Geschäftsbericht 2021

Durchstarten zu neuer Wettbewerbsstärke!

Es gibt viel zu berichten über die Zeit von Mai 2019 bis April 2021...

Eine Zeit die den Unter­nehmen – aber auch den Menschen persönlich – viel Flexibilität abgefordert hat und auch weiterhin abfordert.

Der Bericht zeigt:

  • die derzeitigen Herausforderungen der hessischen M+E- und IT-Industrie, das Leistungsversprechen von HESSEN­METALL an seine Mitglieder und das Netzwerk, das zum Erfolg beiträgt.
  • dass man auch in diesen Zeiten einen Pandemie-angepasst fairen und langfristig tragfähigen Tarifabschluss erreichen kann, der Planungssicherheit schafft.
  • die Erfahrungen unserer Mitglieder in und mit der Pandemie und wie HESSEN­METALL seine Services angepasst, verbessert und erweitert hat.
  • wie die Digitalisierung in unseren Mitgliedsunternehmen Fahrt aufnimmt und wie vermehrt Hochschulkooperationen genutzt werden, um Innovationsprozesse in Unter­nehmen gezielt mit dem Wissenstransfer aus der Forschung zu beschleunigen.
  • noch so vieles mehr

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Ausblick

Liebe Mitglieder!

Im Jahr 2022 werden wir unser 75-jähriges Bestehen seit der Wiedergründung nach dem Krieg feiern – jawohl: feiern. Und wir haben viele gute Gründe. Der beste ist zweifellos, dass wir gelernt haben, Interessengegensätze über die Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern in einen geregelten Streit einzubinden. An seinem Ende steht eine befristete Friedenspflicht: Zeit, in der wieder gearbeitet werden kann. Bis zur nächsten Auseinandersetzung. Und dieser zivilisierte Wechsel ist ein tragender Grundpfeiler der erfolgreichen Wachstums- und Wohlstandsentwicklung unserer sozialen Marktwirtschaft. Deshalb feiern wir 2022 75 Jahre Fortschritt als Tradition. Mit dem Ziel, die entscheidenden Erfolgsfaktoren nach zwei Jahren einer pandemiebedingten Krise in eine neue Normalität zu überführen.

Und dem festen Vorsatz, gemeinsam die sich erneuernde Arbeitswelt zu gestalten. Gesamtmetall, manche Schwesterverbände und unsere Bezirksgruppe Nordhessen hatten 1890 als frühestes Gründungsjahr von Arbeitgeberverbänden zum Anlass genommen, 2015 ein 125-jähriges Jubiläum unseres Entstehens zu begehen.

2018 haben wir uns und andere an 100 Jahre Stinnes-Legien-Abkommen – und damit an unsere zentrale Errungenschaft – erinnert: die ersten Kollektivvereinbarung zwischen Arbeitgeberverbänden und Gewerkschaften. Dieser erste Flächentarifvertrag bekam dann Modellcharakter für die Tarif autonomie in der Weimarer Verfassung und später nach der Wiedergeburt unserer Demokratie in unserer Verfassung. Wir aber wollen 2022 feiern, dass wir aus einer vollständigen Auslöschung im Dritten Reich eine gelungene Wiedergründung geschafft haben. Und daraus unsere stetigen Veränderungsimpulse beziehen.

Unsere Vision: gemeinsam die sich erneuernde Arbeitswelt gestalten

HESSEN­METALL ist heute das Netzwerk der Arbeitgeber für die hessischen Metall-, Elektro- und IT-Unter­nehmen, die Hard- und Software, Produkte und Dienstleistungen entwickeln, menschliche und künstliche Intelligenz in einer großen Transformation und einem sich im Takt der Industrie 4.0 wandelnden Markt verschmelzen.

Gestartet als Arbeitgeberverband, erweitert zu einer Serviceorganisation rund um die Arbeitsbeziehungen haben wir uns mit unseren Mitgliedern auf den Weg gemacht zu einer Netzwerk-Plattform Arbeit 4.0.

Wir verfolgen konsequent die wirtschaftlichen und politischen Interessen unserer Mitgliedsunternehmen gegenüber Politik, Gewerkschaften und Gesellschaft, fördern ihre Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit durch die Bereitstellung von Expertise, Beratungsleistungen und Plattformen für Wissens- und Technologietransfer. Gemeinsam im Netzwerk gestalten wir die sich erneuernde Arbeitswelt.

