Ausbildungsstart in der Metall-, Elektro- und IT-Industrie

Pollert: Zahlreiche HESSENMETALL-Mitgliedsunternehmen konnten nicht alle Ausbildungsplätze besetzen. Wir sehen hier eine besorgniserregende Entwicklung.

Frankfurt am Main. Jährlich grüßt die Fachkräftelücke. Unverändert hart trifft das zu geringe Interesse an einer Berufsausbildung die Metall-, Elektro- und IT-Unternehmen in Hessen. Laut einer aktuellen Ausbildungsbefragung konnten über die Hälfte, genau 52,4 Prozent, der befragten Mitgliedsunternehmen von HESSENMETALL nicht alle Plätze für das Ausbildungsjahr 2023/2024 besetzen. „Nach Ausbildungsstart gibt es noch 460 freie Ausbildungsplätze und über 60 freie duale Studienplätze für dieses Jahr bei unseren Mitgliedsunternehmen. Wir sehen hier eine besorgniserregende Entwicklung, die sich fortzusetzen droht“, kommentierte Dirk Pollert, HESSENMETALL-Hauptgeschäftsführer, das aktuelle Lagebild. Die HESSENMETALL-Ausbildungsumfrage 2023 hat ergeben, dass von den Unternehmen, die noch über unbesetzte Ausbildungsplätze verfügen, 66 Prozent planen die Stellen noch kurzfristig zu besetzen und weiter auf der Suche nach geeigneten Auszubildenden sind. „Interessierte haben im aktuellen Nachvermittlungszeitraum noch sehr gute Chancen eine Ausbildung in der Metall-, Elektro- und IT-Industrie zu finden“, fügte Pollert hinzu. 460 freie Ausbildungsplätze sowie über 60 freie duale Studienplätze sind auf der Ausbildungsplatzbörse der hessischen Metall-, Elektro- und IT-Industrie noch kurzfristig verfügbar. Dort finden Jugendliche auch alle Informationen über die verschiedenen Berufe, wie Einstiegsbedingungen, Ausbildungsvergütung, Ausbildungsinhalte sowie Spezialisierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Online-Eignungstests ermöglichen den Jugendlichen zudem zu testen, ob einer dieser Berufe genau zu ihnen passt. „Ich kann alle Schulabgängerinnen und Abgänger nur ermuntern sich zu informieren und zu bewerben. Die Metall-, Elektro- und IT-Industrie bietet neben vielfältigen Berufen auch sehr gute Gehälter und entwickelt die Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit und damit eine langfristige Perspektive und Sinnhaftigkeit“, so Pollert.

Obwohl nicht alle Ausbildungsstellen besetzt werden konnten, planen 58,3 Prozent der von HESSENMETALL befragten Mitgliedsunternehmen ihr Ausbildungsangebot für das Ausbildungsjahr 2024/2025 zu halten, 29,1 Prozent wollen es sogar erweitern. „Die Vielfalt an Ausbildungsberufen in der Metall-, Elektro- und IT-Industrie ist also auch in Zukunft gesichert. Um mehr Azubis für unsere Industrie zu gewinnen, werden wir unsere Anstrengungen noch einmal verstärken“, so Pollert. Die Unternehmen verfolgen bereits viele Anstrengungen, um die Ausbildung – unabhängig von einer ohnehin sehr guten Ausbildungsvergütung in der M+E+IT-Industrie – noch attraktiver zu machen: Je nach Unternehmen bestehen von der Möglichkeit zu Auslandsaufenthalten über Fahrtkostenzuschüsse bis hin zu IT-Ausstattung zur privaten Verwendung zahlreiche interessante Optionen.

Zudem können Auszubildende von Unterstützungsangeboten wie Förderunterricht, Brückenkursen, Mentoring-Programmen oder Sprachkursen profitieren, um mögliche Defizite aus der Schulbildung noch während der Ausbildung auszugleichen. „Wenn das Interesse da ist, man aber nicht alle Anforderungen erfüllt, sollte dies also kein Grund sein, sich nicht zu bewerben. Denn unsere Industrie unterstützt junge Menschen dabei, ihre Potenziale weiterzuentwickeln und hilft ihnen beim erfolgreichen Einstieg in die Ausbildung“, so Pollert.


Weitere Informationen in der Ausbildungsumfrage von HESSENMETALL: https://www.hessenmetall.de/newsroom/news/ausbildungsumfrage-2023.html

Ausbildungsplatzbörse: https://www.ausbildung-me.de/berufe/ausbildungsplaetze

 

Patrick Schulze

Geschäftsführer Kommunikation

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