Mittelhessische Metall- und Elektroindustrie will die Krise mit Zukunftstechnologien meistern

Oliver Barta als Vorsitzender von HESSENMETALL Mittelhessen wiedergewählt

Wetzlar. Gießen. Limburg. In diesem Jahr standen im Rahmen der Mitgliederversammlung der  mittelhessischen Bezirksgruppe des Arbeitgeberverbandes HESSENMETALL wieder Neuwahlen für den Vorstand an. Oliver Barta, Personalleiter der Bosch Thermotechnik GmbH in Wetzlar, wurde als Vorsitzender für zwei weitere Jahre im Amt bestätigt. Ebenfalls wiedergewählt wurden Fritz Georg Rincker, Glockengießerei Rincker, Sinn, Wolfram Kuhn, Herborner Pumpentechnik, Herborn und Oliver Rüspeler, Johannes Hübner Fabrik elektrischer Maschinen, Gießen. Den fünfköpfigen Vorstand komplettiert der neu ins Amt gewählte Dr. Torsten Müller-Kramp, Abicor Binzel, Buseck.

Im Fokus der Mitgliederversammlung standen die enormen Auswirkungen der Corona-Pandemie, die in nahezu jedem Betrieb und für viele Beschäftigte in der hiesigen Metall- und Elektroindustrie zu spüren sind. Der wiedergewählte Vorsitzende Oliver Barta ging auf die schwierige Situation in den Unter­nehmen ein: „Zahlreiche Firmen stecken nach wie vor in der Kurzarbeit, um so irgendwie ihre Produktionsrückgänge aufzufangen. Eine schnelle Rückkehr zur betrieblichen Normalität ist derzeit nicht in Sicht, deshalb brauchen die mittelhessischen Metall- und Elektrounternehmen auch für die kommenden Monate jede erdenkliche Unterstützung. Die staatlichen Corona-Hilfen sind lobenswert und zweifelsohne ein wichtiges Instrument, um die negativen Folgen der Krise abzumildern. Allerdings benötigen wir nun nachhaltige steuerliche Entlastungen, um die so frei werdenden Finanzmittel in Zukunftstechnologien investieren zu können. Digitalisierte Produktion, Künstliche Intelligenz und Energieeffizienz sind hier nur einige Schlagworte. Eine wichtige Rolle wird aber auch die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spielen, um gemeinsam die richtigen Weichen für die Zeit nach der Pandemie zu stellen.“

Auch über Corona hinaus muss Strukturwandel bewältigt werden - Verband unterstützt mit seinen Services

Doch auch über Corona hinaus stünden die Metall- und Elektrounternehmen an Lahn und Dill vor großen Herausforderungen: „Unsere Industrie muss unverändert den Strukturwandel hin zur Digitalisierung bewältigen. Besonders die regionalen Automobilzulieferer und Maschinenbauer befinden sich mitten in einem gewaltigen Transformationsprozess. Die Politik muss sicherstellen, dass jegliche Zusatzbelastungen für die Unter­nehmen ausgeschlossen werden und die digitale Infrastruktur, wie beispielsweise das Breitbandnetz, weiter ausgebaut wird. Aber auch wir als Verband sind hier gefragt. Daher sehe ich es als ein Ziel von mir und meinen Vorstandskollegen an, unsere 135 Mitglieder nicht nur mit einer guten arbeits- und tarifrechtlichen Beratung zu unterstützen, sondern auch die übrigen Services und unser Netzwerk noch weiter auszubauen. Außerdem wartet am Ende des Jahres auch schon wieder eine Tarifrunde, in der es gilt zusammen mit der IG Metall Lösungen zu finden, wie wir unsere Branche erfolgreich für die Zukunft aufstellen. In den aktuellen Zeiten wird das sicherlich eine gewaltige Herausforderung“, so Barta abschließend.

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