Gemeinsame Erklärung von IG Metall Mitte und M+E MITTE

Gegen Rassismus und Gewalt, für Menschenwürde und Solidarität in Betrieben und Gesellschaft

Frankfurt am Main. Arbeitgeber und Gewerkschaft der Metall- und Elektro-Industrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sprechen sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen rassistische Hetze und rechtsextreme Gewalt aus. Sie setzen sich für Solidarität und Menschlichkeit in Betrieben und Gesellschaft ein.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in Chemnitz und Köthen wollen die IG Metall Mitte und die Arbeitgeberverbände ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus und Intoleranz setzen: "Rassismus und Gewalt gegen Menschen anderer Nationalitäten, anderen Denkens oder Glaubens verurteilen wir aufs Schärfste. Dagegen klare Kante zu zeigen, ist die Pflicht von uns allen – in den Betrieben und in der Gesellschaft." Dies erklärten Wolf Matthias Mang für die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie von M+E MITTE und Jörg Köhlinger, Bezirksleiter der IG Metall Mitte.

Rechte Hetze, die Aufmärsche der vergangenen Wochen sowie die Instrumentalisierung von Gewaltopfern für politische Zwecke seien ein Angriff von rechts auf die Demokratie und fügten der Gesellschaft massiven Schaden zu: "Weltoffenheit und kulturelle Vielfalt sind feste Bestandteile der Kultur unserer Unternehmen und tragen wesentlich zum Erfolg unserer Wirtschaft bei. Wir wünschen uns eine weltoffene, tolerante Gesellschaft, die den Anderen unabhängig von Herkunft, Weltanschauung und sozialem Status akzeptiert. Mit Sorge sehen wir, dass sowohl in der Politik als auch in der Gesellschaft größer werdende Teile in ihren verbalen Äußerungen radikaler werden."

Für die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter ist klar: "Jegliche Form von Diskriminierung und Gewalt sowie bereits deren Androhung gefährden die Grundwerte unserer Demokratie und auch die deutsche Wirtschaft. Dafür ist ebenso kein Platz wie für die verbale Radikalisierung – weder in unseren Betrieben, noch in der Gesellschaft. Arbeitgeber und Gewerkschaften stehen für Vielfalt, Menschenwürde und ein faires und friedliches Miteinander." Die Spitzenvertreter fordern Beschäftigte und Arbeitgeber, Bürgerinnen und Bürger und die Politik auf, für die demokratischen Grundwerte einzustehen und hetzerischen Umtrieben von Rechtspopulisten Einhalt zu gebieten: "Gemeinsam müssen wir dafür sorgen, dass der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt und der Wert einer solidarischen und demokratischen Gesellschaft für alle begreifbar wird. Dazu leistet unser gemeinsames Handeln einen wichtigen Beitrag."


Wolf Matthias Mang    Jörg Köhlinger

Die "Arbeitsgemeinschaft M+E MITTE"

M+E MITTE spricht und handelt in Tarifverhandlungen für die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie Hessens (HESSENMETALL), der Pfalz (PFALZMETALL), Rheinland-Rheinhessens (vem.die arbeitgeber) und des Saarlandes (ME Saar). In den drei Bundesländern umfasst die M+E-Industrie rund 1.400 Unternehmen mit 400.000 Beschäftigten. M+E MITTE verhandelt mit der IG Metall Bezirksleitung Mitte. Die Bezirksleitung Mitte der IG Metall vertritt die Interessen ihrer etwa 315.000 Mitglieder in den vier Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen.


Rückfragen bitte an:

Michael Ebenau, IG Metall-Bezirksleitung Mitte,
Telefon: 069 6693-3303, E-Mail: michael.ebenau@igmetall.de
Dr. Ulrich Kirsch, Geschäftsführer Kommunikation und Presse, HESSENMETALL,
Telefon: 069 95808-150, E-Mail: ukirsch@hessenmetall.de

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