Klimaschutz meistern mit KI

Doppelpass Wissenschaft - mit Prof. Dr.-Ing habil Sascha Stowasser und Prof. Dr. Peter Buxmann

Welche Chancen bietet künstliche Intelligenz für unsere Industrie?

Das Klima schützen und nachhaltig produzieren - ein wichtiges Thema und Ziel für unsere Industrie. Dass hier die Nutzung von künstlicher Intelligenz unterstützen kann, haben Besucherinnen und Besucher beim diesjährigen Hessenforum erfahren. Im Doppelpass Wissenschaft, den sich Prof. Dr. Peter Buxmann, Lehrstuhl Wirtschaftsinformatik, Software & Digital Business der TU Darmstadt, und Prof. Dr.-Ing. habil Sascha Stowasser, Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft (ifaa) in Düsseldorf lieferten, standen Anwendungsmöglichkeiten von KI und kürzlich erzielte innovative Durchbrüche im Fokus.

Technologie für eine bessere Welt - Vielseitigkeit von KI

„Mit diesen Technologien können wir so viel für eine bessere Welt tun“, erläuterte Prof. Buxmann und zeigte er, wie Algorithmen und Menschen gemeinsam erfolgreicher mit Wertpapieren handeln, als das Mensch oder die Maschine alleine könnten. „Aber KI ist auch für viele Überraschungen gut. Sie kann mittlerweile auch kreative Aufgaben übernehmen, von denen wir bislang dachten, dass diese den Menschen vorbehalten bleiben“, so Buxmann. Verblüffendes Praxisbeispiel: ein Song von Nirvana. Aber was hat das mit KI zu tun? KI kann sogar Songs verstorbener Musiker komponieren, wie eben diesen, dem die Gäste des Hessenforums lauschen durften. Es ist aus dem Projekt „Lost Tapes of the 27 Club“. Von der Musik, über die Arrangements bis hin zu den Texten - alles mittels KI erstellt. Das Ergebnis sei verblüffend: „Nur ganz wenige Expertinnen und Experten werden in der Lage sein, den von einer KI komponierten Song von einem echten Song zu unterscheiden.“

Klima schützen durch wachsende CO2-Produktivität

Die Vielseitigkeit des Einsatzes von KI kann auch für den Klimaschutz eingesetzt werden. Prof. Stowasser erklärte die Wichtigkeit die CO2-Produktivität hierfür in den Blick zu nehmen: „Eine kombinierte Zielgröße, die „CO2-Produktivität“, kann helfen, diesen Zielkonflikt zu lösen. Aus der Perspektive des Klimaschutzes steht die Reduzierung von eingesetzter Energie im Fokus, bei deren Erzeugung oder Nutzung Kohlendioxid freigesetzt wird. Betrachtet man den Wohlstand, gemessen am Wert der erstellten Güter und Dienstleistungen im Verhältnis zur eingesetzten Energie und damit verbundenen klimaschädlichen Emissionen, lässt sich daraus eine „CO2-Produktivität“ ermitteln. Zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele muss die „CO2-Produktivität“ stärker als die Wirtschaftsleistung wachsen.“

Zudem ergänzte er, dass ein systematisches Nachhaltigkeitsmanagement dazu beitragen könne, die komplexen Herausforderungen der Zukunft zu meistern und den langfristigen Unter­nehmenserfolg zu verbessern.

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