4. HESSENMETALL Kommunikationsgipfel: „Integrierte Kommunikation“

Brunn: „Gutes Contentmanagement zielt auf Balance zwischen Inhalten und Kanälen in einer Zeit mit viel mehr Stimmen und Kanälen.“

Frankfurt am Main. 60 Vertreter aus HESSENMETALL-Mitgliedsunternehmen – Geschäftsführer, Personal- und Kommunikations-Chefs – kamen im Haus der Wirtschaft Hessen zusammen. Anlass war der 4. Kommunikationsgipfel von HESSENMETALL zum Thema „Sexy Content: gezielt managen und intelligent teilen“. Einen Nachmittag lang tauschten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Erfahrungen aus über aktuelle Entwicklungen, Konzepte und die richtige Balance des Content-Managements in Zeiten der rapiden Vermehrung der Kommunikationskanäle.

„Wieder einmal geht es um Balance: dieses Mal um die Balance der Zielgruppen, die richtige Verteilung und den Zuschnitt von Inhalten, Botschaften, Geschichten, also Content, auf die Kanäle“, erläuterte Dr. Thomas Brunn, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands von HESSENMETALL. „Es geht um integrierte Kommunikation in einer Zeit, in der es viel mehr Stimmen gibt als früher, die für das Unternehmen sprechen dürfen. Diese müssen besser informiert, mitgenommen, ausgestattet werden über Mitarbeiterzeitungen offline und online, Social Intranets. Es gibt auch viel mehr Kommunikations-Kanäle als früher, Fachmedien und -portale, Expertengruppen, Foren, in denen sich die Zielgruppen tummeln. Auch die Anzahl der Eigenmedien ist gestiegen: Webseiten, Newsletter, Blogs – und natürlich die Netzwerkkanäle wie LinkedIn und XING, in denen sich Gleichgesinnte finden lassen oder Fachkräfte. Deshalb müssen die Inhalte viel präziser strukturiert und gemanagt werden. ‚Sexy Content‘ meint also zielgruppengerecht aufbereitete Inhalte – und zwar integriert in ein Gesamtkonzept. Das also alle PR-Gewerke in synchronisierte Botschaften einbezieht: Mitarbeitermedien, Pressearbeit, Publikationen, Periodika, Websites und Newsletter, Events, Kampagnenmanagement und natürlich Social Media: von Facebook über Twitter und Instagram bis hin zu LinkedIn und XING.

Alles, was sich Kommunikatoren wünschen, liefert der Fußball: hoch attraktiven Content, viel Emotion und Leidenschaft, maximale Leistungsbereitschaft, beharrliches Streben nach Erfolg im Auf und Ab der Spiele um die Meisterschaft, national und international. Fußball ist geradezu ein Sinnbild für unternehmerischen Wettbewerb. Das machten Timm Jäger, Vorstandsreferent von Eintracht Frankfurt, und HESSENMETALL-Hauptgeschäftsführer Dirk Pollert in ihrem Doppelpass klar.

Jäger gab einen Einblick in die Digital-Agenda von Eintracht Frankfurt: „Digitale Kommunikation ist für uns als Deutscher Social Media Meister ein wesentlicher Bestandteil unserer Digitalisierungsstrategie. Wir denken das Thema jedoch weiter in neuen digitalen Geschäftsmodellen, bei denen der Kommunikation und der Interaktion mit unseren Fans und Followern natürlich eine Schlüsselrolle zufällt. Unsere Vision ist es, der digitalste Bundesligist zu werden.“ Danach war, klar, warum es für HESSENMETALL ausgerechnet Eintracht Frankfurt und kein anderer Fußballclubsein für eine Partnerschaft sein musste.

„Denn schließlich hat sich der Arbeitgeberverband der größten hessischen Industrie gerade auch neu als Win-win-Gemeinschaft von IT-Nutzern und IT-Anbietern für die digitale Transformation definiert“, wie Pollert erklärte. „Besonderes Augenmerk legt HESSENMETALL auf mehr Wind unter die Flügel für die Nachwuchssicherung. Denn die stärkere Einbeziehung der Jugend treibt auch Mitgliedsunternehmen um. Schließlich ist die Nachwuchsrekrutierung für naturwissenschaftlich, technisch Interessierte schon seit vier Jahrzehnten unser gemeinsames Thema. Und in Zeiten des Fachkräftemangels ist sie noch um einiges dringlicher gewonnen. Der Start mit dem M+E-Infotruck vor dem Stadion zum gleichzeitigen Saisonauftakt der Eintracht und des Ausbildungsjahr, mit einem Kalender-Countdown auf Facebook und Instagram mit 11 Azubis aus Mitgliedsunternehmen und einem Selfie-Gewinnspiel vor Ort hat uns gezeigt, wie viel Dynamik in dieser Verbindung liegt.“

Dass die Channel-Struktur eine sehr gute Basis für ein sinnvolles Content-Management sein kann, erläuterte Jannina Althaus, Corporate Communications Manager von Dentsply Sirona, am Beispiel der Kommunikationskampagne, die das Unternehmen für den diesjährigen „Internal Women’s Day“ gestartet hat. „Heutzutage können wir überall und jederzeit auf Informationen zugreifen. Wir werden förmlich von Content und Plattformen überhäuft. Umso wichtiger ist es in der Kommunikation, egal ob intern oder extern, hoch relevante Inhalte gezielt über ausgewählte Kanäle zur Verfügung zu stellen. Andernfalls läuft man Gefahr, nicht mehr wahrgenommen zu werden. Die Channel-Struktur bildet also sozusagen die Basis dafür, dass der Content von der Zielgruppe wahrgenommen wird.“

Mit „Zeiten des Change“ beschäftigte sich Åsa Lautenberg, Director Human Resources und Services, von Samson AG, Frankfurt. Sie fokussierte sich auf „die Bedeutung der Internen Kommunikation für moderne Personalarbeit“ auf dem Weg in die nicht-pyramidale Struktur. Interne Kommunikation kann hier ein Vehikel für den Wandel sein, muss aber den Balanceakt zwischen Treiben und Mitnehmen hinbekommen. In zwar in 4 Phasen: Strategie kommunizieren, Dialog eröffnen, konsequent neue Wege gehen und Erfolge laut feiern.

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Ansprechpartner
Ulrich Kirsch

Dr. Ulrich Kirsch
Geschäftsführer Kommunikation und Presse