HESSEN­METALL Ausbildungsumfrage 2021

Pollert: „Über 90 Prozent der M+E-Unter­nehmen übernehmen ihre Auszubildenden. Eine starke Quote.“ // Zu wenig Bewerbungen, aber noch viele freie Ausbildungsplätze im Nachvermittlungszeitraum.

Frankfurt am Main. Im Jahr 2021 gibt es positive Signale auf dem Ausbildungsmarkt der M+E Industrie in Hessen. Nachdem im vergangenen Jahr die Übernahmequote bei 75 Prozent lag, hat sich der Wert in diesem Jahr deutlich auf 90 Prozent gesteigert.

Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands HESSEN­METALL kommentiert die Ergebnisse der Befragung, die der Verband unter seinen Mitgliedsunternehmen zum Ausbildungsjahr 2021 durchgeführt hat: „90 Prozent unserer Mitgliedsunternehmen haben ihre Auszubildenden, die in diesem Jahr ihre Ausbildung abgeschlossen haben, in eine Beschäftigung übernommen. Das ist eine starke Quote und zeigt, die Unter­nehmen setzen auf ihren Fachkräftenachwuchs.“

Auch der Blick auf die Ausbildungsbereitschaft für das kommende Jahr stimmt Pollert zuversichtlich, denn rund ein Viertel gab an, das Ausbildungsangebot in 2022 noch ausbauen zu wollen. Dennoch ist die Lage auf dem M+ E-Ausbildungsmarkt in Hessen aus zwei Gründen noch nicht entspannt: 25 Prozent der Ausbildungsunternehmen musste das Angebot aus wirtschaftlichen Gründen reduzieren und ein Drittel der Befragten gab an, momentan keine passenden Kandidaten und Kandidatinnen zu finden.

„Die Corona-Pandemie zeigt hier weiter ihre Wirkung, die M+E Industrie befindet sich ökonomisch noch in einer Aufholjagd und die Herausforderungen durch den Strukturwandel sind bemerkbar.“, so Dirk Pollert.

Der wesentliche Grund für unbesetzte Ausbildungsstellen ist laut den Umfrageergebnissen der Mangel an geeignetem Nachwuchs. Dirk Pollert: „Unsere Unter­nehmen würden noch mehr ausbilden, bekommen aber zu wenige Bewerbungen oder finden nicht die passenden Bewerberinnen und Bewerber.“ Diese ungünstige Ausgangslage ist für 40 Prozent der Unter­nehmen, die ihre Ausbildungsplätze für das Ausbildungsjahr 2021 reduzieren mussten, das größte Problem. Zwei von drei Unter­nehmen mit aktuell noch unbesetzten Ausbildungsplätzen möchten ihre Stellen jedoch gerne noch besetzen.

Eine Chance bietet hier der Nachvermittlungszeitraum im Herbst. „Die Unter­nehmen der hessischen M+E-Unter­nehmen geben Jugendlichen weiterhin eine Perspektive. Daher kann ich nur an alle, die noch auf der Suche nach einer attraktiven Ausbildung sind, appellieren: Schaut auf unsere Stellenbörse www.me-vermitteln.de. Dort werden über 40 verschiedene Ausbildungsberufe in Metall-, Elektro- und IT-Unter­nehmen angeboten. In Hessen sind derzeit noch über 614 freie Ausbildungsplätze bei unseren Unter­nehmen eingestellt. Sie brauchen qualifizierte Nachwuchskräfte jetzt und in Zukunft“, so Pollerts Fazit.

Bitte richten Sie Ihre Fragen an:
Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer Kommunikation und Presse,
Verband der Metall- und Elektro-Unter­nehmen Hessen e. V. (HESSEN­METALL),
Telefon: 069 95808-150, Mobil: 0172 7120373, E-Mail: ukirsch@hessenmetall.de

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