Hessische Industrie auch im Mai stark rückläufig

Auch wenn die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit gelockert wurden: Die hessische Industrie spürt weiterhin massiv die Auswirkungen der Krise auf Produktion, Export und Beschäftigte. „Zwar versuchen die hessischen Unter­nehmen alles, um ihre Beschäftigten halten zu können. Gerade Kurzarbeit hilft gegenwärtig sehr, durch den dunklen Tunnel zu kommen. Dennoch wirkt sich der voraussichtlich noch länger andauernde Geschäftsrückgang für viele Industriebetriebe leider auch zunehmend als Rückgang bei den Arbeitsplätzen aus. Und diese Entwicklung wird sich in den nächsten Monaten fortsetzen. Denn auch wenn  Deutschland gegenwärtig eher mit niedrigen Infektionszahlen planmäßige Lockerungen durchführen kann, gilt das leider nicht für viele Länder, in die wir exportieren“, so Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer von HESSENMETALL, zu den aktuell veröffentlichten Zahlen.

Dirk Pollert: „Wir brauchen – ebenso wie viele andere Wirtschaftszweige – dauerhaft ein Belastungsmoratorium bei Steuern und Abgaben, mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und insbesondere auch im Arbeitsrecht.“ Denn die hessische Industrie steht auch über Corona hinaus vor gewaltigen Herausforderungen: Sie muss unverändert den Strukturwandel der Digitalisierung und der Dekarbonisierung meistern. Beides bedarf enormer Investitionen der Unter­nehmen in die Zukunft.