Werkstatt-Tage Plus für Schüler aus Gelnhausen

Pilotprojekt in Hanau gestartet

Dank des Sponsorings des Main-Kinzig-Kreises hatten fünf Schüler der Philipp-Reis-Schule Gelnhausen durch das Sonderprojekt der Bezirksgruppe Gelegenheit verschiedene Berufe wieder live zu erleben und selbst auszuprobieren.

Hanau. Am Freitag, den 16. April 2021 haben Schüler der 8. Klasse die erste Praktikumswoche der „Werkstatt-Tage Plus“ mit Bravour beendet. Die engagierte Gruppe der Philipp-Reis-Schule Gelnhausen hatte dank des Sponsorings des Main-Kinzig-Kreises für fünf Tage die Möglichkeit zu praktischer Berufsorientierung in einer Kleingruppe – trotz Pandemie. Die "Werkstatt-Tage Plus" sind die innovative Praktikumsalternative von HESSEN­METALL Offenbach und Osthessen, Mittelhessen und Rhein-Main-Taunus, um Berufsbilder auch in Pandemiezeiten extern und praktisch zu erleben. Für die Umsetzung vor Ort arbeitet die Bezirksgruppe Offenbach und Osthessen in Hanau mit der Gesellschaft für Wirtschaftskunde e.V. (GfW) zusammen.

Oguz Keskin beim Löten Durch die "Werkstatt-Tage Plus" erhilelten die ersten interessierten osthessischen Schüler Einblicke in klassischen Berufe aus dem Werkstattbereich, durchliefen eine Potenzial-Analyse und lernten außerdem eine Bandbreite an Berufen vom Koch bis zum Ernährungswissenschaftler kennen. „Super, dass die Schüler der Philipp-Reis-Schule eine gute Zeit hatten und trotz der Pandemie verschiedene Berufe praktisch erleben und so wertvolle Erfahrungen sammeln konnten. Wie ich höre, haben wir auch schon zwei zukünftige Elektriker dabei“, sagte Joachim Jungbluth, Geschäftsführer Hessenmetall Offenbach und Osthessen, als er die Jugendlichen bei der GfW in Hanau besuchte.


Nach der Einführung in das Wochenprogramm am Montag beschäftigten sich die 8.-Klässler bis Freitag täglich mit einem neuen Berufsfeld. Jeden Morgen erarbeiten Sie neue theoretische Grundlagen, um sich dann am Nachmittag an den zugehörigen praktischen Aufgaben zu üben. Teil des Stundenplans waren selbstverständlich die Themenschwerpunkte Metall und Elektro, aber auch Farb- und Raumgestaltung sowie Hauswirtschaft. Nach den vielen digitalen Angeboten, waren alle hoch motiviert sich in den Praxisfeldern auszuprobieren“, berichtete Christine Paetzel, Geschäftsführerin der GfW am Ende der Woche. Dabei ging es ans Planen und Löten einer Schaltung oder um das Erstellen eines Flaschenöffners – und am Freitag sogar an die Zubereitung eines Drei-Gänge-Menüs mit allem, was dazu gehört.

Christine Paetzel (Geschäftsführerin GfW) und Joachim Jungbluth (Geschäftsführer HESSENMETALL Offenbach und Osthessen)

Das Arbeiten zum Berufsfeld Metall- und Elektro stand allerdings hoch im Kurs, weshalb Oguz Keskin, einer der teilnehmenden Schüler, sofort begeistert war, als ihm seine Lehrerin vorschlug, sich für die „Werkstatt-Tage Plus“ zu melden: „Ich möchte auf jeden Fall Elektriker werden, die Arbeit liegt mir einfach, das hab‘ ich hier wieder gesehen!“, sagte er beim finalen Ausbessern eines eigenen Werkstücks.„Genau so haben wir uns diese Aktionstage vorgestellt, die wir gerne als Projektförderer finanziert haben“, sagte Winfried Ottmann, Kreisbeigeordneter des Main-Kinzig-Kreises. „Ich wünsche den kommenden Gruppen an Schülerinnen und Schülern aus Offenbach und Osthessen viel Erfolg und Spaß während der Werkstatt-Tage Plus“.

Weitere Praktikumswochen des Sonderprojekts sind bereits geplant. Neben dem Main-Kinzig-Kreis finanzieren sowohl die Stadt Hanau als auch die Sparkasse Offenbach weitere Plätze für Jugendliche aus Offenbach und Osthessen. Mit den "Werkstatt-Tagen Plus" wirken die beteiligten Bezirksgruppen von HESSEN­METALL der problematischen Entwicklung entgegen, dass praktische Berufsorientierung pandemiebedingt nahezu entfällt und fördern – gemeinsamen mit ihren jeweiligen Kooperationspartnerinnen und -partnern – einen essentiellen Bestandteil der Bildung von Jugendlichen. 

Zurück zur Übersicht
Kontakt
Talisa Dean, M.A.

Talisa Dean, M.A.
Öffentlichkeitsarbeit & Bildung
Offenbach und Osthessen