HESSENMETALL fordert IG Metall auf, Lösungen am Verhandlungstisch zu suchen

Pollert: „Die 24-Stunden-Streiks sind reines Gift für unsere M+E-Industrie und das ‚Made in Germany‘.“

Frankfurt am Main. HESSENMETALL hat heute die IG Metall wegen der schädlichen Tagesstreiks kritisiert und sie aufgefordert, Lösungen im Tarifkonflikt am Verhandlungstisch zu suchen.

 „Die 24-Stunden-Streiks sind reines Gift für den Standort. Sie schädigen nicht nur die unmittelbar betroffenen hessischen Unternehmen – heute die Firmen Vacuumschmelze und Sell. Angesichts der integrierten Wertschöpfungsketten und der internationalen Vernetzung richten sie auch schweren Schaden in unserer gesamten M+E-Industrie und am Produktionsstandort Deutschland an. Denn unsere Kunden in aller Welt haben für Lieferengpässe aus einem Land mit den geringsten Arbeitszeiten und den höchsten Arbeitskosten nicht das geringste Verständnis, geschweige denn, dass sie dafür bezahlen. Vielmehr entstehen Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit ihrer Partner und am ‚Made in Germany‘“, so Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer von HESSENMETALL.

„Wir wollen einen Abschluss, der in Zeiten der fortschreitenden internationalen Vernetzung und des digitalen Strukturwandels von kleineren, mittelständischen und großen Unternehmen gleichermaßen über alle Branchen unserer M+E-Industrie hinweg getragen werden kann. Wir wollen, dass keine Arbeitsplätze aus Kostengründen ins Ausland verlagert werden müssen und die zukunftsträchtigen Arbeitsplätze hier an den heimischen Standorten und nicht im Ausland entstehen. In diese Zukunft wollen wir investieren. Deshalb darf der Abschluss in der M+E-Industrie nicht zu teuer werden. Andernfalls befürchten wir einen Erdrutsch aus der Bindung an den Flächentarifvertrag.

Zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität unserer Arbeitsplätze am Standort wollen wir die schon bestehenden Flexibilisierungsmöglichkeiten der Arbeitszeit weiter entwickeln – und zwar nach oben und unten. Die Lösung aus dem Tarifkonflikt kann nicht auf der Straße gefunden werden, sondern nur am Verhandlungstisch“, so Pollert weiter.

Außerdem hat HESSENMETALL Klage beim Arbeitsgericht Frankfurt gegen die rechtswidrigen Streiks eingereicht. Die Streiks sind rechtswidrig, da die IG Metall sich immer noch nicht von ihrer Forderung nach einem rechtswidrigen Teilentgeltausgleich für bestimmte Personengruppen verabschiedet hat. 

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