Viel Aufmerksamkeit beim 4. IT-Forum zum Thema „Digitalisierung der Produktion“

Zukunftsweisend, innovativ, visionär

Wetzlar. Zukunftsweisend, innovativ, visionär - diese Eigenschaften beschreiben die Inhalte des 4. HESSENMETALL IT-Forums in der Rittal Arena. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung zur Veranstaltung mit dem Thema „Digitalisierung der Produktion“, die vom Geschäftsführer der Bezirksgruppe Mittelhessen, Sascha Drechsel, eröffnet wurde.

Vier Fachvorträge mit unterschiedlichen Schwerpunkten beleuchteten erfolgreiche Beispiele zu Industrie 4.0 mit ihren Facetten und Möglichkeiten. Neben vielen Mitgliedsbetrieben und Gästen aus unterschiedlichen IT-Unternehmen war auch HESSENMETALL- Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert aus Frankfurt nach Mittelhessen gekommen.

Sascha Drechsel verwies in seiner Begrüßung auf die aktuellen Herausforderungen, mit denen sich die Firmen in der Metall- und Elektroindustrie täglich auseinandersetzen müssen. So würden immer mehr der innovativen Prozesse in Deutschlands größter Industriebranche moderne Softwarelösungen und smarte Applikationen benötigen. Dabei spiele gerade die Vernetzung von Produktionsunternehmen und IT-Dienstleistern eine zentrale Rolle. Drechsel konkretisierte: „Als Arbeitgeberverband wollen wir nicht nur Tarifexperte und serviceorientierter Interessenvertreter sein, sondern als Netzwerkplattform auch IT-Anbieter und IT-Anwender zu einer Win-Win-Gemeinschaft für die digitale Transformation zusammenbringen.“

Mit dem Titel „Ein Traditionsunternehmen auf dem Weg in die digitale Produktion“ starteten Ralf Gawenda, Leiter IT, sowie Michael Schlüter, Leiter Produktion Bauelemente, der Isabellenhütte Heusler GmbH aus Dillenburg in die Vortragsreihe. Dabei zeigte das Duo anhand ausgewählter Vorher-/Nachher Beispiele wie die Digitalisierung Einzug in die Fertigungsprozesse eines internationalen, mittelständischen Traditionsunternehmens mit 500-jähriger Geschichte gefunden hat. „Getreu unserem Firmen Motto ´Innovation aus Tradition´ entwickeln wir nicht nur unsere Produkte laufend weiter, sondern nutzen auch konsequent digitale Innovationen um unsere Prozesse zu verbessern“, so die beiden Referenten.

Nach den Erfahrungen aus der klassischen M+E-Industrie wurde im Anschluss mit dem Vortrag „Von der Smart Electronic Factory (SEF) zur digitalisierten Supply Chain“ demonstriert, welche Möglichkeiten Industrie 4.0 heute schon leisten kann. Die Referenten Gerd Ohl, Geschäftsführer Limtronik in Limburg und Dieter Meuser, Mitglied des Beirats der IoTOS GmbH, machten deutlich: „Wir stehen heute an dem Punkt, an dem wir unseren Kunden Dienstleistungen anbieten können, die deren Produkte über den Lifecycle besser machen und somit dem Endkunden eine hohe Verfügbarkeit garantieren können. Nutzenoptimierte Datenerfassung und -auswertung sind dazu der Schlüssel.“

In einer Industrie, in der der zunehmende Bedarf besteht, Wert aus neuen und bestehenden Infrastrukturen zu generieren, spielt das Thema der Datenanbindung und Datenverfügbarkeit gerade in Bestandsanlagen eine zentrale Rolle. Mario Heinrich Schenk, Head of Cloud Application Solutions Germany der Siemens AG / Digital Factory, erläuterte anhand des cloudbasierten IoT-Betriebssystems MindSphere, wie effiziente Lösungen zur Leistungssteigerung und Optimierung von Maschinen möglich sind und welche Vorteile diese mit sich bringen. Schenk ist überzeugt: „Wir müssen mit „Industrie 4.0“ zu „Business 4.0“ kommen! Das gelingt nur, wenn wir schnell neue Technologien einsetzen und in neuen oder erweiterten Netzwerken und Ecosystemen arbeiten.“

Um in Deutschland weiterhin wettbewerbsfähige Produkte anbieten zu können, müssen nicht-wertschöpfende Tätigkeiten auf ein Minimum reduziert werden. Wie dies mit Hilfe einer durchdachten Digitalisierungsstrategie möglich ist, stellte Prof. Dr. Christian Überall von der Technischen Hochschule Mittelhessen bei seinem Abschlussvortrag unter Beweis. Überall präsentierte einen iterativen Prozess, wie Unternehmen Industrie 4.0 Schritt für Schritt implementieren können. Wichtig für ihn: „Die Produktion der Zukunft ist transparent, reagiert in Echtzeit und agiert selbstregulierend über die funktionale Vernetzung von Prozessen, Menschen und Maschinen.“

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