Unser Ziel ist es, die Wettbewerbsstärke der größten Industrie Hessens zu sichern, Arbeitsbeziehungen zu regeln, Zukunftstechnologien zu erkennen und den Mitgliedsunternehmen passgenaue Services zu bieten.

Es ist unser Bestreben, das HESSEN­METALL-Netzwerk kontinuierlich mit weiteren zukunftsorientierten, international ausgerichteten Unter­nehmen, Startups, selbstverständlich ebenso mit IT-Unter­nehmen oder aus dem Bereich „Production Tec“ zu verstärken und sie zusätzlich über Forschungskooperationen auch mit hessischen Hochschulen zu vernetzen.

Durch unsere wertegebundene Gemeinschaft, die mit einer starken Stimme spricht, verschaffen wir unseren Mitgliederinteressen zudem Gehör bei allen relevanten Stakeholdern, um die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften zu verbessern und unsere Ziele zu erreichen. Startups, selbstverständlich ebenso mit IT-Unter­nehmen oder aus dem Bereich „Production Tec“ zu verstärken und sie zusätzlich über Forschungskooperationen auch mit hessischen Hochschulen zu vernetzen.

Durch unserewertegebundene Gemeinschaft, die mit einer starken Stimme spricht, verschaffen wir unseren Mitgliederinteressen zudem Gehör bei allen relevanten Stakeholdern, um die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Wirtschaften zu verbessern und unsere Ziele zu erreichen.

Worum geht es in den nächsten Jahren für die M+E+IT-Industrie?

Es geht nach zehn Jahren ungebrochenem Wohlstandszuwachs und einer zweijährigen tiefen Krise wieder um konzentrierte Wachstumsorientierung. Für unsere soziale Marktwirtschaft, die eingezwängt ist im Wettbewerb der Weltmärkte durch ein auf mehr Staat setzendes China und die auf mehr Markt setzenden USA. Behaupten werden wir uns nur in einem starken Europa, das zugleich der Binnenmarkt der Deutschen und unserer Industrie ist. Es geht um eine wachstumsfördernde Politik in Deutschland nach der Bundestagswahl, die mit mehr Investitionen und Innovationen und mit einer generationengerechten Sozialversicherung am Heimatstandort einen Kurs einschlägt, der Leistung belohnt und die Schwächeren in ein lebenswertes Leben mitnehmen kann.

Es geht um Digitalisierung der Produktion und die Anwendung von Künstlicher Intelligenz, so dass mit weniger Kosten Effizienzgewinne erzielt und unseren Hochlohnstandort attraktiv gehalten werden kann. Und um neue Märkte durch nachhaltige Produktion. Und für den Einzelnen geht es um Employability als alleinigen Sicherungsanker – gerade auch der Generation Corona, zu der die Generation Z inzwischen mutiert ist.

Es geht im Kern auch um eine Rückbesinnung auf die Vorteile der Globalisierung. Dazu müssen wir die wachsende Zahl der Globalisierungsgegner mitnehmen in die historisch belegte Einsicht, dass die Zukunft − z. B. auch im Klimaschutz − nur durch industrielle Lösungen vorangebracht wird, und eben nicht durch Technologiefeindlichkeit und Verbote.

#zusammenanpacken in der neuen Normalität

Es steht viel auf dem Spiel. #Zusammenanpacken lautet unser Wahlspruch, nicht nur in der eben beendeten Tarifrunde 2021, sondern auch in der neuen Normalität, die wir bald
erreicht haben werden. Zur neuen Normalität gehört, dass ein marktgerechtes Entgelt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer unverändert die Entsprechung auf die Leistung in der Arbeitswelt bleibt. Neu hinzugekommen ist aber, dass die Zeit ein knappes und damit wertvolles Gut geworden ist, das Arbeitnehmer und Arbeitgeber flexiblere Arbeitszeit wünschen
lässt. Diese Wünsche nach einem modernen Arbeitszeitgesetz ignorieren alle Bundesarbeitsminister seit zwei Jahrzehnten – obwohl die Bringschuld hier bei der Politik liegt. Und schließlich wird die Dimension einer nachvollziehbaren Sinnhaftigkeit des Geschäftsmodells − manche nennen es heute „Purpose“ − immer mehr zu einem entscheidenden Attraktivitätsfaktor für Arbeit. Unser Beitrag als Netzwerk-Plattform Arbeit 4.0 fokussiert auf den Erfolg unserer Mitgliedsunternehmen. Er ist unverändert unser Ziel. Und erreichen werden wir ihn nur gemeinsam im Netzwerk.

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