Agiles Management mit selbst organisierten Teams

Das Thema „Agiles Management“ stand beim mittelhessischen Unternehmerforum im Fokus.

Zu der jährlichen Diskussionsveranstaltung, die diesmal bei der Firma KAMAX in Homberg (Ohm) stattfand, hatte HESSENMETALL Mittelhessen drei Experten eingeladen. Die Referenten tauschten sich mit den heimischen Arbeitgebern der Metall- und Elektroindustrie über die Möglichkeiten des agilen Arbeitens aus. Sven Herchenhein, Start-Up-Gründer und Vorsitzender der „efec AG“, stellte die Grundlagen dieser speziellen Methode vor. Es gehe darum, die einzelnen Arbeitsabläufe sowie die Produktentwicklung effizienter und kundenfreundlicher zu gestalten. Das Prinzip des agilen Arbeitens setze vor allem auf selbstorganisierte Teams, die wichtige Entscheidungen eigenständig treffen und ihre Projekte stetig weiterentwickeln würden.

„Das Neue tun, das Alte nicht lassen“, so lautete die Botschaft von Frederik Littschwager, Direktor für Agile Organisationsentwicklung und Transformation bei Bosch Thermotechnik. Er präsentierte am Beispiel des traditionsreichen Wetzlarer Heiztechnikunternehmens, wie das Modell des agilen Managements erfolgreich in der industriellen Fertigung umgesetzt werden kann. Welche rechtlichen Bestimmungen für das agile Arbeiten gelten, erklärte Miriam Hantschel, Fachanwältin für Arbeitsrecht bei HESSENMETALL Mittelhessen.

Mittelhessische Metall- und Elektrounternehmer diskutieren über moderne Arbeitsformen

Oliver Barta, der Vorsitzende von HESSENMETALL Mittelhessen erläuterte, warum moderne Arbeitsformen auch für die Metall- und Elektroindustrie interessant sind: „Agiles Management kann für unsere Betriebe als ein Baustein aktuelle und zukünftige Prozesse erleichtern, Produkte verbessern und für mehr Effizienz sorgen. Die Arbeitswelt wird sich in Zukunft immer schneller und tiefgreifender verändern.“ Intelligente Fabriken seien auf dem Vormarsch, würden weiter an Bedeutung gewinnen und auch die Rolle der Beschäftigten werde sich kontinuierlich wandeln. Aufgaben, die heute noch alltäglich seien, würden verschwinden, während zugleich neue Tätigkeiten entstünden.

„Für unsere mittelständisch geprägte Region ist es wichtig, dass die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts langfristig erhalten bleibt und weiter steigt. Nur durch ausreichend schnelle Internetleitungen und die Entwicklung einer 5G-Infrastruktur werden die notwendigen Bedingungen zum Einsatz von digitalen Methoden und Anwendungen gelegt. Diese sorgen dann wiederum für mehr Agilität und helfen dabei viele Arbeitsabläufe zu beschleunigen und zu optimieren“, meinte Barta.

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