Kultusminister Lorz und HESSENMETALL ehren Hessens Physik-Asse

Lorz: „Unsere Nachwuchstalente haben Herausragendes geleistet und den ersten Schritt in Richtung einer erfolgreichen Forscherlaufbahn gemacht.“

Zehn hessische Schüler haben in der zweiten Runde der 50. Internationalen PhysikOlympiade Herausragendes geleistet und wurden dafür heute von Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Nico Schmäling, Vorstandsmitglied von HESSENMETALL und Dr. Erik Eschen, Geschäftsführer der VACUUMSCHMELZE, in Hanau geehrt.



Dabei betonte Minister Lorz: „Einmal mehr haben Hessens Schülerinnen und Schüler gezeigt, was in ihnen steckt, und ihr Können in Physik unter Beweis gestellt. Unsere Anstrengungen zur Förderung der MINT-Fächer tragen zusehends Früchte. Bei der Fülle an Nachwuchstalenten muss ich mir um unseren Wirtschafts- und Forschungsstandort keine Sorgen machen.“

Diese zehn Schüler wurden geehrt:



Die besten hessischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der zweiten Runde werden – seit dem Jahr 2001 – durch den Arbeitgeberverband HESSENMETALL geehrt. Nico Schmäling, Geschäftsführer der John Crane GmbH Fulda und Mitglied des Vorstands von HESSENMETALL lobte die außerordentliche Leistung der Schüler: „Ich bin sehr beeindruckt, welch schwierigen Aufgaben Sie sich in diesem Wettbewerb gestellt haben und wie sensationell gut Sie abgeschnitten haben! Genau solche klugen und motivierten junge Leute brauchen wir in der Metall- und Elektroindustrie, dem größten Arbeitgeber in Hessen und in Deutschland. Wenn man im Moment auch überall liest, dass Programmierkenntnisse der Karriereschlüssel für die Zukunft sind, sage ich Ihnen: Bei der Digitalisierung unserer Arbeitswelt sind MINT-Kompetenzen mindestens genauso wichtig und gefragt" und stellte fest, dass Jugendliche aus hessischen Schulen sich gegenüber den anderen Bundesländern ein so gutes Ranking sichern konnten, beweise auch, dass diese Generation sich ehrgeizige Ziele setzt und erkämpft. Und es belege, dass die Lehrkräfte an diesen hessischen Schulen die jungen Talente erkennen und nach Kräften fördern. Dies sei ein gutes Zeugnis für die hessischen Schulen.“

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Das Video zu der Veranstaltung:



Mit theoretischen und experimentellen Aufgaben werden die besten Schülerinnen und Schüler Deutschlands er­mittelt. Die erste Aufgabenrunde auf Landesebene liegt auf anspruchsvollem Oberstufenniveau, die zweite auf Universitätsniveau. Die dritte und vierte Runde findet über mehrere Tage auf Bundesebene statt und wird an einer deutschen Großforschungsanlage organisiert.

Die Schlussrunde findet im Juli in Tel Aviv (Israel) statt. Neben dem Hauptpreis gibt es zahlreiche Forschungspraktika zu gewinnen. Abseits des Wettkampfs stehen das Erleben anderer Kulturen und der Austausch mit Gleichaltrigen aus anderen Ländern im Mittelpunkt.

Dominik Seip (Tilemannschule Limburg) und Nick Hartmann (Internatsschule Schloss Hansenberg) konnten in der bereits durchgeführten dritten Runde einen der ersten 15 Plätze erringen und sich für die Finalrunde qualifizieren, bei der im April am Max-Planck-Institut in Garching fünf Schülerinnen und Schüler ermittelt werden, die Deutschland als Team in Israel vertreten. „Mit den zwei Schülern, die sich für den Bundesentscheid qualifizieren konnten, schicken wir echte Physik-Asse in die nächste Runde. Ich bin mir sicher, dass sie Hessen auf Bundesebene – und vielleicht sogar im Sommer in Israel – würdig vertreten werden. Ich wünsche allen beteiligten Schülerinnen und Schülern viel Erfolg für die anstehenden Wettkämpfe und danke ihren Lehrkräften für das besondere Engagement, das das Talent der Jugendlichen erst zur Entfaltung bringt“, so Lorz.

Bundesweit erhielten außerdem vier Schüler, darunter erneut Nick Hartmann, für ihre Leistungen eine Einladung zum Auswahlseminar für die diesjährige Europäische ScienceOlympiade, einem fachübergreifenden Wettbewerb in Biologie, Chemie und Physik. Kai Käfer erhielt als Sonderpreis in der Bundesrunde ein Forschungspraktikum am Deutschen Elektronen-Synchrotron in Hamburg.

Im Anschluss an den offiziellen Teil bot sich bei einer Betriebsbesichtigung die Möglichkeit, spannende Einblicke in die Arbeitswelt ausgebildeter Physikerinnen und Physiker zu gewinnen. Dabei betonte der Geschäftsführer der VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG, Dr. Erik Eschen: „Wir freuen uns sehr, so viele begabte Nachwuchstalente in unserem Haus begrüßen zu dürfen. Seit mehr als 95 Jahren entwickeln und produzieren wir magnetische Spezialwerkstoffe und daraus weiter veredelte Produkte. Unseren Kunden kommen aus den Bereichen Automobilwirtschaft, Erneuerbare Energien, Luft- und Raumfahrt, Kommunikations- und Datentechnik, Medizintechnik oder Uhrenindustrie.

Hier an unserem Standort Hanau haben wir unsere Forschung und Entwicklung konzentriert. Über 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der F&E-Abteilung – viele davon Physikerinnen und Physiker und Metallurginnen und Metallurgen –  arbeiten täglich daran, unsere internationale Spitzenposition weiter auszubauen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, sind wir kontinuierlich auf neue Erfindungen und Verbesserungen angewiesen – dafür brauchen wir so talentierte und engagierte Menschen wie Sie“.



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