Über 800 mittelhessische Schüler erleben spannende Experimente

15. Festival der Naturwissenschaften in Wetzlar

Das Interesse an Fächern wie Mathematik, Physik und Chemie wecken, so lautete die Devise beim Festival der Naturwissenschaften & Technik in Wetzlar. Der Arbeitgeberverband HESSENMETALL Mittelhessen, die Werner-von-Siemens-Schule, der Verein Deutscher Ingenieure - Bezirksverein Mittelhessen, das Mathematikzentrum Wetzlar und die IHK Lahn-Dill organisierten das Festival bereits zum 15. Mal. Als Aussteller nahmen die Technische Hochschule Mittelhessen, die Justus-Liebig-Universität Gießen und etliche heimische Unter­nehmen, darunter Pfeiffer Vacuum aus Aßlar und Continental Automotive aus Wetzlar, daran teil.

Die Siebt- und Achtklässler erlebten viele spannende Experimente an den 14 Stationen in der berufsbildenden Werner-von-Siemens-Schule. So konnten sich die Schülerinnen und Schüler beispielsweise im Löten üben oder Roboter programmieren. Das Besondere an dieser Berufsmesse ist, dass die Jugendlichen selbst Hand anlegen können und der Praxisbezug im Mittelpunkt steht. In diesem Jahr freuten sich die Organisatoren über mehr als 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die von neun Schulen aus Wetzlar, Gießen, Butzbach und der näheren Umgebung kamen.

Alltagsnahe und interaktive Experimente: Jugendliche löten und programmieren Roboter

Außerdem wurden beim Festival der Naturwissenschaften die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen in der regionalen Metall- und Elektroindustrie vorgestellt. Die heimischen Unter­nehmen suchen gezielt nach geeigneten Fachkräften in den MINT-Berufen. Egal ob Facharbeiter, Techniker oder Ingenieure, der Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs ist sehr hoch, denn der Fachkräftemangel ist in Mittelhessen spürbar. Eine Entspannung ist aufgrund des demografischen Wandels in den kommenden Jahren eher unwahrscheinlich. Die Betriebe müssen deshalb einen immer größeren Aufwand betreiben, um an geeignete Bewerber zu gelangen. Häufig fehlt jedoch das Grundinteresse am naturwissenschaftlichen Unterricht. Alltagsnahe und interaktive Experimente können dies ändern, denn die Heranwachsenden erfahren dadurch hautnah den Sinn und Zweck dieser Fächer.
    
Sebastian Höhn, Referent für Fachkräftesicherung und Berufliche Bildung bei HESSENMETALL Mittelhessen, freut sich über den Erfolg des Festivals: „Das Konzept kommt bei den Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften sehr gut an. Die Betriebe, Hochschulen und anderen Institutionen sorgen mit ihren faszinierenden und praxisnahen Experimenten für Begeisterung. Sie zeigen, wie abwechslungsreich und interessant die Berufe in der heimischen Metall- und Elektroindustrie sind. Die Jugendlichen bekommen somit nicht nur wichtige Impulse für ihre Berufsorientierung, sondern begreifen auch den konkreten Nutzen der Naturwissenschaften für die Wirtschaft.“

Zurück zur Übersicht