesystem zur Unterstützung der Covid-19-Forschung

Wetzlar und Berlin. Leica Microsystems ist erfreut, die Spende eines THUNDER 3D Live Cell Imager an das Institut für Virologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin bekannt zu geben.

Das Institut für Virologie auf dem Campus Charité Mitte unter der Leitung von Direktor Prof. Dr. Christian Drosten steht seit Beginn des aktuellen Coronavirus-Ausbruchs in der ersten Reihe der Virusforschung zu SARS-CoV-2, dem Erreger von Covid-19.

Das neue leistungsfähige Mikroskopiesystem wird von mehreren Arbeitsgruppen unter der Leitung von PD Dr. Marcel Müller, Dr. Daniela Niemeyer und Prof. Dr. Christine Goffinet eingesetzt. Die drei Gruppen arbeiten zusammen, um klinische Strategien zur Behandlung der Krankheit zu entwickeln. Dafür untersuchen sie, wie das Virus in Zellen eindringt, was genau passiert, wenn menschliche Atemwegszellen infiziert werden, und führen Tests mit Kandidaten für antivirale Wirkstoffe durch.

Der gespendete THUNDER Imager bringt den Forschern zwei entscheidende Vorteile: Er liefert Bildergebnisse schnell und erleichtert die Auswertung der Bilder indem strukturelle Details der untersuchten Zellen klar hervorgehoben werden. Das Team von Leica wird das Institut für Virologie dabei unterstützen, sich schnell mit dem neuen System vertraut zu machen, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Beide Parteien streben eine langfristige Zusammenarbeit im Interesse der Virusforschung an.

Der Direktor des Instituts für Virologie, Prof. Dr. Christian Drosten, ist Experte für die Diagnose von Infektionen durch Coronaviren wie SARS und MERS. Prof. Dr. Drosten war Mitentdecker des ersten SARS-CoV und entwickelte den PCR-basierten Test für SARS-CoV-2.

Anlässlich der Übergabe des THUNDER Imagers sagte Prof. Dr. Drosten: „Wir freuen uns über die Möglichkeit, mit dem THUNDER Imager zu arbeiten. Die Leistungsfähigkeit des Instruments hilft uns, die Entwicklung der Virulenz im Verlauf der Epidemie zu verstehen, und gibt uns das Potential zur Entwicklung hochdurchsatzfähiger und empfindlicher serologischer Tests für die SARS-CoV-2-Immunität. In dieser kritischen Zeit ist es von größter Bedeutung, dass wir zusammenarbeiten, sowohl um diese Pandemie zu bekämpfen als auch um uns für die Zukunft wirksam zu wappnen. Es ist großartig, hier mit Leica Microsystems zu kooperieren, und wir freuen uns auf die Arbeit mit dieser neuen Mikroskopie-Technologie.“

Markus Lusser, Präsident von Leica Microsystems, erklärte: „Leica Microsystems ist stolz darauf, die Arbeit der Charité im Kampf gegen COVID 19 zu unterstützen. Der THUNDER Imager, den wir zur Verfügung gestellt haben, ist besonders geeignet, lebende Zellen in 3D-Krankheitsmodellen abzubilden und so zu helfen, ihre wahre Physiologie aufzudecken. Wenn wir den Wissenschaftlern helfen, mehr über Covid-19 zu erfahren, wird dies der globalen Gemeinschaft zugutekommen. Es wird helfen, gesund zu bleiben und diese Krankheit zu bekämpfen, wenn wir unsere Wirtschaft nach der Pandemie wieder aufbauen.“

Weitere Informationen

THUNDER Imager
Der THUNDER IMAGER 3D Live Cell ist ein neues, innovatives Mikroskopie-Bildgebungssystem, das eine klare Sicht auf Details ermöglicht, selbst in den Tiefen einer intakten Probe, in Echtzeit* ohne Unschärfen in Bereichen außerhalb der Fokusebene. Ausgestattet mit der innovativen Leica-Technologie „Computational Clearing“  sind THUNDER Imager, ideal für die Abbildung von 3D-Zellkultur-Assays, Stammzellen, Sphäroiden oder Organoiden geeignet.
*in Übereinstimmung mit der Definition in der ISO/IEC 2382:2015

Über die Charité-Universitätsmedizin Berlin und das Institut für Virologie
Die Charité-Universitätsmedizin Berlin ist eine der größten Universitätskliniken Europas mit ca. 100 Abteilungen und Instituten, die auf 4 separate Standorte verteilt sind. Mit ca. 18.000 Mitarbeitern in der gesamten Unter­nehmensgruppe ist die Charité einer der größten Arbeitgeber in Berlin. Das Institut für Virologie ist das wissenschaftliche Zentrum für Coronavirusforschung in Deutschland. Der Leiter des Instituts für Virologie, Prof. Dr. Christian Drosten, ist Mitentdecker des ersten SARS-CoV, das 2002 erstmals aufgetreten ist.

Über Leica Microsystems
Leica Microsystems entwickelt und produziert Mikroskope und wissenschaftliche Geräte für die Analyse von Mikro- und Nanostrukturen. Seitdem das Unter­nehmen im neunzehnten Jahrhundert als Familienunternehmen gegründet wurde, sind seine Instrumente für ihre optische Präzision und innovative Technologie weithin bekannt. Es ist einer der Marktführer in den Bereichen Verbund- und Stereomikroskopie, digitale Mikroskopie, konfokale Laserscanning-Mikroskopie mit zugehörigen Abbildungssystemen, elektronenmikroskopische Probenvorbereitung und Operationsmikroskope.
Leica Microsystems verfügt über sechs große Werke und Produktentwicklungsstandorte auf der ganzen Welt. Das Unter­nehmen ist in über 100 Ländern vertreten, verfügt über Vertriebs- und Serviceorganisationen in 20 Ländern und ein internationales Netzwerk von Vertriebspartnern. Der Hauptsitz befindet sich in Wetzlar, Deutschland.

Mehr Informationen finden Sie unter www.leica-microsystems.com

Quelle: Leica Microsystems