Erster HESSENMETALL Ausbildungskongress sehr gut besucht

Einblicke, wie digitale Elemente und Industrie 4.0 in der Ausbildung eingesetzt werden.

Digitale Elemente mit Augenmaß und Offenheit in der Ausbildung einsetzen - so ein Fazit des ersten Ausbildungskongresses von HESSENMETALL, der Ende September im Haus der Wirtschaft Hessen stattgefunden hat. Rund 80 Besucher kamen zur Veranstaltung und erhielten von Vertretern aus der Unternehmenspraxis einen Einblick, wie digitale Elemente und Industrie 4.0 in der Ausbildung eingesetzt werden.

nullFür die Siemens AG beantwortete Barbara Ofstad als Ausbildungsleiterin für Deutschland die Frage, wie ihr Unternehmen Azubis der Generation Z innovativ auf die digitale Arbeitswelt vorbereitet, zum Beispiel mit Projekten, in denen Additive Manufacturing in ein mechatronisches System eingebunden wird. Aber auch mit Leuchtturmprojekten, Hackathons oder freien Wettbewerben würden die Auszubildenden auf die Digitalisierung vorbereitet. Ziel dahinter sei es, die digitalen Kompetenzen zu fördern, die Siemens für jeden Ausbildungsberuf definiert habe.


nullPragmatische Umsetzungsmöglichkeiten zeigte auch Thomas Keil, Geschäftsführer der Pittler ProRegion Berufsbildung GmbH aus Langen auf. Im Unterricht kämen beispielsweise Tablets und Laptops zum Einsatz, Inhalte der Ausbildung würden zudem über eine Cloud abgebildet. Auch eine virtuelle Werkstatt und virtuelle Sicherheitshinweise kämen bei Pittler zum Einsatz.




nullStefan Pollmeier, Geschäftsführer der ESR Pollmeier GmbH aus Ober-Ramstadt, zeigte bei der Veranstaltung, wie Industrie 4.0 anhand eines Demonstrators in der Ausbildung vermittelt werden kann. Auf Basis von Standard-Komponenten aus der Maker-Szene, beispielsweise Teilen von 3D-Druckern und Kleincomputer, habe er den Industrie-4.0-Demonstrator entwickelt, der als Basis für einen einwöchigen Workshop in der Mechatronik-Ausbildung diene.

nullDass es in der Ausbildung immer auch um die Vermittlung digitaler Kompetenzen geht, machte René Marc vom Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft deutlich. Im Rahmen des Projekts DIGITALazubi habe die Forschungsstelle des Bildungswerks in Zusammenarbeit mit Unternehmen ein Qualifizierungspaket entwickelt, mit dem Auszubildende zentrale Themen der Arbeitswelt 4.0 wie der Umgang mit Daten oder Lernen mit digitalen Medien vermittelt bekommen.


Inullm finalen Vortrag berichtete Thomas Reiter vom Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung aus Bonn über den Stand der Neuordnungsverfahren der IT Berufe. So sei beispielsweise angesichts neuer digitaler Geschäftsmodelle geplant, den Beruf Informatikkaufmann/-frau neu auszurichten und den Fachinformatiker/-in mit neuen Fachrichtungen zu differenzieren. Alle bisherigen Vorhaben stünden unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundesjustizministeriums und der einschlägigen Gremien. Die geplanten Änderungen sollen, so Reiter, planmäßig ab 1. August 2020 in Kraft treten.

Beim Get together vertieften die Teilnehmer, darunter Ausbilder, Ausbildungs- und Personalleiter, ihre eigenen Erfahrungen. Ein besonderes Schmankerl wartete im Foyer auf die Besucher. Am Stand des VR Lofts Frankfurt konnten die Besucher den freien Fall von einem virtuellen Hochhaus wagen und bekamen ein Gespür dafür, wie Virtual Reality mit VR Brillen auch in der Ausbildung zum Einsatz kommen kann.

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Ulrich Kirsch

Dr. Ulrich Kirsch
Geschäftsführer Kommunikation und Presse