Nach der Krise vor herausfordernden Transformationsprozessen! Interne Kommunikation besonders gefordert

M+E-Communicators' Club am 11. Mai 2021

Kommunikation begleitet und gestaltet den Wandel

Vor dem Hintergrund der sich leicht entspannenden Corona-Lage blicken die hessischen M+E-Unter­nehmen vorsichtig optimistisch auf die kommenden Monate. Unter­nehmenskommunikation begleitet die Teststrategie und die Impfkampagne. Letztere wird durch die ab 7. Juni beteiligten Betriebsärzte in den kommenden Wochen weiter an Fahrt aufnehmen. Noch liegt der Schwerpunkt der Kommunikation in den Unter­nehmen eindeutig auf der Bewältigung der Krise. Die Erwartungen für 2021/2 sind meist gut und deshalb werden Zukunftsthemen in der Kommunikation wieder eine größere Rolle spielen.

„Wir sehen positive Zeichen der Entspannung, aber nach 15 Monaten Krisenmodus mit Social-Distancing und Homeoffice stellt sich auch eine Corona-Müdigkeit bei den Beschäftigten ein. Nach der Corona-Krise stehen Unter­nehmen vor herausfordernden Transformationsprozessen, die durch interne Kommunikation begleitet werden müssen. Personalarbeit und Kommunikation werden sich zukünftig noch stärker miteinander verschränken. Kommu-nikation flankiert dabei die Veränderungs- und Lernprozesse in den Unter­nehmen und gibt Antworten auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Zukunft. Mit Kommunikation begleiten wir aktiv das lebenslange und wechselseitige Lernen sowie die Förderung der Unter­nehmenskultur“, sagte der Club-Vorsitzende Rainer Welzel von der Siemens AG bei der Online-Veranstaltung.


HESSEN­METALL kommunizierte erfolgreich Ziele in der Tarifrunde

Der Tarifabschluss 2021 ist bei den Mitgliedern auf Zustimmung gestoßen. Neben einer klugen Verhandlungs-Strategie und -Führung hat auch die strategisch fundierte, systematisch und bundesweit vernetzte Kommunikation dazu beigetragen, dass die Mitglieder durchgängig mitgenommen wurden.

„Der ausgehandelte Tarifvertrag bringt unseren Unter­nehmen vor allem Planungssicherheit, für 2021 keine und für 2022 eine moderate Kostenbelastung und berücksichtig erstmals auch die unterschiedliche wirtschaftliche Lage in den einzelnen M+E-Unter­nehmen mit einer automatischen Differenzierung. Noch viel stärker als früher haben wir in dieser Tarifrunde die Ziele der Arbeitgeber kommuniziert und damit auch in den Medien Erfolg gehabt. Mit unserer Vorfeld-Kommunikation „Zupackend raus aus dem Tunnle“ haben wir unsere Ziele vorab mit den Mitgliedern diskutiert und danach systematisch in den Medien und der Öffentlichkeit platziert: vor allem mit großen vier Exklusiv-Interviews unseres Verhandlungsführer Oliver Barta mit der FAZ, VRM-Gruppe, FNP und Fuldaer Zeitung. Mit einem mitnehmenden Claim „Es geht um viel. Zusammen anpacken!“ haben wir den Fokus auf die gemeinsame Bewältigung der schwierigen Situation der Unter­nehmen in der Krise gelegt und nicht primär auf die Forderungen der IG Metall reagiert. Zusätzlich haben wir umfragebasierte Fakten und Daten aus unserer Mitglied­schaft in die Kommunikation einbezogen“, sagte Dr. Ulrich Kirsch,  Geschäftsführer Kommunikation bei HESSEN­METALL. Neben einer bundesweiten Platzierung in den klassischen Medien mit einer Reichweite von 22 Mio., konnte über die eigenen Social-Media-Kanäle eine zusätzliche Reichweite von rund 11 Millionen erzeugt werden. 

Zukunftsthemen werden zum Megatrend in der Unter­nehmenskommunikation

Nach der Corona-Krise werden Digitalisierung, Arbeit 4.0, neue Technologien, Umwelt- und Klimaschutz sowie die alternative Energiegewinnung bei vielen Unter­nehmen die Kommunikationsarbeit bestimmen. Auch neue Formen der Zusammenarbeit sowie der Wettbewerb um die besten Fachkräfte der Zukunft müssen kommunikativ begleitet werden.

Welche Themen für unsere Mitglieder wichtig waren, erfahren Sie exklusiv im Serviceportal.

Ein Bericht von Jens Kampe, HESSEN­METALL Darmstadt und Südhessen

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Ulrich Kirsch

Dr. Ulrich Kirsch
Geschäftsführer Kommunikation und Presse