HESSENMETALL zu den Erwartungen der hessischen M+E-Industrie für 2026

Mang: 2025 war erneut ein schwaches Jahr. Gut, dass Kanzler Merz die Wirtschaft zur Priorität macht.

 

Frankfurt am Main. Auch wenn noch nicht alle Zahlen vorliegen, ist bereits jetzt klar: 2025 war erneut ein schwaches Jahr für die hessische M+E-Industrie. „Bis einschließlich Oktober lag der Produktabsatz der hessischen M+E-Unternehmen 4 Prozent unter dem Vorjahr. Die Unternehmen verbuchten in diesem Zeitraum rund 9 Prozent weniger Auftragseingänge als 2024. Im Oktober waren in Unternehmen ab 50 Mitarbeitern nur noch rund 193.000 Menschen beschäftigt. Das entspricht einem Beschäftigungsrückgang von rund 6.600 Beschäftigten innerhalb eines Jahres und rund 28.000 seit dem Höchststand im Vorkrisenjahr 2018“, sagte der HESSENMETALL-Vorstandsvorsitzende Wolf Matthias Mang.

Mit Blick auf 2026 erklärte Mang: „Vor allem die schlechte Auftragslage macht uns wenig Hoffnung, dass wir in diesem Jahr eine entscheidende Wende zum Besseren erleben werden. Das wirtschaftliche Umfeld bleibt schwierig. Die negativen Wirkungen der amerikanischen Zollpolitik und der geopolitischen Krisenherde werden voraussichtlich noch deutlicher sichtbar werden. Vor Ort führen bröckelnde Infrastruktur, ein Übermaß an Bürokratie und hohe Kosten dazu, dass der Standort zunehmend kaum noch wettbewerbsfähig genug ist, um bei den Unternehmen das Vertrauen in langfristige Investitionen zu fördern.“

„Wir begrüßen deshalb ausdrücklich, dass Kanzler Merz direkt zu Jahresbeginn klargestellt hat, dass die bisherigen Entscheidungen seiner Regierung noch nicht ausreichend waren und dass die Wirtschaft absolute Priorität hat. Daran werden wir ihn aber auch messen. Gleichzeitig fordern wir die SPD in der Bundesregierung auf, dabei mit ihrem Koalitionspartner an einem Strang zu ziehen. Und zwar in die gleiche Richtung. Denn nur mit einer starken Wirtschaft kann der Sozialstaat nachhaltig finanziert werden“, so Mang.

HESSENMETALL ist der Arbeitgeberverband der größten Industrie in Hessen und vertritt die Interessen von 740 Mitgliedsunternehmen aus der Metall-, Elektro- und IT-Industrie mit rund 130.000 Beschäftigten. Die Mitgliedschaft steht Unternehmen sowohl mit als auch ohne Tarifbindung offen. HESSENMETALL ist für Arbeitgeber eine Service­organisation und die Netzwerk-Plattform für Arbeit 4.0. Dienstleistungsschwerpunkte sind Arbeitsrecht, Arbeitsbezie­hungen, Tarifpolitik, Fachkräftesicherung, Kommunikation, Digitale Transformation, Nachhaltigkeits­management sowie Technologietransfer. Als Netzwerk bietet der Arbeitgeberverband Entscheidern und Experten die Plattform für den Erfahrungsaustausch für mehr Wettbewerbsfähigkeit. Mit Hochschulkooperationen wird die Kompetenz und Innovati­onskraft der Mitgliedsunternehmen auch bei neuen Schlüsseltechnologien gesteigert. HESSENMETALL ist mit seiner Landesgeschäftsstelle und fünf Bezirksgruppen flächendeckend vor Ort und sichert über die Dachverbände Gesamt­metall, BDA und BDI die bundesweite Interessenvertretung der hessischen Metall-, Elektro- und IT-Industrie.

Patrick Schulze

Geschäftsführer Kommunikation

Zurück